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Werbegeschenke
Bewertung

Licht und Schatten - wie fast überall...

3,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei Adler Vertriebs GmbH & Co. Werbegeschenke KG in Burbach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- dass prinzipiell nicht so viel wert auf Ausbildungen, Zertifikate und Berufserfahrung gelegt wird. Wichtig ist, was man leistet.
- die Du-Kultur und der lockere Umgang miteinander.
- dass ich persönlich viele Freiräume für eigene Ideen und Gestaltung hatte. Inhaltliche Diskussionen wurden stets auf Augenhöhe geführt und ich hatte nie den Eindruck, nicht ernst genommen zu werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- dass am falschen Ende gespart wird - jedenfalls in der Verwaltung: Guten Mitarbeitern wird kein angemessenes Gehalt gezahlt, sodass diese sich anders orientieren. Diejenigen, die bleiben, sind hoffnungslos überlastet, weil entweder zu den Konditionen keine neuen Kollegen gefunden werden, oder die Nachbesetzung gleich wegrationalisiert wird. Nachhaltig ist das angesichts steigender Rekrutierungskosten und des hohen Einarbeitungsaufwand nicht.
- die fehlende Gerechtigkeit - nicht nur was das Gehalt betrifft
- Fehlentscheidungen, die bekannt sind, aber nicht korrigiert werden - stattdessen wird in Coachings investiert, deren Erfolg aus meiner Sicht fragwürdig ist.

Verbesserungsvorschläge

Retain statt Attract !
Besser wären saubere, gerechte und attraktive Arbeitszeitmodelle für alle Abteilungen.
Ich würde mir mehr Flexibilität auch für die Call-Center-Bereiche und auch außerhalb der Pandemie wünschen.
Auch Schlüsselfiguren innerhalb des Unternehmens sollten hin und wieder hinterfragt werden. Es kann nicht sein, dass einige Führungskräfte der Meinung sind: "Ich kann hier machen was ich will".

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte wirklich ein überwiegend tolles Team, dass Herausforderungen gemeinsam gemeistert hat. Die Du-Kultur sorgt von Anfang an für einen lockeren Umgang - auch wenn man sich noch nicht so gut kennt.

Kommunikation

Es wird sehr genau geplant, was wann, wie und an wen kommuniziert wird. Dadurch wirkt die Kommunikation oft konstruiert und es entsteht leider der Eindruck, dass man als Mitarbeiter nicht die ganze Wahrheit erfährt.

Kollegenzusammenhalt

Der ganz überwiegende Teil meines Teams hat wirklich sehr produktiv, vertrauensvoll und meist auch mit viel Spaß zusammengearbeitet - Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel :)
Extrem gute Zusammenarbeit auch mit den Kollegen aus anderen Abteilungen (Marketing, Training, Kundenservice...)

Work-Life-Balance

Ich kann meiner direkten Vorgesetzten wirklich keinen Vorwurf machen - wo immer es ging hat sie versucht, auch meine familiäre Situation zu berücksichtigen und ist mir oft mit viel Verständnis entgegen gekommen, sodass ich innerhalb des Teams mit Abstand die beste Work-Life-Balance hatte.
De facto waren wir in der Abteilung aber über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahren massiv unterbesetzt, sodass Überstunden an der Tagesordnung waren. Dank Vertrauensarbeitszeit war es auch nicht möglich, diese Stunden anzusparen und dann z.B. einmal mehrere Tage davon frei zu nehmen. So kann dieses Arbeitszeitmodell aus meiner Sicht nicht langfristig funktionieren.

Vorgesetztenverhalten

Auch hier gibt es Licht und Schatten und wie man seinen konkreten Vorgesetzten wahrnimmt, hängt sicherlich auch stark von der eigenen Persönlichkeit ab. In meinem Fall war an vielen Stellen einfach eine massive Überforderung spürbar. Persönlich hatten wir wirklich ein gutes Verhältnis und ich bin überzeugt, dass sie ihr Bestes gegeben hat. Leider hat es für mich nicht gepasst.
Der Abteilungsleiter hat sich in meinem Fall eher im Hintergrund gehalten. Hier hätte ich mir mehr Einsatz gewünscht, insbesondere wenn es darum ging, Anliegen aus dem Team gegenüber der Geschäftsführung zu präsentieren und ggf. durchzusetzen.
Das Thema personelle Unterbesetzung und Überforderung war leider auch in den anderen Abteilungen spürbar, sodass auch hier das Führungsverhalten sehr stark abhängig war von der jeweiligen Tagesform und insbesondere auch von den Umsatz- bzw. Service-Kennzahlen.

Interessante Aufgaben

Hier gibt es ganz klar 5 Sterne! Ich glaube mehr Vielfalt kann man im Bereich Personal kaum haben - hier war die ganze Bandbreite des HR-Lifecycles vertreten. Ich habe wahnsinnig viel in kürzester Zeit gelernt und auch immer wieder die Gelegenheit gehabt, Dinge auszuprobieren. Langweilig wurde es definitiv nie!

Gleichberechtigung

Adler hat die Charta der Vielfalt nicht umsonst unterzeichnet. Diese wird ganz klar auch so gelebt.
Schwierig wird es dann, wenn persönliche Beziehungen hinzukommen. Gerecht geht es da leider nicht immer zu. Das gilt leider auch für die Gleichberechtigung zwischen den unterschiedlichen Abteilungen - der Fokus liegt ganz klar auf dem Vertrieb, sodass andere Abteilungen gehaltstechnisch leider oft hinten runter fallen.
Ganz klar: In diesem Punkt fehlt es an einem Betriebsrat!

Umgang mit älteren Kollegen

Es wird teilweise freiwillig noch nach der Rente weitergearbeitet. Hier kann ich wirklich nichts Negatives berichten.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren - zumindest für mich - in Ordnung. Wir saßen zu dritt in einem Büro, mobiles arbeiten war nach Absprache jederzeit möglich und es gab eine ganze Menge Software, die einem das Leben doch sehr erleichtert!
In den Call-Center-Bereichen sieht es wohl etwas anders aus: Dort gibt es deutlich weniger Flexibilität, Großraumbüros und die damit verbundenen Schwierigkeiten (Zug der Klimaanlage, Lärmbelastung etc.)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier hat sich wirklich einiges getan: Man versucht weitestgehend digital zu arbeiten, Mülltrennung, kompostierbare Kaffeebecher etc.

Gehalt/Sozialleistungen

Auch hier gibt es eine sehr heterogene Struktur: Im Vertrieb hat prinzipiell jeder Mitarbeiter selbst in der Hand, wie viel er verdient, wenn auch natürlich der zugewiesene Kundenstamm einen großen Einfluss hat.
In einigen Bereichen und je nach Vorgesetzten gibt es aus meiner Sicht durchaus Mitarbeiter*innen, die überbezahlt sind - teils massiv.
Andere Abteilungen, dazu gehört leider auch HR, sind dagegen im Marktvergleich eher unterbezahlt. Zwar gibt es im Gegenzug viele Möglichkeiten der betrieblich finanzierten Weiterbildung - dies gleicht jedoch einen Pay-Gap von ca. 30 % im Branchenvergleich für mich nicht aus.

Image

Beim Image ist sicherlich viel passiert - dank eines Strukturwandels hat es sich in den letzten Jahren sehr verbessert.
Leider gibt es immer noch "Alteingesessene", die diesen Weg nicht oder nur scheinbar mitgehen.

Karriere/Weiterbildung

Wer engagiert ist und Lust auf Lernen hat, kann sich hier sehr schnell weiterentwickeln und auch in der Hierarchie zügig aufsteigen. Weiterbildungen bietet Adler wirklich sehr viele an - intern und auch extern.
Leider wird Weiterentwicklung nicht zwangsläufig auch besser vergütet.

Arbeitgeber-Kommentar

Jessica Schmitt, HR Manager Europe/ Commercial
Jessica SchmittHR Manager Europe/ Commercial

Liebe ehemalige Kollegin,

vielen Dank für dein Feedback! Wir freuen uns, dass du viel Positives bei ADLER erlebt hast, aber bedauern natürlich, dass es für dich letztendlich nicht gepasst hat und wir dich nicht länger bei uns halten konnten.

Wir streben ständig Veränderung bzw. Verbesserung an, daher bemühen wir uns, zusätzlich zu den Themen im Rahmen unserer Austrittsgespräche, auch Verbesserungspunkte über Kununu einzuholen und anzugehen. Insofern vielen Dank für deine detaillierte Bewertung, dadurch können wir einige Punkte besser aufarbeiten. Wie wir wissen, sind die meisten Situationen komplex, vor allem wenn Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Interessen zusammentreffen, sprich, die Lösung ist nicht immer einfach.

Auch in Vergangenheit war uns immer die Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen wichtig. Viele HR Kollegen/innen sind bereits jahrelang dabei, konnten sich beruflich wie auch menschlich enorm weiterentwickeln.

Gerne wären wir diesen Weg zusammen mit dir gegangen, denn wir schätzen dich natürlich fachlich als auch menschlich weiterhin sehr.
Wir wünschen Dir alles Gute im neuen Job.