Sehr entspannter Job, wenn man nicht auf Weiterentwicklung aus ist, sonst Finger weg.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sozialleistungen, sofern man darauf angewiesen ist bzw. von ihnen profitiert; wer das nicht tut, kann das Verhalten der Kollegen ausbaden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
IT-Ausrüstung ist unzumutbar; hier wird sowohl an den Endgeräten als auch an Infrastruktur gespart, wo es nur geht - stattdessen werden für alle Mitarbeiter Chat-GPT Lizenzen angeschafft ohne zu prüfen, wofür diese eingesetzt werden.
Kantine ist (kommend von anderen Versicherern) unterirdisch; insb. als Allergiker oder Vegetarier.
Als Weiterbildungsmaßnahmen werden Coaching-Seminare angeboten, die Kalendersprüche vermitteln.
Verbesserungsvorschläge
Modernisierung! Man spricht immer von Transformation, aber Vorschläge und Initiativen von Mitarbeitern werden (aus fadenscheinigen Gründen) nicht berücksichtigt. Stattdessen hält man an den alten Zöpfen fest - "das haben wir schon immer so gemacht".
Vorstände und Teile der Belegschaft sollten sich in den Ruhestand verabschieden, um die notwendigen Veränderungen zu ermöglichen. Geht man den aktuellen Weg weiter, so steht das Unternehmen in einigen Jahren vor weitaus größeren Problemen.
Homeoffice einschränken (insbes. für Führungskräfte). Das Unternehmen ist von 0 % Homeoffice vor Corona zu in Teilen komplett remote gewechselt, ohne den nötigen Kulturwandel zu vollziehen. Jetzt werden parallel Kinder betreut, Besorgungen gemacht und niemand stört sich daran, dass dies während der Arbeitszeit passiert.
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre innerhalb der Abteilungen ist gut, allerdings werden diese gegeneinander ausgespielt. Klare Anweisungen, wie Dinge zu erledigen sind. Low-Performer werden geschützt.
Image
Das Image versucht man nach außen durch Nachhaltigkeitsinitiativen und "moderne" Apps und Projekte zu verbessern; vergangene (aus heutiger Sicht) No-Gos werden aber weiter aufrechterhalten - Stichwort OLGA
Work-Life-Balance
Nahezu alle Freiheiten, die man möchte, insbesondere Homeoffice; führt allerdings zu schlechten Erreichbarkeiten (Kinder werden nebenher im Homeoffice betreut, etc.), Termine kann man ohne Angabe von Gründen problemlos absagen.
Karriere/Weiterbildung
Kaum Möglichkeiten, außer man steigt als Professional ein oder kann 25 Jahre warten.
Gehalt/Benefits
Gut bezahlt werden nur Neueinstellungen, entweder ganz ohne oder mit sehr viel Berufserfahrung. Wer 5-15 Jahre Berufserfahrung hat, wird unterbezahlt; insb. die internen Gehaltsentwicklungen hinken.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als Sein; nach außen versucht man sich an einem nachhaltigen Image, geschäftspolitische Entscheidungen werden allerdings ohne Berücksichtigung von sozialen oder Umweltaspekten getroffen.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenhalt unter den Kollegen gut; Kollegen schützen gegenseitig in ihrer Bubble.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden vor allem geschützt, auch wenn diese keine Tätigkeiten erledigen.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzter wird, wer am längsten im Betrieb ist (oder richtig vernetzt) - kann gut gehen, teils aber auch nicht. Dadurch wenig Entwicklungsmöglichkeiten und kaum Interesse an Veränderungen
Arbeitsbedingungen
Viel Homeoffice möglich, nahezu keine festen Arbeitszeiten. Kein Homeoffice im Ausland. Bürogebäude ist nicht zum Aushalten; hier könnte die Zahl der Arbeitsplätze deutlich reduziert werden, um ein angenehmeres Klima zu schaffen. IT-Ausrüstung für Mitarbeiter ist von vorgestern.
Kommunikation
Kommuniziert wird nur, was nicht relevant ist.
Gleichberechtigung
Frauen werden besonders unterstützt, außer auf höheren Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
Abhängig von Abteilung und Vorgesetzten

