Viele Versprechen, wenig Umsetzung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Kein Backup aufgrund kleiner Teamgröße und begrenzter Ressourcen
- Begrenzte Lernmöglichkeiten, eher Erwartungshaltung, von Anfang an zu liefern
- Erwartung aus Recruiting Prozess und Jahreszielgesprächen hat sich nicht erfüllt - große Worte, kleine Taten
Arbeitsatmosphäre
- Zwischen Team und Führungskraft teils ambivalente Kultur: Hohe Eigenständigkeit und Lösungsfindung mit wenig Support sowie mangelnder Umgang mit Kritik oder Fehlern
- Vertrauensarbeitszeit mit flexibler Gestaltung, jedoch implizit einkalkulierten Überstunden sowie spürbare Kontrolle (z. B. bzgl. Arbeitszeit/Anwesenheit)
- Remote-Struktur bietet Flexibilität und Zeitersparnis, gleichzeitig erschwert sie Teamzusammenhalt und den informellen Austausch; begrenzter Zugang zu Co-Working Spaces möglich
Kommunikation
- Klare Kommunikation zu laufenden Aufgaben, Projektstatus und Staffing
- Regelmäßige Leistungsbeurteilungen nach Projekteinsätzen, die direkt in die variable Vergütung einfließen
- Wenig Transparenz zu Unternehmenszielen und zur unterjährigen Geschäftsentwicklung, obwohl diese ebenfalls die variable Vergütung beeinflussen
Kollegenzusammenhalt
- Grundsätzlich freundlicher Umgang und offener Austausch im Team; Hilfsbereitschaft auf gleicher Ebene
Work-Life-Balance
- Vertrauensarbeitszeit ohne Ausgleich von Überstunden; Arbeitsbelastung durch kleines Team häufig hoch
- Erwartete hohe Flexibilität und ständige Erreichbarkeit, insbesondere bei Kundenprojekten und Proposal-Phasen
- Weniger Leistungsdruck außerhalb aktiver Projekte, jedoch weiterhin hoher Einsatz für interne Themen („kein On-the-Beach“)
- Hohe Reisebereitschaft erforderlich (keine eigenständige Planung); Urlaubsplanung wird weitgehend berücksichtigt, mit festen Betriebsferien im Winter und teils im Sommer
Vorgesetztenverhalten
- Ausgeprägtes Mikromanagement: Aufgaben sollen nach der bevorzugten Vorgehensweise der Führungskraft erledigt werden, aber ohne klare Anleitung im Voraus
- Mehrmals tägliche Zwischenstand-Updates und Detailkontrolle, wodurch selbstständiges Arbeiten eingeschränkt wirkt
- Oftmals Kritik an Kleinigkeiten ohne wesentlichen Einfluss auf das Endergebnis, aber Negativmerkmale in Evaluation
- Rollenvereinigung in einer Person (Vorgesetzter, HR und Kolleg*in) - mal freundschaftliches, mal distanziert-professionelles Verhältnis
Interessante Aufgaben
- Abwechslungsreiche Aufgaben mit hohem kognitiven Anspruch; eigenständige Erarbeitung von Lösungen gehört zum Alltag
- Sehr steile Lernkurve und frühe Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen
- Startup-ähnliches Umfeld mit Chancen für Auslandseinsätze innerhalb der Unternehmensgruppe
- Tätigkeiten häufig operativer Natur und weniger strategisch ausgerichtet als in klassischen Management-Beratungen
Gehalt/Benefits
- Vergütung im Branchenvergleich eher unterdurchschnittlich; generell strikte Kostendisziplin (u. a. bei Reisen, Benefits, Boni).
- Bonusmodell wenig transparent: theoretisch attraktive Zielhöhe, in der Praxis jedoch schwer erreichbar durch hohe Sensitivität und anspruchsvolle Bewertungskriterien.
- Sozialleistungen wie Altersvorsorge wirken auf den ersten Blick attraktiv, die konkrete Ausgestaltung bietet jedoch wenig Mehrwert für Mitarbeitende.
- Angespannte Gehalts- und Bonusgespräche
Image
- Boutique Unternehmensberatung mit starker Positionierung in Frankreich
Karriere/Weiterbildung
- Individuelle Karrierepfade ohne feste Zeitvorgaben je Hierarchiestufe oder regelmäßige Performance-Reviews (kein klassisches Up-or-Out); Entwicklung erfolgt stark abhängig von Leistungsbeurteilungen des Vorgesetzten.
- Voraussetzung, dass Mitarbeiter für ungewisse Zeit in Vorleistung gehen - mit offenem Ausgang für Karriere- oder Gehaltssprünge