Innovation? Wertschätzung? Transparenz? – Leider Fehlanzeige.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg:innen. Ohne sie würde der Laden nicht laufen – oder zumindest deutlich lauter knirschen.
Wer Eigeninitiative mitbringt und sich nicht abschrecken lässt, kann sich operativ frei entfalten – solange er keine Ressourcen braucht.
Führung mit Potenzial gibt es, sie ist nur leider gut versteckt hinter Hierarchiestufen.
Homeoffice Stand heute bis 3 Tage pro Woche, zusätzlich 2 Wochen vom europäischen Ausland.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit Mitarbeitenden wirkt häufig distanziert und wenig wertschätzend – gerade im Vergleich zu anderen Unternehmen.
Innovative Ideen haben es schwer, weil Ressourcen fehlen oder Entscheidungsprozesse zu lang dauern.
Karriere- und Entwicklungsperspektiven sind begrenzt, Weiterbildung findet nicht statt.
Viele engagierte Kolleg:innen wollen Dinge bewegen – werden aber durch fehlende Zuständigkeiten oder Prioritäten ausgebremst - einzige Lösung hier, auf zu neuen Ufern.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge
– Klare, ehrliche Kommunikation auf allen Ebenen
– Ressourcen bereitstellen statt kürzen
– Führung nach Qualifikation, nicht nach Nähe zur Geschäftsleitung
– Mitarbeiterentwicklung mit echtem Budget ermöglichen
– HR als verlässlichen Partner etablieren
– Strategie nicht nur verkünden, sondern auch umsetzen
– Anerkennung glaubwürdig leben – nicht simulieren
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist zunehmend geprägt von Überlastung, Unsicherheit und Frustration. Wertschätzung findet kaum statt – fachliche Leistung zählt nur bedingt, entscheidend ist, wer sichtbar ist.
Durch die hohe Fluktuation entsteht kein stabiles Teamgefühl, sondern eher ein Durchlaufbetrieb. Offenheit oder echtes Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führung ist selten – viele ziehen sich zurück oder machen „Dienst nach Vorschrift“.
In Summe: Die Atmosphäre wirkt erschöpft – nicht motivierend.
Image
Nach außen wird ein modernes, motivierendes Unternehmen präsentiert – intern ist davon wenig spürbar.
Kolleg:innen erzählen, es gab mal einen echten Vibe – heute hängen stattdessen überall Postkarten mit Motivationssprüchen, die niemand fühlt und eher belächelt werden.
Statt in leere Symbolik zu investieren, wäre das Budget in funktionierende IT oder eine ordentliche Firmenfeier deutlich besser aufgehoben.
Work-Life-Balance
Abhängig von der Führungskraft und dem Team. Grundsätzlich viel Eigenverantwortung – was gut sein kann, aber in Kombination mit struktureller Überlastung oft zu Selbstausbeutung führt.
Karriere/Weiterbildung
Faktisch nicht vorhanden. Es gibt kein Weiterbildungsbudget pro Mitarbeitendem (0 €). Selbst dringend notwendige Schulungen werden abgelehnt. Entwicklung erfolgt zufällig oder gar nicht.
Wer auf Förderung hofft, wird enttäuscht.
Gehalt/Benefits
Niedriges Einstiegsgehalt – und dann kaum Bewegung.
Mini-Erhöhungen (z. B. 50 € brutto) sind an übertriebene Bewertungsprozesse geknüpft, die eher demotivieren als würdigen.
Sozialleistungen, üblicher Standart im Vergleich mit anderen Firmen dieser Größe.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vorhanden in der Kommunikation – in der Praxis schwer erkennbar. Innovation wird nicht gefördert, nachhaltige Initiativen bleiben oft in der Idee stecken. Papiertrennung - hier noch nicht angekommen.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams meist gut – dort stützen sich die Mitarbeitenden gegenseitig, weil sonst niemand hinschaut. Abteilungsübergreifend wird’s schwierig: fehlende Transparenz, siloartige Strukturen und mangelnde Abstimmung führen zu Reibungsverlusten.
Bürohunde sind ab sofort verboten - kaum zu glauben im Jahr 2025.
Umgang mit älteren Kollegen
Nicht auffällig negativ, aber auch kein strategisches Thema.
Vorgesetztenverhalten
Führung geschieht meist auf Distanz – Entscheidungen werden zentralisiert, echte Einbindung der Teams findet kaum statt.
Einige Führungskräfte sind durchaus bemüht und hätten Potenzial, aber ihr Handlungsspielraum ist stark eingeschränkt. Der Vorstand trifft nahezu alle Entscheidungen, operative Führung wird zur Durchreiche.
Diversität ist ebenfalls ein Fremdwort: Der Frauenanteil im Management liegt bei allenfalls 5 % – eine moderne, vielfältige Führungskultur ist nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist insgesamt veraltet und nicht arbeitsgerecht.
Bürostühle teils über 15 Jahre alt, Hygienefaktor ohne Worte.
Hardware: Notebooks werden mehrfach durchgereicht – auch bei bekannten Defekten.
Headsets sind von einfacher Qualität, obwohl viele eng beieinandersitzen und auf gute Tonqualität angewiesen wären.
Ein Umzug steht an, vielleich wird die Chance auf Modernisierung des Ist-Zustands genutzt.
Kommunikation
Eines der größten strukturellen Probleme. Informationen werden verspätet, selektiv oder gar nicht weitergegeben. Mitarbeitende erfahren oft über Umwege von wichtigen Entscheidungen.
Besonders kritisch: In zentralen Business-Calls werden Mikros systematisch stummgeschaltet – Fragen müssen vorab eingereicht werden, nur ausgewählte werden beantwortet. Der Austausch ist einseitig und kontrolliert – Transparenz sieht anders aus.
Echte Dialogkultur? Fehlanzeige.
Gleichberechtigung
Formell wird Gleichbehandlung betont – faktisch sind Frauen deutlich benachteiligt.
Der Frauenanteil im Management liegt bei unter 5 %, Aufstiegschancen für weibliche Fachkräfte sind begrenzt.
Karriereentscheidungen wirken intransparent und stark netzwerkbasiert – Leistung allein reicht oft nicht aus.
Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion sind keine gelebten Werte, sondern bestenfalls leere Buzzwords in der Kommunikation.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten spannend und vielfältig sein – es gäbe mehr als genug relevante Themen, Innovationspotenziale und Optimierungsansätze.
Doch für die meisten Projekt fehlt das Budget, nur wenige exklusive Bereiche werden gefördert.
Eigeninitiative ist zwar theoretisch erwünscht, wird aber in der Praxis häufig ausgebremst – sei es durch fehlende Ressourcen, politische Prioritäten oder schlicht Desinteresse.
Viele gute Ideen verschwinden in der Schublade.