Kleiner Familienbetrieb will wachsen und dies um jeden Preis. Doch der Preis ist riesig.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Stundenlohn war soweit okey und über Durchschnitt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dies sprengt den Rahmen.
Verbesserungsvorschläge
Radikaler Umbruch anstatt Expansion mit allen Mitteln.
GF sollte sich in seiner Art und Weise hinterfragen und seine Komfortzone verlassen.
Arbeitsatmosphäre
In meiner kurzen Zeit wurde den Angestellten mehrfach gedroht, dass man sich von den Kleinprojekten (Anlagen auf Ein- oder Mehrfamilienhäusern) verabschiedet und sich nur noch den Großprojekten (Freifläche, Agri-PV, Dachflächen) widmet. Dies würde dementsprechend überschüssiges Personal bedeuten, also sollte jeder eine Schippe drauflegen.
Dies förderte eine ständige Misstrauensatmosphäre, in der sich jeder der Nächste war und die eigene Leistung positiv beim Chef ankommen muss, alles andere ist egal.
Image
Regional einfach peinlich.
Work-Life-Balance
Absolut NICHT vorhanden.
Hier gilt - Stunden, Stunden, Stunden. Sobald man mit Teilzeit ankommt, ist man raus. Morgens so früh wie es geht, abends solange wie es muss. Samstag auch noch arbeiten? Aber natürlich.
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden.
Gehalt/Benefits
An sich ein guter Stundenlohn, das war es aber auch. Es gibt kaum Benfits, kein Angebot zum Jobrad, keine Sozialleistungen (bzw eine schwache betr. AV), keine Corporate Benefits, kein Hybrides Arbeiten, kein Überstundenzuschlag (gut, bei der Masse an Überstunden würde dies auch den Ruin bedeuten), einfach gar nichts.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier soweit so gut, es wird insbesondere auf eine strikte Mülltrennung geachtet. Teilweise echt vorbildlich.
Kollegenzusammenhalt
Untereinander im Team sehr gut.
Allem weiteren wird sich entzogen, insbesondere die Geschäftsführung trifft Entscheidungen und ist sonst für nichts erreichbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es nicht, daher ist dieser soweit tadellos.
Vorgesetztenverhalten
Unterste Schublade und dabei möchte ich es auch belassen.
Arbeitsbedingungen
Mieserabel, veraltete Geräte,
technische Betriebsmittel (Messgeräte, Tablet für Netzwerkarbeiten, Smartphone) muss man sich vom Kollegen ausleihen. Die digitale Dispo ist eine Vollkatastrophe, wenn man heute wenigstens wüsste, was man morgen zu erledigen hat, dann könnte man sich das Material und die Geräte schon vorab bereitstellen, das war aber zu viel verlangt.
Die Lagerführung wird über eine Whatsappgruppe geführt, keine Ahnung wie oft ich vor leeren Regalen stand.
Wenn man Hauptgeschäft die Installation von Wechselrichtern und Batteriespeichern ist, dann sorge ich doch dafür, dass diese immer vefügbar sind. Hier muss man zum Kunden fahren und diesem erklären, dass man einen weiteren Termin vereinbaren muss, da kein Material verfügbar ist.
Kommunikation
Furchtbar, hinter dem Rücken und ständige Lästereien der Vorgesetzten über die AN.
Gleichberechtigung
Frauen machen alles kaufmännische und haben keinerlei Führungsaufgaben. Willkommen in den 80zigern.
Interessante Aufgaben
Jain. Man lernt schon einiges über die komplette Gebäudetechnik und insbesondere die Frei- und Dachflächenanlagen sind echt interessant, besonders die Kleinanlagen verfallen aber schnell ins Schema 08/15 Stangenware.