Früher ein herausragender Arbeitgeber – heute leider von sich selbst entfernt
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Work-Life-Balance ist durch die hohe Flexibilität grundsätzlich gut möglich.
- Kolleg:innen, die lange dabei sind, halten stark zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
- Das Gehalt ist überdurchschnittlich.
- Es gibt in manchen Bereichen viel Freiraum.
- Man kann sich seine Arbeit weitgehend selbst einteilen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Die Unternehmenskultur ist stark verfallen und nicht wiederzuerkennen.
- Kommunikation ist unzuverlässig, unvollständig und oft irreführend.
- Projekte werden wahllos angenommen, ohne Strategie oder Qualitätsanspruch.
- Chaos statt Führung: fehlende Strukturen, fehlende Leitlinien, fehlende Transparenz.
- Ständige Fluktuation ohne adäquaten Ersatz.
- Keine verlässlichen Weiterbildungsangebote, trotz gegenteiliger Versprechen.
- Teamevents und persönlicher Austausch wurden praktisch abgeschafft.
- Entscheidungsprozesse wirken willkürlich und abhängig von Beziehungen zur Führung.
- Veraltete und schlecht ausgewählte Hardware erschwert effizientes Arbeiten.
Verbesserungsvorschläge
Ich hoffe, dass die affinis wieder zu ihrer früheren Stärke findet und die Werte sowie die Unternehmenskultur, die das Unternehmen einst zu einem wirklich tollen Arbeitgeber gemacht haben, wieder aktiv gelebt und gefördert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur sind in den letzten Jahren massiv eingebrochen.
Das früher familiäre Umfeld existiert praktisch nicht mehr. Durch starkes Wachstum, zahlreiche Zukäufe und fehlende Leitlinien herrscht heute Chaos statt der früheren positiven Kultur.
Persönlicher Kontakt, der früher wöchentlich selbstverständlich war, findet kaum noch statt.
Teamevents – einst wöchentliche Standort-Events – wurden nahezu vollständig gestrichen, sofern sie nicht privat von Mitarbeitenden organisiert werden.
Die Geschäftsleitung verschärft die schlechte Stimmung zusätzlich durch ständig wechselnde Kommunikation und Prioritäten.
Image
Das Image wirkt nach außen poliert und professionell – doch es ist reine Fassade.
Die Realität hinter den Kulissen hat mit der Außendarstellung wenig zu tun.
Viele positive Marketingaussagen haben intern keinerlei Substanz.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist gut, allerdings hauptsächlich deshalb, weil nahezu nichts kontrolliert oder koordiniert wird.
Die Freiheit ist angenehm, aber sie ist eher ein Nebeneffekt fehlender Führung als ein bewusst gestaltetes Benefit.
Leistungsbereite Mitarbeitende werden dadurch tendenziell ausgebremst.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung existierte früher, heute jedoch nur noch theoretisch.
Schulungen wurden gestrichen, Programme endlos verschoben, und erfahrene Mitarbeitende gingen ohne Ersatz.
Für echte Weiterentwicklung gibt es derzeit kaum realistische Chancen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist grundsätzlich sehr gut.
Klare Gehaltsstrukturen existieren trotz definierter Rollen nicht.
Kollegenzusammenhalt
Kolleg:innen, die lange zusammenarbeiten, halten tatsächlich gut zusammen – hier besteht eine starke, verlässliche Bindung.
Durch fehlende interne Strukturen entsteht jedoch mit neuen Mitarbeitenden kaum echter Zusammenhalt.
Viele kennen sich nicht einmal persönlich, obwohl sie seit einem langem Zeitraum im gleichen Team arbeiten.
Der frühere Teamgeist wurde vollständig wegrationalisiert.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang ist grundsätzlich respektvoll und funktioniert.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten vieler Vorgesetzter ist enttäuschend.
Führungspositionen werden leichtfertig ausgetauscht oder gar nicht nachbesetzt. Verantwortlichkeiten werden einfach „on top“ verteilt, ohne Rücksicht auf Kapazitäten.
Kritik oder sinnvolle Vorschläge verpuffen wirkungslos.
Es fehlt an Kompetenz, Klarheit und Transparenz.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind unstrukturiert und inkonsistent.
Fehlende Prozesse, hohe Fluktuation und mangelnde Kontrolle führen zu einem ineffizienten Arbeitsumfeld.
Viele Aufgaben bleiben liegen oder werden auf wenige engagierte Mitarbeitende abgeladen.
Technische Ausstattung ist ebenfalls ein Problem: Alte Laptops werden durch andere alte Laptops ersetzt, da keine neuen Geräte angeschafft werden.
Peripherie wird nach dem Motto „Hauptsache billig“ gekauft.
Kommunikation
Die Kommunikation ist eine der größten Schwachstellen des Unternehmens – unprofessionell, unvollständig und teilweise schlicht irreführend.
Mitarbeitende werden häufig mit Halbwissen oder bewusst beschönigten Aussagen abgespeist, vor allem durch die Geschäftsleitung.
Intern herrscht ein massives Informationsvakuum, während nach außen eine heile Welt präsentiert wird.
Gleichberechtigung
Offene Diskriminierung existiert nicht – Gleichbehandlung allerdings auch nicht wirklich.
Viele Entscheidungen wirken willkürlich und abhängig von der persönlichen Beziehung zur Führungsebene.
Interessante Aufgaben
Wirklich interessante Aufgaben sind selten.
Projekte werden nahezu wahllos angenommen – Hauptsache, es kommt ein Auftrag rein.
Ob das Unternehmen ein Projekt überhaupt fachlich umsetzen kann, spielt dabei scheinbar keine Rolle.


