Gehaltszahlungen verzögert, Druck bei Krankheit – keinerlei Respekt gegenüber Mitarbeitern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich den Zusammenhalt unter vielen Kolleginnen und Kollegen. Oft ist es genau diese Einsatzbereitschaft und das gegenseitige Unterstützen, die dafür sorgen, dass wir trotz aller Schwierigkeiten unsere Arbeit rechtzeitig erledigen konnten. Ohne die gute Zusammenarbeit und den Willen einiger Mitarbeitender wäre vieles nicht möglich gewesen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das größte Problem sehe ich klar in der Führung. Die Firma hätte eigentlich viel Potenzial und viele engagierte Mitarbeitende, doch durch mangelnde Struktur, schwache Kommunikation und Machtspiele seitens der Vorgesetzten wird dieses Potenzial verschenkt. Statt Transparenz und Respekt erleben die Beschäftigten Unsicherheit, Ungleichbehandlung und fehlende Wertschätzung. Genau deshalb bleibt die Firma weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht müsste die Firma grundlegend an ihrer Führungskultur arbeiten. Statt Machtkämpfe und persönliche Egos braucht es klare, respektvolle Kommunikation und eine transparente Struktur. Ein ernsthafter Investitionsplan in moderne Werkzeuge und bessere Arbeitsbedingungen wäre dringend nötig – nicht nur, um die Produktion effizienter zu machen, sondern auch um die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu schützen. Außerdem sollte endlich ein fairer, marktgerechter Lohn gezahlt werden, damit man nicht ständig das Gefühl hat, für weniger Geld mehr leisten zu müssen. Wenn die Firma ihr vorhandenes Potenzial wirklich ausschöpfen will, braucht es mehr Professionalität und echten Respekt gegenüber den Beschäftigten.
Arbeitsatmosphäre
für mich chaotisch und belastend. Zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden fand kaum Kommunikation statt, wodurch viele Prozesse unklar blieben. Aufgaben wurden oft falsch oder doppelt erledigt, nur weil niemand rechtzeitig informiert wurde. Am Ende führte dies zu Stress, Verwirrung und unnötigen Überstunden. Für mich war das ein sehr destruktives Umfeld, in dem man sich weder unterstützt noch respektiert fühlte.
Image
Obwohl die Firma auf Kununu 2023, 2024 und 2025 als ‚Top Company‘ bewertet wurde, kann ich diese Auszeichnung aus meiner Sicht nicht nachvollziehen. Für mich fehlt noch sehr viel, um tatsächlich ein ‚Top‘-Arbeitgeber zu sein. Nach außen wirkt das Image gegenüber Kunden durchaus positiv, intern zeigt sich jedoch ein völlig anderes, sehr enttäuschendes Bild. Viele langjährige Mitarbeitende sehen klar, wie stark die Firma an Qualität verloren hat. Das Potenzial wäre vorhanden – engagierte Kolleginnen und Kollegen gibt es genug –, doch es fehlt an Struktur und vor allem an einer Führung, die dieses Potenzial auch nutzt.
Work-Life-Balance
es war für mich katastrophal. Eigentlich wäre das Arbeitsvolumen im normalen Zeitrahmen zu schaffen, doch wegen permanenter interner Unordnung mussten regelmäßig Überstunden und sogar Samstagsdienste gemacht werden. Urlaub war kein klar geregeltes Recht, sondern hing stark davon ab, wie die Vorgesetzten einen persönlich einschätzten. Für mich ein klares Zeichen von fehlender Professionalität und fehlendem Respekt gegenüber den Mitarbeitenden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind in dieser Firma praktisch nicht vorhanden. Wer einmal in seiner Position anfängt, bleibt dort in der Regel für den Rest der Zeit – echte Entwicklungschancen gibt es nicht. In meiner Abteilung (Werkstatt) herrschte völlige Stagnation, und nach allem, was ich gesehen und gehört habe, ist es in anderen Bereichen nicht besser. Man muss sich damit abfinden, auf dem Niveau zu bleiben, auf dem man eingestellt wurde. Für motivierte Mitarbeitende, die sich entwickeln wollen, ist das extrem frustrierend.
Gehalt/Benefits
beim Gehalt und den Sozialleistungen war meine Erfahrung sehr negativ. Im Krankheitsfall hatte ich ernsthafte Probleme: Ich blieb einen ganzen Monat ohne Zahlung, obwohl die Firma genau darüber informiert war – das hat meine finanzielle Situation massiv belastet. Das Gehalt liegt ohnehin deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Zwar gibt es tatsächlich eine gewisse Freiheit, z. B. mal eine Zigarette zu rauchen oder einen Kaffee zu trinken. In der Praxis ändert das aber nichts daran, dass man genauso viel oder sogar mehr arbeiten muss – nur eben für weniger Geld.
Vorgesetztenverhalten
sehr problematisch. Mitarbeitende wurden nicht gleich behandelt – vieles hing davon ab, wie man persönlich eingeschätzt wurde. Besonders problematisch war ein Vorgesetzter, der ständig versuchte, mehr Einfluss auszuüben als der eigentliche Meister. Dieses Machtspiel vergiftete das Klima und führte zu ständigen Unsicherheiten. Von dieser Seite kamen auch Versuche, Beschäftigte zu manipulieren und gegeneinander auszuspielen. Klatsch und Gerüchte waren dadurch an der Tagesordnung, sodass man ständig aufpassen musste, was man wem sagte. Für mich ein absolut ungesundes Führungsverhalten.
Arbeitsbedingungen
unzureichend. Von Anfang an bekam ich nur gebrauchte Werkzeuge von Vorgängern, neue Ausstattung gab es nur nach langem Bitten – und selbst dann hing es stark davon ab, wie das Verhältnis zu bestimmten Vorgesetzten war. Die Arbeitsfläche war eng, der Boden beschädigt und schwer mit Palettenhubwagen befahrbar – Ordnung und Sauberkeit waren dadurch kaum möglich. Ständige Staubbelastung verschlechterte zusätzlich das Arbeitsumfeld. Anstatt in moderne Hilfsmittel zu investieren, die sowohl die Produktion erleichtern als auch die Gesundheit schützen würden, wurde hier gespart. Teilweise mussten Mitarbeitende schwere Lasten ohne geeignete Geräte tragen, obwohl dies mehrfach angesprochen wurde. Für mich völlig unzeitgemäß und gesundheitsgefährdend.
Kommunikation
in meiner Meinung sehr schlecht, vor allem von oben nach unten. Wichtige Informationen kamen oft viel zu spät oder nur halbherzig, was ein klares Zeichen von mangelndem Respekt gegenüber den Mitarbeitenden war. Transparenz der Führung existierte kaum – Entscheidungen wirkten häufig von Ego und Willkür geprägt, anstatt auf nachvollziehbarer Logik zu basieren. Feedback gab es praktisch nicht. Selbst positives Feedback von Kunden wurde bewusst zurückgehalten, was für mich ein klares Misstrauen zeigte. Mit direkten Vorgesetzten konnte man noch reden, aber auf höherer Ebene gab es keinerlei Offenheit für Dialog oder Veränderungen. Insgesamt eine sehr enttäuschende und respektlose Kommunikationskultur.