Viel Potenzial, leider schlechte Mitarbeiterführung!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich die flexiblen Arbeitszeiten, die Homeoffice-Möglichkeiten sowie den starken Zusammenhalt unter vielen Kolleginnen und Kollegen. Die Recruiting-Aufgaben boten grundsätzlich interessante Einblicke und Entwicklungsmöglichkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangelnde Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden, häufig wechselnde Prioritäten, fehlende Transparenz bei Entscheidungen sowie eine Führungskultur, die ich als kontrollierend und wenig unterstützend empfunden habe. Zudem wurden Erwartungen hinsichtlich Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten aus meiner Sicht nicht erfüllt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschatzung und Vertrauen gegenüber Mitarbeitenden. Führungskräfte sollten regelmäßiger im Bereich Mit-arbeiterführung geschult werden. Zudem wünsche ich mir transparentere Kommu-nikation, realistische Versprechen im Bewerbungsprozess sowie klar definierte und konsequent eingehaltene Prozesse.
Konstruktives Feedback sollte auf Augenhöhe erfolgen und nicht durch ständige Vergleiche zwischen Mitarbeitenden ersetzt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war für mich überwiegend angespannt und von Unsicherheit geprägt. Wertschätzender Umgang und gegenseitiger Respekt haben mir häufig gefehlt. Kritik wurde aus meiner Sicht eher demotivierend als konstruktiv vermittelt. Zudem entstand durch ständige Vergleiche zwischen Mitarbeitenden ein unangenehmes Arbeitsklima. Viele Kolleginnen und Kollegen wirkten belastet oder unzufrieden, was sich deutlich auf die Stimmung im Team ausgewirkt hat
Kommunikation
Die Kommunikation habe ich als wenig professionell und wenig transparent empfunden. Informationen waren teilweise widersprüchlich oder wurden nicht klar kommuniziert. Zudem entstand bei mir häufig der Eindruck, dass über Mitarbeitende eher gesprochen als mit ihnen gesprochen wurde. Konstruktive und offene Gespräche auf Augenhöhe habe ich vermisst. Kritik wurde nicht immer nachvollziehbar vermittelt, was zu Unsicherheit und Frustration im Team
beigetragen hat
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war einer der wenigen wirklich positiven Aspekte. Besonders im Team haben wir uns gegenseitig unterstützt, geholfen und motiviert. Viele Mitarbeitende haben sich in schwierigen Situationen gegenseitig den Rücken gestärkt. Ohne diesen Zusammenhalt wäre die Arbeitsbelastung und die teilweise angespannte Stimmung deutlich schwerer auszuhalten gewesen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt in Ordnung. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten waren positiv. Organisatorisch gab es hier wenig zu beanstanden. Allerdings wurde die positive Regelung aus meiner Sicht teilweise durch die allgemeine Arbeitsatmosphäre und den empfundenen Druck im Arbeitsalltag überschattet.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meiner direkten Führungskraft habe ich als wenig wertschätzend empfunden. Wiederholte Vergleiche zwischen Mitarbeitenden, öffentliche Kritik sowie Kommentare zu persönlichen Themen haben bei mir das Gefühl ausgelöst, nicht respektvoll behandelt zu werden.
Konstruktives Feedback und Förderung standen aus meiner Sicht nicht im Vorder-grund.
Zudem hatte ich häufig den Eindruck, dass Kontrolle wichtiger war als Vertrauen. Kritik wurde teilweise vor anderen Mitarbeitenden geäußert, was ich als unangenehm empfunden habe. Auch Entwicklungs-perspektiven und Erwartungen wurden aus meiner Sicht nicht immer transparent kommuniziert. Insgesamt habe ich mich von meiner Führungskraft weder ausreichend unterstützt noch fair behandelt gefühlt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Recruiting waren grundsätzlich interessant und boten Einblicke in verschiedene Projekte und Kunden. Allerdings empfand ich die Tätigkeiten mit der Zeit als teilweise sehr eintönig und stark auf Geschwindigkeit ausgelegt. Prioritäten wurden aus meiner Sicht häufig kurzfristig geändert, wodurch eine strukturierte Arbeitsweise erschwert wurde. Dadurch stand oftmals die schnelle Abarbeitung von Aufgaben im Vordergrund, anstatt nachhaltige und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen.
Gleichberechtigung
Ich hatte nicht immer den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden gleich behandelt wurden. Einzelne Personen wurden aus meiner Sicht deutlich bevorzugt, während andere häufiger kritisiert oder miteinander verglichen wurden. Diese ständigen Vergleiche haben zu Unzufriedenheit und Unsicherheit im Team beigetragen. Eine faire und einheitliche Behandlung aller Mitarbeitenden habe ich nicht durchgehend wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren und langjährigen Mitarbeitenden hat auf mich keinen wertschätzenden Eindruck gemacht. Insbesondere bei einer erfahrenen Kollegin habe ich wiederholt erlebt, dass negativ über sie gesprochen wurde und sie häufig Gegenstand von Kritik war. Dies hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit nicht immer die Wertschätzung erhalten haben, die sie verdient hätten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen wurden aus meiner Sicht durch fehlende Struktur und häufig wechselnde Prioritäten erschwert. Prozesse und Vorgehensweisen wurden regelmäßig angepasst, jedoch nicht immer konsequent eingehalten. Dies führte häufig zu Verwirrung und unnötigem Mehraufwand. Zudem herrschte oftmals ein hoher Zeitdruck, sodass Aufgaben möglichst sofort erledigt werden sollten. Eine langfristige Planung und strukturierte Arbeitsweise waren dadurch nur eingeschränkt möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zu diesem Bereich kann ich nur eine eingeschränkte Bewertung abgeben. Es gab vereinzelt Maßnahmen und Initiativen, jedoch ist mir kein besonderer Fokus auf Umwelt- oder Sozialthemen in Erinnerung geblieben. Insgesamt wirkte das Thema im Arbeitsalltag eher nachrangig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zu den Anforderungen und meiner Berufserfahrung als nicht besonders attraktiv. Zudem wurden im Bewerbungsprozess Erwartungen hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven geweckt, die sich für mich später nicht erfüllt haben.
Auch bei variablen Vergütungsbestandteilen und Rückfragen dazu hätte ich mir mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation gewünscht. Insgesamt entsprach das Gesamtpaket nicht meinen Erwartungen.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, professionell und mitarbeiterorientiert. Meine persönlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag haben jedoch nicht immer zu diesem Bild gepasst. Zwischen Außendarstellung und tatsächlicher Unternehmenskultur habe ich teilweise deutliche Unterschiede wahrgenommen.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten wurden im Bewerbungsprozess aus meiner Sicht positiver dargestellt, als ich sie später erlebt habe. Klare Entwicklungspfade und transparente Voraussetzungen für den nächsten Karriereschritt haben mir gefehlt. Auf Nachfragen wurden die Anforderungen teilweise anders kommuniziert als ursprünglich dargestellt. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, eine realistische und nachvollziehbare Entwicklungsperspektive zu haben.

