Ich gehe mit einem Trauma
Gut am Arbeitgeber finde ich
Früher top Arbeitgeber mit Perspektive, jetzt ist alles gegen die Wand gefahren. Um etwas positives zu sagen, das Gehalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ehemals guter Arbeitgeber. Nach einigen internen Umstrukturierungen und Wechsel ist es mittlerweile normal, dass ich einige Male weinend von der Arbeit nach Hause gekommen bin.
Hierarchie, Autorität, Kontrolle, Micromanaging, Druck, Profitgier prägen die Arbeit.
Verbesserungsvorschläge
Weg mit Kontrolle und Micromanaging.
Führungsstil überdenken.
Karrieremöglichkeiten schaffen und mehr Flexibilität.
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre ist gedrückt, da man dauernd zu spüren bekommt, wie wichtig KPIs und Zahlen sind. Bei Fehlern wird schnell mit dem Finger gezeigt und wird ausgesetzt. Aber bei Lob schmücken sich die von oben. Zusätzlich ist die Arbeit von Kontrolle und Micromanaging geprägt. Büropräsenz wird krankhaft erzwungen. Hintenrum passiert mehr als man denkt.
Image
Umsatz, Umsatz, Umsatz
Work-Life-Balance
Da man an KPIs und Zahlen gemessen wird und die Kontrolle der Vorgesetzten zu spüren bekommt, ist es schwer nach der Arbeit wirklich abzuschalten. Auch während des Urlaubs wurde mir indirekt gesagt, dass man verfügbar sein muss. Offiziell soll man natürlich seine Auszeit genießen, außer es ist dringend. Bedeutet übersetzt immer.
Zusätzlich kommen Unmengen an Aufgaben, die mit der eigentlichen Rolle nichts zu tun haben, da man Geld sparen möchte. Durch Micromanagement sitzt man am Ende noch länger dran, da man alles doppelt und dreifach machen muss. Am Ende bekommt man noch eingedrückt, dass man zu langsam ist, obwohl die Aufgabe nicht in die Tätigkeit der Rolle gehört.
Karriere/Weiterbildung
Wer nicht schleimt und die Ellenbogen ausfährt, wird es auch nicht mit den Pseudoweiterbildungen schaffen. Viele gute Mitarbeiter sind schon gegangen, da es keine weiteren Karrieremöglichkeiten gibt. Beförderungskriterien sind sehr undurchsichtig und werden auf Nachfrage mit viel inhaltslosen Bla Bla beantwortet.
Gehalt/Benefits
Früher gutes Gehalt, mittlerweile Standard. Benefits sind ok
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Pseudo, Greenwashing, existiert nicht, wenn Führungskräfte tagen
Kollegenzusammenhalt
Es wird sehr viel über- und untereinander über Kollegen hinter ihrem Rücken geredet. Es gibt wenige, die wirklich nett sind, weshalb Vertrauen schwer fällt. Die sehr Wenigen erleichterten mir das zu überstehen. Der Rest hat viele Ellenbogen oder ist gut im Schleimen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Frage sollte eher sein, wie der Umgang von älteren Kollegen mit den jüngeren Kollegen ist. Hierarchie wird groß geschrieben.
Vorgesetztenverhalten
Mit viel Angst verbunden, sodass positives ausbleibt ... Sehr geprägt von der alten Schule, Autorität und Hierarchie . Hier auch viel Ellenbogen und wer nicht schleimt ... Großes Machtgefälle gepaart mit Unterdrückung ... Aus Angst möchte ich mich nicht viel dazu äußern.
Arbeitsbedingungen
Ich habe nach der Arbeit öfters geweint. Das muss aussagekräftig genug sein.
Kommunikation
Ich wurde öfters ohne richtiges Briefing in Projekte reingeworfen, um dann Beschwerden vom Vorgesetzten zu erhalten, dass die Performance zu langsam und schwach sei.
Feedback erfolgt sehr von oben herab, autoritär und hierarchisch. Meinungen werden nicht respektiert, wenn man keine Führungsposition ausübt. Entscheidungen passieren ohne vorherige Absprache über einen hinweg, auch wenn diese einem selber betrifft.
Probleme werden still geschwiegen oder vermieden, sodass man "Feedback" über Dritte oder versteckt und gefällig erhält.
Kommunikationskanäle werden zunehmend erschwert und bürokratisiert. Anerkennungskanal für positives Feedback wurde abgeschaffen.
Gleichberechtigung
Ältere Kollegen werden von meiner Wahrnehmung aus bevorzugt, jüngere Kollegen kämpfen regelrecht um Anerkennung.
Interessante Aufgaben
Früher viele interessante Aufgaben, die durch Einführung von komplizierten Prozessen ersetzt wurden. Gegen Ende eintönige Aufgaben ohne viel Sinn und unnötigem Verkomplizieren und vor allem tracken

