Alles in allem ganz okay
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zusammenhalt der Kollegen. Respektvoller Umgang. Stetige Innovati
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wochenendarbeit und Überstunden zu günstig/ häufig.
Verbesserungsvorschläge
Prämiensystem überdenken. Vorausschauendere Lohn- und Einstellungspolitik. Nicht zu sehr auf Zeitarbeit setzen bei einer im Schnitt nicht mehr so jungen Belegschaft. Perspektive der Azubis stärken.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt viele langjährige Mitarbeiter, aber auch viel Fluktuation/ Zeitarbeit. Das Prämiensystem in der Produktion stört viele Leute und bringt Probleme mit sich. Aufträge werden möglichst schnell abgeschlossen. Ob alles passt, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt zum Glück einen Betriebsrat, aber leider keinen Tarifvertrag. Das Unternehmen ist eine Siemens-Tochter und wirft für die Konzernmutter gute Erträge ab. Gleichzeitig wird man unter Druck gesetzt (Verlagerung/ Stellenabbau), genießt aber bei weitem nicht die Annehmlichkeiten, wie die Siemensianer. 40 statt 35h Woche, deutlich weniger Gehalt und Zulagen, keine Kantine, etc. Alles in allem eher ein billiger Zulieferer zum Konzern. Es gibt auch keine transparenten Gehaltsgruppen.
Image
Ganz gut in der Region.
Work-Life-Balance
Überstunden und Samstagsarbeit sind wegen der im Vergleich zu Siemens viel günstigeren Gehaltsstruktur einfach sehr billig und entsprechend häufig wird davon Gebrauch gemacht, als genug Personal aufzubauen. Lieber 5 Leute zu wenig, als eine Person zu viel. Intern kann oft mangels Qualifikation nicht nachbesetzt werden, extern darf nicht aufgrund starrer Siemens-Vorgaben. Deshalb bleiben Stellen teils lange unbesetzt, was zusätzlichen Stress aufbaut. Viele Kollegen arbeiten auch im Urlaub, was gar nicht geht.
Karriere/Weiterbildung
Abseits der Produktion ganz gut. Viele ältere Kollegen, es werden also ordentlich Plätze frei in den nächsten Jahren.
Gehalt/Benefits
Könnte deutlich besser sein. In der Produktion kann eigentlich keiner meckern. Aber für höher qualifizierte Jobs teils deutlich unter der EG Tabelle der IGM, das tut schon weh. Junge, motivierte Kollegen gehen meistens direkt nach der Ausbildung. Die Aktienoptionen trösten nur geringfügig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zertifizierung enthalten. Innovationen kommen regelmäßig von Seiten Siemens und aus der eigenen Belegschaft. Aber wie oben geschrieben, leider alte, nicht isolierte Hallen.
Kollegenzusammenhalt
Top! Durchweg nette Kollegen, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen. Diese werden aber vom Betriebsrat auf Fehlverhalten direkt angesprochen, sollte es mal vorkommen. Schlichtende Gespräche sind so immer möglich. Auch die Führungsriege ist bodenständig.
Umgang mit älteren Kollegen
Hervorragend. Sehr respektvoll. Viele Kollegen erreichen hier anständig das Rentenalter. Ältere Kollegen kommen auch noch regelmäßig auf die Weihnachtsfeier.
Vorgesetztenverhalten
Immer tadellos. Ist in allen Abteilungen, die ich besser kenne ebenfalls so.
Arbeitsbedingungen
Einige Bereiche sind sehr laut oder heiß. Die Fabrik liegt insgesamt sehr nah an der Bundesstraße. Die Blechhallen haben keine Isolierung, entsprechend heiß wird es im Sommer. Da muss langfristig schon was gemacht werden. Auch das Heizen der zugigen Hallen verschlingt große Mengen Energie/ Geld.
Kommunikation
Sehr offene und professionelle Kommunikation.
Gleichberechtigung
Rassistische Kommentare gab es unter vier Augen, aber bei einem so großen Anteil an dringend benötigten und sehr Wert geschätzten tschechischen Kollegen und Kollegen aus anderen Ländern plus dem aktiven Betriebsrat war es sehr angenehm. Hab ich schon deutlich schlimmer erlebt. Die Führungsriege besteht wie so oft nur aus Männern, aber es gibt auch viele starke und respektierte Frauen in der Firma.
Interessante Aufgaben
Es werden hald Blechschränke und keine Flugzeuge oder Autos gebaut. Entsprechend übersichtlich sind auch die Abläufe. Klar gibt es viele Varianten und Besonderheiten, aber nach einer gewissen Zeit hat man alles gesehen.