4 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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4 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Zu Beginn war die Atmosphäre spürbar positiv: Das Team sowie die Führungskraft wirkten sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich. In den ersten Monaten habe ich mich willkommen und wertgeschätzt gefühlt. Zudem waren die fachlichen Aufgaben an sich spannend, vielseitig und boten Potenzial für eigenverantwortliches Arbeiten. Auch die Vor-Ort-Infrastruktur für digitales Arbeiten ist gut aufgestellt.
Nach Ablauf der Probezeit kippte die Stimmung nach meinem Empfinden spürbar. Das anfängliche Vertrauen wich aus meiner Sicht einem extremen Kontrolldruck und Mikromanagement. Mündlich getroffene Vereinbarungen wurden verzögert, hinterfragt oder gar nicht eingehalten. In Konfliktsituationen habe ich das Verhalten der Führungsebene als sehr belastend erlebt: Es wurde nach meiner Wahrnehmung stark mit Dramatisierungen und Schuldzuweisungen gearbeitet, wodurch die eigene Fachexpertise systematisch infrage gestellt wurde. Dieser enorme Druck führte bei mir zu spürbaren gesundheitlichen und psychischen Belastungen. Auch im Team gab es durch einzelne Personen mit engem Draht zur Geschäftsführung Spannungen und fehlenden Rückhalt. Besonders enttäuschend war der Trennungsprozess: Bei Krankschreibung wurden schnell Zugänge gesperrt. Zudem erlebte ich ein unprofessionelles Nachstell-Verhalten auf privaten Business-Netzwerken (LinkedIn) durch wiederholte Profilaufrufe seitens der Geschäftsführung, deren Umfeld und Mitarbeitenden. Erst durch die Einschaltung eines rechtlichen Beistands konnten berechtigte Ansprüche (angemessenes Zeugnis, zustehende Zahlungen) durchgesetzt werden.
1. Die wertschätzende, offene Haltung aus der Einarbeitungsphase dauerhaft beibehalten.
2. Mündliche Zusagen (z. B. bezüglich Entgeltanpassungen oder Rahmenbedingungen) verbindlich und zeitnah einhalten.
3. Vertrauen in die Fachexpertise des Personals setzen, anstatt auf Mikromanagement und Stempelkarten-Kontrolle zu bauen.
4. Vertraulichkeit bei sensiblen Personalgesprächen wahren und unbeteiligte Personen außen vor lassen.
5. Trennungsprozesse professionell und fair gestalten.
Der anfänglich sehr positive Eindruck hat sich im Alltag leider nicht gehalten. Die Stimmung wirkte auf mich mit der Zeit zunehmend angespannt und von Unsicherheit geprägt.
Nach außen hin präsentiert sich das Unternehmen sehr modern und international – unter anderem durch einen rein englischsprachigen Auftritt und Kooperationen im akademischen Umfeld. Dadurch entsteht bei Bewerbern zunächst der Eindruck eines hochattraktiven Arbeitgebers. Für mein Empfinden hält die Realität im Arbeitsalltag und in der Führungskultur diesem polierten Außenimage jedoch nicht stand
Anfänglich zugesagte Flexibilität bei Arbeitszeiten und Home-Office fühlte sich im Verlauf stark kontrolliert an. Das kurzfristige Streichen eines bereits geplanten Urlaubs habe ich als sehr belastend in Erinnerung.
Mit Weiterbildung wird geworben, sie wird jedoch nur unterstützt, wenn sie zwingend erforderlich ist. Ein zweitägiger Crashkurs wurde vom Vorgesetzten sofort so gewertet, als ersetze er eine jahrelange Fachausbildung. Eigeninitiative wird vorausgesetzt, aber nicht angemessen gefördert.
Der Start war unterdurchschnittlich und eine Gehaltsanpassung nach der Probezeit wurde monatelang herausgezögert. Nach der Erhöhung auf ein durchschnittliches Niveau wurde der Druck seitens der Führungskraft jedoch drastisch erhöht und die Erwartungshaltung unruhig hochgeschraubt. Es gibt eine betriebliche Altersversorgung, bei dem der Arbeitgeber einen kleinen Betrag dazu steuert. Weitere Benefits gibt es nicht.
Positiv ist, dass in den Verwaltungsprozessen weitgehend digital und papierlos gearbeitet wird. Die nach außen dargestellte grüne Philosophie steht für mein Empfinden jedoch im Widerspruch zur tatsächlichen Ausrichtung und den primären Zielgruppen des Unternehmens. Dadurch wirkte das Umweltbewusstsein auf mich an manchen Stellen eher wie Marketing als eine gelebte Haltung.
Grundsätzlich waren die Kolleginnen und Kollegen im Haus sehr nett und um ein gutes Miteinander bemüht. Auch Hilfsbereitschaft war in Teilen da, wobei manche Kollegen extrem gutmütig waren und sich stellenweise stark ausnutzen ließen. Im direkten Arbeitsumfeld veränderte sich die Dynamik im Verlauf (nach Probezeit) jedoch sehr negativ: Insbesondere durch eine Person mit sehr drähtigem Draht zur Geschäftsführung wurden künstlich Spannungen erzeugt. Statt Probleme direkt im Team klären zu wollen, wurden Fehler anderer gezielt beim Vorgesetzten platziert und aufgebauscht, während eigene Versäumnisse verschwiegen wurden. Da dieses Muster des 'Schlechtmachens' hinter dem Rücken auch bei anderen Kolleginnen angewendet wurde, hat dies das Vertrauen und das Gefühl von echtem Rückhalt im Team am Ende komplett zerstört.
Ältere Kolleginnen und Kollegen werden nach meiner Wahrnehmung völlig normal integriert und genauso behandelt wie alle anderen im Team auch.
Zu Beginn zeigte sich die Führungskraft extrem nett, zugewandt und verständnisvoll. Neue Einsteiger bekommen dadurch schnell das Gefühl, einen absolut großartigen Vorgesetzten zu haben. Dieser Eindruck täuscht jedoch: Nach der Probezeit schlägt die Stimmung spürbar um. Feedback wurde nach meinem Empfinden rein situativ als Druckmittel eingesetzt: So wurde mir bei der verhandelten Gehaltsanpassung zunächst vorgehalten, ich hätte diese nicht verdient, nur um eine Woche später komplett zurückzurudern und die Leistung als 'perfekt' zu loben, als die eigene Abhängigkeit von der Fachkraft bewusst wurde. Das Verhalten war für mich stark von Mikromanagement, hohem Kontrolldruck und sprunghaften Erwartungshaltungen geprägt. Mündliche Zusagen verloren rasch ihre Gültigkeit, Vertraulichkeit in Personalgesprächen wurde nicht gewahrt und in Konfliktsituationen habe ich den Umgang als sehr einseitig empfunden.
Die Ausstattung und das Arbeiten im System sind vorhanden. Durch die räumliche Situation (kein ruhiges Einzelbüro für hochkonzentrierte Aufgaben) gab es im Büro jedoch viele Störfaktoren. Zudem wurden flexible Arbeitsplatz-Regelungen im Verlauf eingeschränkt. Es wird zwar Home Office Angeboten, aber auch willkürlich entzogen.
Es gab regelmäßige wöchentliche Abteilungsmeetings sowie monatliche Gesamtmeetings, wodurch strukturierte Informationen grundsätzlich geflossen sind. Im individuellen Austausch und bei spontanen Absprachen habe ich die Kommunikation im Verlauf jedoch als zunehmend sprunghaft empfunden. Zudem liefen viele Themen über den Flurfunk.
Hinsichtlich Geschlecht oder Alter habe ich keine Ungleichbehandlung wahrgenommen. Wenn es jedoch um den Respekt vor Qualifikation, Erfahrung und Fachwissen ging, habe ich erhebliche Unterschiede im Umgang erlebt. Fachexpertise wurde im Verlauf oft infrage gestellt.
Die eigentlichen fachlichen Aufgaben in meinem Bereich waren abwechslungsreich, anspruchsvoll und boten viel Potenzial für eigenverantwortliches Arbeiten.
Der Arbeitsdruck ist enorm hoch. Wer gerne sein Leben der Arbeit und sonst nichts widmet, ist hier richtig. Insgesamt fehlten konsistente Prozesse, transparente Kommunikation und klare Führung, was den Arbeitsalltag stark belastend machte. Wer hier arbeitet, sollte sich der hohen Arbeitsbelastung, den fehlenden Ausgleichsmöglichkeiten und der teils unklaren Rahmenbedingungen bewusst sein.
Die Abläufe waren stark unkoordiniert. Entscheidungen wurden oft kurzfristig getroffen, Prioritäten änderten sich ständig, und Zuständigkeiten waren unklar, sodass Aufgaben teilweise doppelt erledigt oder liegen gelassen wurden. Absprachen oder Maßnahmen wurden regelmäßig ohne meine Einbindung getroffen, obwohl sie in meinem Verantwortungsbereich lagen.
Die Arbeitsbelastung war dauerhaft hoch. Flexible Arbeitszeiten existieren nur auf dem Papier, wer früher gehen wollte, musste später mit Kritik rechnen. Gleichzeitig wurde erwartet, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar zu sein.
Feedback- und Mitarbeitergespräche wirkten teilweise unstrukturiert und wenig sachlich. Kritisches Feedback wurde manchmal persönlich genommen. Gespräche fanden oft spontan und ohne Ankündigung statt, wodurch eine Vorbereitung kaum möglich war und man teilweise öffentlich kritisiert wurde.
Entscheidungen wurden teilweise nachts oder außerhalb der regulären Arbeitszeit diskutiert, ohne dass Betroffene informiert wurden. Dies führte zu Unsicherheit und erschwerte die Zusammenarbeit.
Gehalt und Zusatzleistungen waren für die Arbeitsbelastung nicht angemessen. Überstunden fallen regelmäßig an, können faktisch aber nicht genommen oder ausbezahlt werden. Es gibt kein Weihnachtsgeld, und das Grundgehalt liegt eher im durchschnittlichen bis unterdurchschnittlichen Bereich.