Viel Potenzial, aber wenig Perspektive für erfahrene Fachkräfte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen hat aus meiner Sicht durchaus das Potenzial, ein sehr guter Arbeitgeber zu sein. Es gibt interessante Aufgaben, eine saubere Produktion und grundsätzlich gute Voraussetzungen. Leider wird dieses Potenzial meiner Erfahrung nach durch die derzeitigen Führungsstrukturen und die Art der Unternehmensführung nicht ausgeschöpft. Mit den richtigen Veränderungen könnte sich das Unternehmen deutlich positiver entwickeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die wichtigsten Kritikpunkte habe ich bereits in den einzelnen Kategorien beschrieben. Zusammenfassend waren dies für mich vor allem die aus meiner Sicht unzureichende Führungskultur, mangelnde Transparenz und Kommunikation, eine uneinheitliche Behandlung von Mitarbeitenden sowie das Arbeitsklima. Diese Punkte haben meine insgesamt negative Erfahrung im Unternehmen maßgeblich geprägt.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte das Unternehmen stärker auf fachlich und persönlich geeignete Führungskräfte setzen. Führungspositionen sollten mit Personen besetzt werden, die sowohl über fundierte Fachkenntnisse als auch über Kompetenz in der Mitarbeiterführung verfügen.
Außerdem würde ich den hohen Einsatz von Leiharbeitskräften kritisch hinterfragen. Nach meiner Erfahrung führte dies teilweise zu zusätzlichem Aufwand und erschwerte stabile Abläufe im Team. Langfristig wäre es sinnvoller, stärker in qualifizierte Stammmitarbeitende zu investieren und diese durch gute Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Wertschätzung dauerhaft an das Unternehmen zu binden. So ließe sich vermeiden, dass gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen.
Arbeitsatmosphäre
Auf den ersten Blick wirkt das Arbeitsumfeld angenehm und kollegial. Mit der Zeit entsteht jedoch der Eindruck, dass viel hinter dem Rücken anderer gesprochen wird. Tratsch und Gerüchte scheinen zum Arbeitsalltag zu gehören. Zudem hatte ich das Gefühl, dass viele Mitarbeitende aus Angst um ihre eigene Position oder ihren Status handeln, anstatt offen und konstruktiv miteinander zu kommunizieren. Das hat die Zusammenarbeit und das Vertrauen innerhalb des Teams aus meiner Sicht deutlich beeinträchtigt.
Image
Nach außen macht das Unternehmen zunächst einen guten Eindruck. Mit zunehmender Betriebszugehörigkeit habe ich jedoch erlebt, dass sich viele der positiven ersten Eindrücke relativieren. Aus meiner Sicht klaffen Außendarstellung und tatsächliche Arbeitskultur teilweise auseinander.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance entspricht dem, was man von einem Schichtbetrieb erwarten kann. Es gab aus meiner Sicht weder besondere Vor- noch Nachteile. Die Schichtarbeit bringt die üblichen Herausforderungen mit sich, ohne dass sich der Arbeitgeber dabei besonders positiv oder negativ hervorgehoben hat.
Karriere/Weiterbildung
Das Unternehmen bietet grundsätzlich Weiterbildungen an und investiert in Schulungen für Mitarbeitende. Dabei hatte ich den Eindruck, dass insbesondere interne oder externe Kurzschulungen genutzt werden, um fehlende fachliche Kenntnisse auszugleichen. Das ist grundsätzlich positiv.
Aus meiner Sicht reichen die Weiterbildungsangebote jedoch nicht aus, insbesondere für Mitarbeitende mit einer abgeschlossenen Fachausbildung und entsprechender Berufserfahrung. Wer sich fachlich auf einem höheren Niveau weiterentwickeln oder spezialisieren möchte, findet nach meiner Erfahrung nur begrenzte Möglichkeiten. Dadurch sind die langfristigen Karriere- und Entwicklungschancen für qualifizierte Fachkräfte eher eingeschränkt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt hängt meiner Erfahrung nach stark von den individuellen Verhandlungen ab. Da im Unternehmen viele Mitarbeitende mit sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergründen tätig sind, fallen auch die Gehälter entsprechend unterschiedlich aus. Wer über die erforderliche Ausbildung und das passende Fachwissen verfügt, kann bei AS grundsätzlich ein angemessenes Gehalt erzielen.
Kritisch empfand ich jedoch, dass Gehaltszahlungen teilweise verspätet erfolgten. Gerade bei einem so wichtigen Thema sollte eine pünktliche Auszahlung selbstverständlich sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zu diesem Punkt kann ich keine fundierte Bewertung abgeben. Mir sind während meiner Tätigkeit keine besonderen Maßnahmen oder Initiativen im Bereich Umwelt- oder Sozialbewusstsein aufgefallen, sodass ich dies weder positiv noch negativ beurteilen kann.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt einige Kolleginnen und Kollegen, die ehrlich, hilfsbereit und wirklich kollegial sind. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Eindruck, dass ein Teil der Belegschaft Informationen an die Schichtleitungen weitergibt. Dadurch entstand aus meiner Sicht ein Klima des Misstrauens, in dem sich viele Mitarbeitende nicht trauten, offen ihre Meinung zu äußern oder Probleme anzusprechen. Das hat den Zusammenhalt im Team deutlich erschwert.
Umgang mit älteren Kollegen
Nach meiner Erfahrung wurden Mitarbeitende nicht immer gleich behandelt. Ich hatte den Eindruck, dass für einige Beschäftigte deutlich mehr Freiheiten galten, während andere bereits bei kleineren Abweichungen oder Fehlern mit Konsequenzen rechnen mussten. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass Entscheidungen nicht immer nach einheitlichen Maßstäben getroffen wurden, sondern teilweise von der jeweiligen Person abhängig waren.
Vorgesetztenverhalten
Mein Eindruck vom Führungsverhalten war insgesamt sehr negativ. Probleme wurden aus meiner Sicht häufig ignoriert oder nicht konsequent angegangen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende je nach persönlicher Sympathie unterschiedlich behandelt wurden, wodurch Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar wirkten. Auch die Kommunikation und der Umgang mit den Beschäftigten ließen aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Insgesamt fehlte es meiner Erfahrung nach sowohl an fachlicher Führung als auch an den notwendigen Kompetenzen in der Mitarbeiterführung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Die Produktionshalle war sauber und ordentlich, und es war eine Klimaanlage vorhanden, was insbesondere an warmen Tagen positiv war. In diesem Bereich hatte ich insgesamt wenig Anlass zur Kritik.
Kommunikation
Die interne Kommunikation empfand ich als sehr langsam und wenig effizient. Selbst einfache Anliegen oder organisatorische Themen brauchten oft sehr lange, bis sie geklärt wurden – wenn überhaupt. Besonders bei Themen rund um Gehalt oder Personalangelegenheiten (HR) waren die Bearbeitungszeiten aus meiner Sicht unzureichend. Dadurch entstanden häufig Unsicherheiten und unnötige Verzögerungen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und es gab immer wieder interessante Projekte, bei denen neue Bauteile entwickelt oder gefertigt wurden. Das hätte die Arbeit eigentlich sehr spannend gemacht. Allerdings fehlten aus meiner Sicht häufig die passenden Werkzeuge und die notwendige Unterstützung im Bereich der Werkzeugplanung. Dadurch konnten viele Arbeiten nicht effizient umgesetzt werden. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für diesen Bereich nicht über ausreichende Erfahrung in der Zerspanung verfügten, was die tägliche Arbeit unnötig erschwerte und den Spaß an den interessanten Aufgaben deutlich reduzierte.
