WLB top, ansonsten 3. Wahl
Arbeitsatmosphäre
Ich selbst habe überwiegend positive Erfahrungen gemacht (und ich bin schon recht viel herumgekommen in der Firma). Auf der unteren Ebene liegt im Großen und Ganzen ein offener und positiver Umgangston vor.
Image
Unter der Hand hält jeder Akkodis für eine Schrottfirma.
Work-Life-Balance
Definitiv stark. Man wird an einer sehr langen Leine gehalten, kann remote arbeiten und seinen Alltag so organisieren, wie man es für richtig hält. Solange die Ergebnisse stimmen, sagt niemand was.
Karriere/Weiterbildung
In der Realität null. Das Management betrachtet Mitarbeiter als Verbrauchsmaterial. Es zählt nur die momentane Auslastung. Arbeitsqualität und Know-How-Aufbau spielt keine Rolle.
Gehalt/Benefits
Gehälter sind unter dem Branchenstandard. Gehaltserhöhungen gibt's kaum. Wer mehr verdienen will, muss kündigen.
Es gibt erhebliche Lohnungerechtigkeit, weil die Verhandlungskompetenz eben sehr ungleich verteilt ist und es seitens des Unternehmens kein nachvollziehbares Vergütungssystem gibt.
Kollegenzusammenhalt
In meiner Bubble überwiegend positiv und angenehm.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinen unmittelbaren Vorgesetzten hatte ich kaum Probleme, überwiegend sehr kollegial und vertrauensvoll. 1-2 Ebenen weiter oben herrscht allerdings Inkompetenz und Planlosigkeit und man hört auch öfters schräge Geschichten.
Arbeitsbedingungen
Der Standort ist soweit ok (Neubau mit Kantine, gut erreichbar).
Extrawürste gibt's allerdings keine und wann immer man nach etwas fragt, was auch nur 100€ kostet, macht man lieber paar ergebnislose Meetings anstatt einfach zu sagen ok, zahlen wir.
Kommunikation
Die offizielle interne Unternehmenskommunikation scheint aus einem Paralleluniversum zu kommen. Viel heiße Luft, kein Bezug zur Realität.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft ist sehr jung, sehr international. Männerüberhang liegt vor (wie überall in der Branche), aber es gibt durchaus Frauen in allen Bereichen.
Interessante Aufgaben
Akkodis ist ein Dienstleister, man macht halt immer das, was die Kunden haben wollen. Es gibt keine Kontinuität, keine Planbarkeit. Das hat gute und schlechte Seiten. Mir hat die Abwechslung gut getan, aber ich glaube nicht, dass das für jeden gilt. Es gab schon oft Projekte, die unprofessionell bearbeitet wurden, weil das Management Aufträge annimmt, ohne zu schauen, wo das Know-How dafür ist. Daran kann man persönlich wachsen, aber man hat auch oft den Eindruck, in einem Kindergarten zu arbeiten.

