Gut am Arbeitgeber finde ich
Vertrauen kann man sich erarbeiten, die meisten Arbeitskollegen helfen einem sofort bei Problemen. Der Lohn ist überragend, Pausenzeiten sind sehr gut, die Meister sind immer gute Ansprechpartner. Keiner dreht einem einen Strick draus, wenn man mal aufs Handy schaut oder mit jemandem Quatscht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unflexible Arbeitszeiten, wenig Dankbarkeit an die produzierenden Arbeiter. Man hört öfters mal ein „Dankeschön“. Aber dass der Chef eine Brotzeit zahlt oder Gehaltsboni gibt ist eine Seltenheit. Arbeit ist oft eintönig, man muss viel beharren und nachfragen für Abwechslung.
Verbesserungsvorschläge
Geschäftsleitung, Azubis und Ausbilder sollten zusammen einen Ausbildungsplan entwerfen, der auch für Abi und Auto/Verkürzen eine geeignete Lösung vorsieht.
Arbeitsatmosphäre
Unter den Azubis gibt es meistens ein gutes Miteinander. Man kommt nicht immer mit jedem klar, aber im großen und ganzen passt alles . Azubi Ausflüge gibt es maximal einmal im Jahr, alibihalber wird alle paar Monate mal eine Azubibesprechung mit dem Ausbilder arrangiert. Meistens immer 1/2 Monate lang nach September, dann wird das wieder vernachlässigt. Firmenausflüge und dergleichen sind extrem selten.
Karrierechancen
Extrem flache Hierachie. Höhere Positionen werden nur ca alle 10 Jahre frei, wenn jemand in Rente geht oder kündigt. Die Chance als Geselle aufzusteigen ist nahe 0.
Arbeitszeiten
Mo- Do 07:00 - 16:45
Fr 07:00 - 12:15
Mal früher gehen ist kein Problem, aber Gleitzeit oder ähnliches gibt es nicht. Überstunden muss man eigentlich kaum machen, wenn dann freiwillig.
Ausbildungsvergütung
Für Azubis fast schon zu viel, für das was wir leisten. Meistens verdient man in der Berufsschulklasse von allen das meiste. Dafür ist der Sprung von Azubi zu Geselle nicht groß.
Die Ausbilder
Der Kfz Ausbilder ist unbeschreiblich unfähig. Angefangen von spontanen Wutausbrüchen bei kleinsten „Schwierigkeiten“, die Bereitschaft den Azubis eiskalt ins Gesicht zu
lügen, die Unfähigkeit seinen Job als Ausbilder nachzugehen, etc. Oft muss man mit Wünschen oder Anträgen tage/wochenlang hinterherlaufen. Die Bereitschaft in vielen
Situationen zu lügen ist auch gegeben, angefangen bei „Ich unterstütze dich bei xy“.
Sein Ausbildungsplan ist komplett unflexibel. Lieber wird ein Azubi, der Abi und Auto macht oder verkürzt, links liegen gelassen, als dass der Ausbildungsplan angepasst wird.
Spaßfaktor
Viele nette und hilfsbereite Kollegen, allerdings auch viele „man muss aufpassen was man sagt“ Fälle. Grade als Auszubildender sehr oft eine Gradwanderung. Ab und zu wird man in Fahrzeugen mal mitgenommen, wenn man ganz viel Glück hat darf man auch mal selbst fahren.
Aufgaben/Tätigkeiten
Grade in der Produktion unfassbar zäh und Eintönig. Neuwägen zu produzieren ist hier das A und O. Leider verbringt man hier die meiste Zeit in der Lehre. In anderen Abteilungen ist dann mehr Abwechslung und Lerneffekt.
Variation
In den jeweiligen Abteilungen relativ abwechslungsreich. Produktion, Schlosserei und Maschinenabteilung brechen einen aber
auf Dauer den Lebenswillen. Ein halbes Jahr feilen, ein halbes Jahr drehen/fräsen direkt im ersten Lehrjahr ist nicht den Erwartungen gerecht, mit denen man ins erste Lehrjahr KFZler startet
Respekt
Typische Einstellung eines Azubis im Handwerk. Manche lassen die Traumatas aus ihrer eigenen Lehre an einem aus, andere behandeln einen wie einen normalen Azubi, manchmal sogar wie ein Mensch ^^