Viel Verantwortung, keine Wertschätzung – wenn Engagement als selbstverständlich angesehen wird
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die engagierten Kollegen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, und die Möglichkeit, Menschen unterschiedlicher Herkunft kennenzulernen. Auch die abwechslungsreichen Aufgaben haben mir gefallen. Leider waren diese positiven Erfahrungen hauptsächlich meinen Kollegen und der Tätigkeit selbst zu verdanken und weniger der Führung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den mangelnden Respekt, die fehlende Wertschätzung und die unprofessionelle Führung. Ständiger Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, kurzfristige Dienstplanänderungen und schlechte Kommunikation machten den Arbeitsalltag unnötig stressig. Mein Ehrgeiz und meine Bereitschaft, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, wurden als selbstverständlich angesehen, ohne entsprechende Anerkennung oder Vergütung. Besonders inakzeptabel fand ich, angeschrien und selbst bei gesundheitlichen Angelegenheiten unter Druck gesetzt zu werden. Mitarbeiter sollten als Menschen behandelt werden und nicht nur als Arbeitskräfte.
Verbesserungsvorschläge
Aramark sollte stärker darauf achten, wie Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern umgehen, und sicherstellen, dass Respekt, Fairness und Professionalität nicht nur versprochen, sondern auch gelebt werden. Die Personalplanung muss verbessert, Dienstpläne müssen verlässlicher und Vergütungen, Trinkgelder, Überstunden sowie Urlaubsansprüche transparent geregelt werden. Engagierte und ehrgeizige Mitarbeiter dürfen nicht als selbstverständlich angesehen werden. Zusätzliche Verantwortung sollte mit angemessener Anerkennung, Vergütung und echten Karrierechancen verbunden sein. Vor allem sollte das Unternehmen die Anliegen seiner Mitarbeiter ernst nehmen und Führungskräfte für ein gesundes und respektvolles Arbeitsumfeld zur Verantwortung ziehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war häufig angespannt, stressig und emotional belastend. Trotz des ständigen Personalmangels haben die Mitarbeiter täglich ihr Bestes gegeben, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Anerkennung und Wertschätzung waren jedoch selten, während Kritik und Unzufriedenheit an der Tagesordnung standen. Anstatt sich unterstützt und motiviert zu fühlen, hatte ich häufig das Gefühl, unter Druck gesetzt und nicht ausreichend geschätzt zu werden. Der Zusammenhalt mit engagierten Kollegen war einer der wenigen positiven Aspekte.
Image
Aramark präsentiert sich als großes, professionelles und internationales Unternehmen, doch meine Erfahrungen entsprachen diesen Standards nicht. Schlechte Führung, mangelnde Wertschätzung und anhaltende Personalprobleme haben mein Bild vom Unternehmen negativ geprägt. Ein guter Ruf sollte darauf basieren, wie Mitarbeiter tatsächlich behandelt werden, und nicht nur auf den Versprechen des Unternehmens.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war äußerst schlecht. Trotz meines Teilzeitvertrags mit 32 Wochenstunden kam es häufig zu kurzfristigen Dienstplanänderungen, vielen aufeinanderfolgenden Arbeitstagen und ständigem Druck, aufgrund des Personalmangels flexibel zu bleiben. Die Planung des Privatlebens war dadurch schwierig, und betriebliche Bedürfnisse schienen oft wichtiger zu sein als die Freizeit der Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Mein Ehrgeiz und meine Bereitschaft, mich beruflich weiterzuentwickeln, wurden als selbstverständlich angesehen, anstatt wertgeschätzt zu werden. Ich wurde wiederholt gebeten, zusätzliche Aufgaben und Verantwortung außerhalb meines eigentlichen Tätigkeitsbereichs zu übernehmen, ohne dafür eine zusätzliche Vergütung, Anerkennung oder echte Aufstiegsmöglichkeiten zu erhalten. Anstatt meine Entwicklung zu fördern, wurde meine Motivation aus meiner Sicht hauptsächlich dazu genutzt, mir mehr Arbeit zu übertragen, ohne meinen Einsatz entsprechend zu honorieren.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt stand meiner Meinung nach nicht im angemessenen Verhältnis zur Arbeitsbelastung, zusätzlichen Verantwortung und erwarteten Flexibilität. Zudem fehlte es an Transparenz bei der Trinkgeldverteilung, Feiertagsvergütung und Abrechnung des Resturlaubs. Ich habe persönlich Unklarheiten und Unstimmigkeiten bei diesen Zahlungen erlebt. Von einem Unternehmen dieser Größe hätte ich eine fairere Vergütung und klarere Kommunikation über Arbeitnehmeransprüche erwartet.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten meiner Kollegen waren engagiert, hilfsbereit und zuverlässig. Trotz ständigem Personalmangel und hohem Arbeitsdruck haben wir uns gegenseitig unterstützt, um den Betrieb am Laufen zu halten. Leider wirkten sich die fehlende Unterstützung und Wertschätzung seitens der Führung oft negativ auf die Stimmung im Team aus. Das Team hätte deutlich bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung verdient.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meiner direkten Führungskraft war einer der Hauptgründe für meine Unzufriedenheit. Ich habe persönlich erlebt, dass ich angeschrien und respektlos behandelt wurde. Ständige Kritik und mangelnde Wertschätzung prägten meinen Arbeitsalltag. Selbst bei einem wichtigen Arzttermin fühlte ich mich unter Druck gesetzt statt unterstützt. Mitarbeiter verdienen eine professionelle Führung, Respekt und Verständnis statt Einschüchterung und Angst, Probleme anzusprechen.
Kommunikation
Die Kommunikation seitens der Führung war häufig unprofessionell, respektlos und unklar. Wichtige Informationen zu Dienstplänen, Vergütung und Arbeitnehmerrechten wurden nicht immer transparent vermittelt. Statt konstruktiver Gespräche gab es häufig Kritik und Druck. Ich wurde persönlich angeschrien, sogar im Zusammenhang mit wichtigen gesundheitlichen Angelegenheiten. Respektvolle Kommunikation und Verständnis haben deutlich gefehlt.
Gleichberechtigung
Das Team bestand aus Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Hintergründe, was ich sehr geschätzt habe. Allerdings hatte ich nicht immer das Gefühl, dass alle Mitarbeiter von der Führung gleich und fair behandelt wurden. Meiner Erfahrung nach wurden Anerkennung, Respekt und Unterstützung nicht allen gleichermaßen entgegengebracht, unabhängig davon, wie viel Engagement sie zeigten.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und interessant, darunter Gästebetreuung, Koordination, organisatorische Tätigkeiten und zusätzliche Verantwortung über meine eigentliche Position hinaus. Ich habe gerne Eigeninitiative gezeigt und mehr geleistet als erwartet. Leider wurden mein zusätzliches Engagement und meine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, von der Führung kaum anerkannt oder wertgeschätzt.