Enttäuschung auf ganzer Linie
Gut am Arbeitgeber finde ich
leider nichts.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitgeber überzeugt weder durch Führungskompetenz noch durch Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden. Missachtung von Datenschutz, chaotische Abläufe, mangelnde Kommunikation und fehlende Fürsorge prägen den Alltag. Wer auf ein respektvolles, strukturiertes und faires Arbeitsumfeld hofft, wird enttäuscht. Diese Erfahrung war ernüchternd – ein klarer Hinweis, sich bei der Berufswahl sorgfältig zu informieren.
Verbesserungsvorschläge
Es sollte eine vertrauensvolle und kompetente Führungskultur etabliert werden – dazu zählen gleichberechtigte Behandlung, transparente Entscheidungen und der respektvolle Umgang mit Mitarbeitenden. Der Datenschutz muss konsequent eingehalten werden, insbesondere im Umgang mit sensiblen Krankheitsinformationen.
Ein strukturiertes Onboarding sowie klare Verantwortlichkeiten würden helfen, die chaotischen Arbeitsabläufe zu ordnen. Ein objektives Zeiterfassungssystem ist dringend nötig, um Überstunden nachvollziehbar zu machen und einen fairen Ausgleich zu ermöglichen.
Die Personalabteilung sollte ihrer Fürsorgepflicht aktiv nachkommen und bei Konflikten neutral vermitteln, statt Mitarbeiteranliegen zu ignorieren. Arbeitsmittel müssen hygienisch und funktionsfähig bereitgestellt werden – besonders am ersten Arbeitstag.
Arbeitsatmosphäre
Frostige Fassade, falsches Spiel. Vorne freundlich, hinten hinterlistig – Heuchelei als täglicher Begleiter. Wer Ehrlichkeit sucht, wird bitter enttäuscht.
Image
Außen hui – innen Frust
Wer nach nur sechs Monaten Betriebszugehörigkeit schon als „altes Eisen“ abgestempelt wird, merkt schnell, dass oberflächlicher Glanz echte Wertschätzung nicht ersetzt. Ich habe beobachtet, dass viele Kolleg:innen das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen – das spricht Bände über die tatsächliche Stimmung und Arbeitskultur.
Work-Life-Balance
Ein Fremdwort im Alltag. Ohne Zeiterfassung - es läuft alles auf Vertrauen – allerdings meist einseitig: Überstunden sind häufig, deren Abbau wird teilweise kritisch gesehen oder behindert. Manchmal durfte ich den Arbeitstag erst nach Rücksprache mit der Führungskraft beenden, wodurch 12- bis 14-Stunden-Tage keine Seltenheit waren. Beim Austritt hatte ich den Eindruck, dass die geleistete Mehrarbeit plötzlich relativiert wurde – als sei sie nie Thema gewesen.
Kollegenzusammenhalt
Nur Fassade ohne echten Rückhalt.
Die Zusammenarbeit wirkt zunächst freundlich und kollegial, entpuppt sich aber bei Konflikten als brüchig. Micromanagement ist an der Tagesordnung, persönliche Anliegen finden wenig Beachtung. Bei Schwierigkeiten wird man schnell ausgegrenzt – Lästereien und verzerrte Darstellungen gelangen oft gezielt an Vorgesetzte. Ein echtes Miteinander fehlt.
Vorgesetztenverhalten
Datenschutz Fehlanzeige - Führungskräfte zeigen Bevorzugung einzelner Kolleg:innen und wirken oft überfordert in der Teamleitung. Entscheidungen erscheinen willkürlich, und ich hatte den Eindruck, dass vertrauliche Informationen – insbesondere über Krankheitsgründe – nicht diskret behandelt und intern weitergetragen wurden.
Mitarbeitenden begegnet man häufig mit Misstrauen: Aufgaben gelten pauschal als „nicht erledigt“, selbst wenn klare Belege vorgelegt werden – diese wurden in meinem Fall mit Aussagen wie „Ich will das nicht sehen, ich glaube dir nicht“ abgetan. Nach Krankheitsphasen wurde mir unterstellt, ich sei nur zuhause geblieben, weil „viel zu tun war“.
Auch nachdem ich HR direkt informiert hatte, blieb aus meiner Sicht jede Reaktion aus. Die Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeitenden wurde nicht wahrgenommen – das Wohlergehen schien keine Rolle zu spielen.
Arbeitsbedingungen
Am ersten Tag gab es einen Laptop mit krustigen Essensresten in allen Ritzen – ein klares Zeichen für mangelnde Sorgfalt, Hygiene und Wertschätzung
Kommunikation
Kommunikation? Fehlanzeige. Vorgesetzte halten Monologe, biegen sich die Realität zurecht und konstruieren Vorwürfe aus Luft. Wer auf sachlichen Dialog hofft, erlebt stattdessen Verdrehung, Beleidigungen und Ignoranz.
Interessante Aufgaben
Fehlstart garantiert - Eine strukturierte Einarbeitung? Fehlanzeige. Neue Mitarbeitende werden mit den Worten „Sieh zu, wie du klarkommst – geht allen so“ sich selbst überlassen. Klare Zuständigkeiten oder nachvollziehbare Prozesse fehlen, stattdessen herrscht täglich Chaos und Orientierungslosigkeit. Wer motiviert starten will, wird direkt ausgebremst.