2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das Team an sich.
- Führungskultur überdenken: Vertrauen statt Micromanagement
- Strukturierte Einarbeitung: Neue Kolleg*innen nicht ins kalte Wasser werfen.
- Verbindlichkeit bei Zusagen
- Work-Life-Balance ernst nehmen: Klient*innenzahlen auf ein gesundes Maß reduzieren und die Erreichbarkeit in der Freizeit respektieren
- Respektvollen Umgang mit Mitarbeitern
Ich habe die Atmosphäre insgesamt als zwiespältig erlebt. Einerseits habe ich die Arbeit mit den Klientinnen als fachlich bereichernd empfunden, und auch den Zusammenhalt im Team habe ich überwiegend als sehr positiv wahrgenommen.
Andererseits habe ich den Führungsstil als belastend erlebt. Für mein Empfinden war die Stimmung häufig angespannt und von einem gewissen Druck sowie einem ausgeprägten Kontrollbedürfnis geprägt. Ich hatte dabei oft das Gefühl, dass Vertrauen eine geringere Rolle spielte. Dadurch habe ich es so erlebt, dass die Sorge vor Fehlern teilweise stärker im Vordergrund stand als die Freude an der an sich sehr erfüllenden Tätigkeit.
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Die Work-Life-Balance empfand ich als unzureichend. Entgegen den Zusagen im Bewerbungsgespräch, die Arbeitszeit flexibel gestalten zu können, bestand in der Praxis eine klare Erwartung, bereits ab 8:00 Uhr morgens erreichbar zu sein. Überstunden wurden dabei als selbstverständlich vorausgesetzt.
Die hohe Taktung von teilweise 10 bis 20 Klient*innen wirkte sich aus meiner Sicht negativ auf die Versorgungsqualität aus und stellte zugleich eine erhebliche Belastung für die Mitarbeitenden dar. Zudem herrschte eine Unternehmenskultur, in der selbst das Einhalten der vertraglich vereinbarten 40-Stunden-Woche kritisch kommentiert wurde (häufig verbunden mit dem impliziten Vorwurf mangelnder Belastbarkeit).
Eine gesunde Trennung zwischen Berufs- und Privatleben war unter diesen Bedingungen für mich kaum möglich.
Zu dem Punkt kann ich keine Angaben machen, da während meiner Zeit im Unternehmen keine entsprechenden Angebote oder Gespräche dazu stattfanden
Das Gehalt empfand ich im Hinblick auf die hohe Verantwortung und die tägliche Schlagzahl an Klient*innen als nicht angemessen; es lag nach meiner Wahrnehmung eher im unteren Branchenbereich. Zudem gab es keine nennenswerten Benefits. Besonders enttäuschend war für mich die Unverbindlichkeit von Zusagen aus dem Bewerbungsprozess: Ein in Aussicht gestelltes (E-)Bike-Leasing wurde nie realisiert. Auch die Ankündigung eines 13. Monatsgehalts entsprach in der Realität nicht den Erwartungen, da die tatsächliche Auszahlung weit hinter einer vollen Monatsvergütung zurückblieb. Zusagen aus dem Einstellungsgespräch wurden somit leider nicht verlässlich eingehalten.
Trotz der Tatsache, dass man in dieser Tätigkeit viel allein unterwegs war, empfand ich den Zusammenhalt unter den Kolleg*innen als super.
Das Vorgesetztenverhalten war geprägt von einem sehr hohen Kontrollbedürfnis und mangelndem Vertrauen gegenüber den Mitarbeitenden. Ich nahm den Führungsstil als sehr engmaschiges Micromanagement wahr, bei dem selbst technische Details oder Arbeitsabläufe ständig kritisch hinterfragt wurden.
Anstatt einer wertschätzenden Begleitung erlebte ich eine Kommunikation, die oft auf Druck und Einschüchterung setzte. Kritik wurde regelmäßig vor dem Team geäußert, wobei auch mit unüblichen Sanktionen oder arbeitsrechtlichen Schritten gedroht wurde. Ein offener Dialog auf Augenhöhe war aus meiner Sicht kaum möglich, da Einwände oder Sachfragen der Mitarbeitenden häufig als mangelnde Belastbarkeit oder Desinteresse ausgelegt wurden.
Positiv hervorzuheben war die Ausstattung mit hochwertigen Dienstfahrzeugen, was den Arbeitsalltag unterwegs angenehm gestaltete.
Im starken Gegensatz dazu stand jedoch die interne Organisation
Der Austausch unter den Kolleg*innen verlief sehr gut und war von gegenseitiger Unterstützung geprägt.
Die Kommunikation mit der Geschäftsführung empfand ich hingegen als schwierig. Der Tonfall war in meiner Wahrnehmung oft belehrend und wenig wertschätzend. Kritik wurde häufig impulsiv geäußert, was ich als Kommunikation "von oben herab" wahrnahm. Zudem empfand ich die internen Absprachen als sehr widersprüchlich: Oftmals wurden Erwartungen formuliert, deren Umsetzung später jedoch infrage gestellt wurde. Dies führte regelmäßig zu Missverständnissen und Vorwürfen gegenüber den Mitarbeitenden
Nach meinem Empfinden wurden alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht oder Hintergrund gleichbehandelt
Die eigentliche Tätigkeit mit den Klient*innen war fachlich anspruchsvoll und erfüllend. Wer gerne eigenständig arbeitet, fand hier ein spannendes Aufgabenfeld vor.
Leider wurde das Potenzial der Aufgaben durch die Rahmenbedingungen gemindert. Es gab keine strukturierte Einarbeitung, sodass man sich viele Prozesse mühsam eigenständig erarbeiten musste.