Kollegialer Zusammenhalt – schwierige Führung und wenig Vertrauen
Verbesserungsvorschläge
Bis zum Wechsel meiner direkten Vorgesetzten habe ich die Arbeit weitestgehend als angenehm empfunden. Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen auf derselben Ebene war sehr gut, und das Team hat sich gegenseitig unterstützt und motiviert.
Mit der neuen Vorgesetzten änderte sich das Arbeitsklima deutlich. Meine direkte Vorgesetzte zeigte häufig ein stark kontrollierendes Verhalten, und ich hatte den Eindruck, dass sie mit der Leitung überfordert war. Die Kommunikation war oft angespannt und wenig lösungsorientiert.
Auch organisatorisch gab es viele Einschränkungen: Während zuvor bis zu 80 % Homeoffice möglich waren, wurde die Regelung später auf einen Tag pro Woche reduziert. Zudem musste man sich ständig persönlich an- und abmelden, was ein Gefühl von Misstrauen erzeugte. Eine Zeiterfassung existiert im Unternehmen nicht, was ich mir zur Transparenz und Fairness sehr gewünscht hätte.
Ich hatte außerdem den Eindruck, dass Kritik oder abweichende Meinungen nicht willkommen waren und einzelne Mitarbeitende auf subtile Weise unter Druck gesetzt wurden. Auch kam es vor, dass über andere Teammitglieder gesprochen oder man selbst zu privaten Themen ausgefragt wurde – das trug zu einem Klima des Misstrauens bei.
Ich hätte mir insgesamt mehr Transparenz und eine offenere Kommunikation von der Führungsebene gewünscht – statt einer oft nach außen gerichteten Selbstdarstellung wäre ein echtes Interesse an den Mitarbeitenden hilfreicher gewesen.
Positiv waren die abwechslungsreichen Aufgaben und der gute Kollegenzusammenhalt. Insgesamt würde ich mir von der Führung mehr Respekt, Vertrauen und professionelle Distanz wünschen.

