Nicht für Berufseinstieg empfohlen. Vor Allem in den neuen Technologien
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn sich oben genannte Punkte ändern hat diese Firma großes Potential, allerdings sind die notwendigen Änderungen zu grundlegend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ersetzbarkeitsmentalität, Strukturblindheit, fehlende Initiativfreudigkeit. Es würde mich nicht wundern, wenn die Firma in den nächsten zwei-drei Jahren vom Mutterkonzern Mitsui Chamicals "umstrukturiert" würde. Kein gutes Zeichen ist vor Allem, dass diese Symptome vor Allem auch in den neueren Arbeitsumfeldern vorhanden sind. Außerdem ist die Firma derzeit stark von Kurzarbeit betroffen.
Verbesserungsvorschläge
Radikale Umstrukturierung. Man kann es leider kaum anders sagen.
Arbeitsatmosphäre
Man kann ein gutes Team erwischen, aber wenn das nicht der Fall ist, wird eine gute Atmosphäre leider nur dann unterstützt wenn es der Firma gut geht oder die Führungskraft viel Aufwand dafür tätigt. Das wird leider immer seltener. Leider ist derzeit vor Allem in den Wachstumsbereichen ein komisches Miteinander Normalität geworden, was schade ist, weil man sehr schnell das Gefühl bekommt, erstetzbar zu sein.
Image
Die Mitarbeiter sehen diese Firma mehrheitlich leider auch nicht wirklich in gutem Licht.
Work-Life-Balance
Das hier ist der vermutlich beste Punkt. Elternteilzeit etc werden auch relativ gut unterstützt und Remote-Work ist auch möglich. In manchen Teams eher nicht möglich, was aber dann an der Arbeit selber liegt (Prüfstände kann man nun mal nicht mit nach hause nehmen).
Karriere/Weiterbildung
Leider ist deine Karriere dadurch bestimmt dass die Leute über Dir überproportional nach Oben arbeiten (oft auch müssen). Das ist zwar leider "normal" aber in dieser Firma doch noch deutlicher als woanders spürbar. Sogar (und leider vor Allem) in den neueren Teams.
Gehalt/Benefits
Gehälter werden leider erst dann interessant, wenn man der - leider geschlossenen- Führungsriege angehört (ab Gruppenleiter).
Kollegenzusammenhalt
Hier kann man wie gesagt Glück oder Pech haben. Der Kollegenzusammenhalt wird von Oben aber leider scheinbar eher ungern gesehen, weil es nicht der top-down Mentalität entspricht.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier ist die Firma zweigeteilt. Wenn man als "Älterer" anfängt/Dort arbeitet --> kein Problem. Allerdings merkt man auch deutlich dass die älteren (vor Allem Führungskräfte) Kollegen nciht so sehr in ihrer Anpassung an moderne Denkweisen anschließen können.
Vorgesetztenverhalten
Hier leider der schlechteste Punkt. Man muss zum Hintergrund wissen: ARRK war früher zum großen Teil eine Zeitarbeiterfirma. Die Führungsriege aus dieser Zeit ist immer noch vorhanden. Das äußert sich insofern, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass du ersetzbar bist. Das ist an einigen Stellen frustrierend und vor Allem traurig, dass es auch in den neueren, eigentlich innovativen Bereichen vorhanden ist. Ironischerweise wird auch in den Teams für neue Technologien diese alte Denkweise stark gelebt: Geschlossene Kreise, steile Hierarchie, Arbeitgebermarkt ausnutzen. Leider hat es die Firma auch seit langer Zeit nicht geschafft, Kunden /Branchendiversifikation konsequent durchzuziehen. Nur wenn es bereits zu spät ist wird reagiert. Das ist leider unzulässig für eine Firma dieser Größe in vor Allem der heutigen Zeit. Die Konsequenzen spüren dann vor Allem die Kleineren, nicht wie Verursacher selber.
Arbeitsbedingungen
Ist angemessen, auch wenn klimatisierte Büros leider eher die Ausnahme sind.
Kommunikation
Leider nicht gut. Vor Allem vermutlich wegen der steilen Hierarchien.
Gleichberechtigung
Das Thema wurde leider auch nicht verstanden. Entweder wird es völlig übertrieben dargestellt, falsch gelebt oder gar nicht beachtet. Dieser Aspekt fühlt sich in dieser Firma eher unnatürlich an. Hängt natürlich aber auch - muss man sagen - von den Bereichen ab in denen man arbeitet. Auch Diversitätsthemen verden völlig falsch verstanden. Diversität wird in dieser Firma leider auf Herkunft/Kulturkreis/Orientierung reduziert und auch da gefühlt eher toleriert als wirklich verstanden. Würde mich wundern wenn auch nur 50% aller Manager dort wüssten was Neurodiversiät bedeutet.

