Gut am Arbeitgeber finde ich
Die eigentliche Tätigkeit - Logistik, Eisenbahn und Softwareentwicklung. Wahrer Innovationstreiber und mehrwertschaffende Tätigkeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hierarchischen Strukturen und die vielen Regeln.
Verbesserungsvorschläge
Gleitzeit sofort und von Anfang an.
Fehlerkultur - man muss seine eigenen Fehler zugeben können ohne dafür verbal abgestraft zu werden oder als "nicht fähig" betrachtet zu werden - das ist mein größter Kritikpunkt.
Entsprechende Leistungen von entsprechender Bezahlung erwarten.
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeiter sind freundlich im Umgang, Führungskräfte unterschiedlich - meine Führungskraft verhielt sich mir gegenüber teilweise freundlich, teilweise abwertend
Work-Life-Balance
Keine Überstunden. Pausen zwischendrin möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für Logistikbranche hohes Umweltbewusstsein.
Kollegenzusammenhalt
Schlecht Reden der Arbeitsergebnisse trotz ausgeprägter Commit-History im Git und schnell funktionierenden Anwendungen.
Vorgesetztenverhalten
Geschäftsführerin ist freundlich und engagiert. Meinung: Meine Führungskraft konkret war recht fordernd und wollte für Handwerker-Mindestlohn (Gesellenbrief) Arbeitsergebnisse eines Junior-Developers. Bei Nachfragen wurde dies, meines Erachtens nach, durch testosterongeladene Sprüche als mangelndes Fachwissen abgetan. Von mir wurde mehr gefordert, als auf dem Lebenslauf stand - hätte ich bei entsprechendem Nacharbeiten aber leisten können.
Arbeitsbedingungen
Angenehm und ruhig. Ein Großraumbüro ist zwar vorhanden, aber man versucht durch kleinere Trennwände dem geringen Lärm Einhalt zu gebieten (der durch Pair-Programming Calls/Projektmanager im Call zu Stande kommt). Homeoffice teilweise möglich (bei mir nicht). Ausfahrbare Schreibtische, ergonomische Arbeitsstühle und professionelle Bereitstellung von IT-Equipment. Die Sysadmins sind sehr hilfsbereit.
Gehalt/Benefits
Meine Werkstudententätigkeit wurde zwar im Vergleich überdurchschnittlich gut bezahlt dafür aber auch Arbeitsergebnisse eines Junior-Developers erwartet.
Gleichberechtigung
In meinem Team, meines Erachtens nach, klar hierarchisch. Andere Teams möglicherweise anders. Teilweise ähnlich wie Bundeswehr-Heer/Arbeit bei Volkswagen am Fließband:
1. Arbeitsergebnisse sind dem Vorgesetzten schnell und prägnant vorzutragen.
2. Kleiderordnung ist zwar offiziell Casual (es gibt keine) - aber ich würde Business Casual (also sauberes Hemd, Businessjeans, saubere unauffällige Straßenschuhe) empfehlen um sich ins Team zu integrieren - unauffällige Outdoorkleidung ist wahrscheinlich auch noch in Ordnung.
3. Bei Nachfragen überlegen, was genau man fragt und sich kurz halten ("Fragenhagel" um jeden Fall vermeiden). Diskurs ist unpassend
4. zügiges Arbeiten
5. Exakte Pünktlichkeit (ähnlich wie Personal des öffentlichen Nahverkehrs) war ihnen bei mir sehr wichtig. Auch wenn kein Termin ansteht pünktlich sein, damit man abrufbereit ist.
Für ein Großstadt-IT-Unternehmen für meinen Geschmack nicht das richtige. Ich kann so nicht zu 100% produktiv arbeiten. Brauche Zeit um komplexere Lösungen implementieren zu können und muss offen mit der Führungskraft im relaxten Setup, ähnlich wie im Forschungsbetrieb, reden können. Starker Fokus auf Pünktlichkeit hat mich gestresst.
Interessante Aufgaben
Schönes Projekt, den Güterverkehr Deutschlands verbessern zu dürfen. Ethisch und moralisch einwandfreie Tätigkeit.