Vom Potenzial zur Frustration.
Verbesserungsvorschläge
Statt Imagepflege und leeren Versprechen sollte der Fokus auf echte, strukturelle Verbesserungen gelegt werden: transparente Kommunikation, fachlich kompetente Führung und eine klare, verlässliche strategische Ausrichtung. Die intransparente Kommunikation, chaotische Abläufe und ständige Richtungswechsel müssen endlich beendet werden.
Das Arbeitsumfeld ist unattraktiv – das (IT-) Büro zu klein, es fehlen klare Entwicklungsmöglichkeiten für Spezialisten. Wer gestalten will, braucht Raum, Rückhalt und echte Wertschätzung – nicht Frustration, Inkonsequenz und Inkompetenz.
Zuhören, lernen und handeln.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war über weite Strecken belastend – nicht zuletzt wegen eines Managements, das weder durch Kompetenz noch durch Stabilität auffällt. Das C-Level ändert gefühlt jedes Quartal die strategische Richtung, oft ohne nachvollziehbare Gründe oder klare Kommunikation.
Die Teamleiterinnen und Teamleiter hingegen machten einen engagierten und kompetenten Eindruck, wirkten aber dauerhaft ausgebremst – als hätten sie keinerlei echten Handlungsspielraum. Entscheidungen wurden entweder komplett ignoriert oder direkt von oben übergangen.
Das Resultat ist eine Kultur der Verunsicherung und Frustration. Viele Kolleg:innen zogen sich zurück, hielten den Kopf unten oder verließen das Unternehmen ganz. Wer mitgestalten will, wird ausgebremst. Wer Dinge kritisch hinterfragt, gilt schnell als unbequem. Kein Wunder, dass die Motivation im Keller war – und es schwerfällt, in so einem Umfeld gerne zur Arbeit zu kommen.
Kommunikation
Kommunikation war – zumindest seitens des Managements – quasi nicht vorhanden. Wichtige Informationen wurden entweder gar nicht oder viel zu spät weitergegeben. Entscheidungen wirkten oft wie aus dem luftleeren Raum getroffen, ohne erkennbaren Bezug zur Realität im Tagesgeschäft. Besonders der CTO trat kaum in Erscheinung und wenn doch, dann leider ohne Substanz oder Richtung. Eine technische Vision? Fehlanzeige. Kommunikation auf Augenhöhe? Ebenfalls nicht vorhanden.
Innerhalb der Teams wurde offen und konstruktiv kommuniziert, man hat sich gegenseitig unterstützt und Probleme direkt angesprochen. Doch all das verpuffte, weil es nach oben hin keinerlei Resonanz gab. Es entstand der Eindruck, dass das Management entweder nicht zuhört – oder schlicht nicht versteht, was eigentlich Sache ist.
Neue Projekte wurden angestoßen, ohne die Kapazitäten oder Fähigkeiten der Belegschaft realistisch einzuschätzen. Wenn die hochgesteckten Ziele dann nicht erreicht wurden, war die Enttäuschung groß – aber auch nachvollziehbar. Denn wie soll man erfolgreich sein, wenn man ständig an der Realität vorbeiplant?
Am Ende entsteht ein toxischer Mix.
Kollegenzusammenhalt
Beides erlebt – echte Zusammenarbeit und Kolleg:innen, auf die man sich verlassen konnte, aber auch Einzelkämpfer und Spannungen. Insgesamt würde ich sagen: okay, aber ausbaufähig. In einem stabileren Umfeld wäre sicher mehr möglich gewesen.
Work-Life-Balance
Homeoffice (war?) zu 100% möglich.
Vorgesetztenverhalten
Die Entscheidungen des Managements, insbesondere des CTOs, waren für mich zunehmend nicht mehr nachvollziehbar. Es entsteht der Eindruck, dass nicht Leistung oder Kompetenz zählen, sondern persönliche Präferenzen. Hochqualifizierte Kolleg:innen, die nachweislich hervorragende Arbeit geleistet haben, wurden unter dem Deckmantel „betriebsbedingter Kündigungen“ entlassen.
Besonders enttäuschend war für mich das Verhalten des CTOs, der in meiner Wahrnehmung weder über die notwendige fachliche Tiefe noch über Führungsqualitäten verfügt, um ein Team sinnvoll zu leiten oder strategisch weiterzuentwickeln. Statt Orientierung und technischer Vision erlebte ich unklare Kommunikation, mangelnde Entscheidungsfreude und ein Führungsverhalten, das eher destruktiv als inspirierend wirkte.
Es ist frustrierend mitzuerleben, wie sich die Qualität des Teams immer weiter verschlechtert – nicht, weil gute Leute fehlen würden, sondern weil sie das Unternehmen entweder aus Frust verlassen oder aus fragwürdigen Gründen aus dem Unternehmen gedrängt werden.
Diese Entwicklung ist leider kein Einzelfall, sondern hat sich über längere Zeit hinweg wiederholt.
Gleichberechtigung
Im Alltag und im Team (!) wird Gleichberechtigung grundsätzlich gelebt, und es gab für mich keine negativen Erfahrungen in diesem Bereich.
Kolleg:innen werden weitgehend fair behandelt, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft.
Umgang mit älteren Kollegen
Siehe "Gleichberechtigung"
Arbeitsbedingungen
Die schöne Außenwirkung – eine repräsentative Villa als Firmensitz – kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Realität für die IT ganz anders aussieht. Das gesamte Team war in einem kleinen Nebengebäude untergebracht, das weder ausreichend Platz noch eine wirklich angenehme Arbeitsumgebung bot. Für die Größe des Teams schlicht zu beengt und nicht zeitgemäß.
Das steht sinnbildlich für vieles im Unternehmen: Nach außen glänzen, intern improvisieren. Anstatt in moderne Arbeitsbedingungen oder ein motivierendes Umfeld zu investieren, wurde sich mit dem Minimum arrangiert. Wertschätzung fühlt sich anders an.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind weitestgehend Durchschnitt.
Image
aifinyo sieht sich selbst als modernes, faires Unternehmen mit Hands-on-Mentalität, in dem jeder mitgestalten kann.
An der Realität vorbei, wie man nicht nur in persönlichen Gesprächen mit ehemaligen Mitarbeitenden, sondern auch auf Plattformen wie Kununu oder anderen Bwertungsportalen nachlesen kann. Nach außen hin viel Selbstdarstellung, intern oft das genaue Gegenteil. Für mich ist das schlicht Selbstüberschätzung.
Karriere/Weiterbildung
Wem Karriere wichtig ist, ist hier falsch.