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Strömungstechnik 
GmbH
Bewertung

Viel Potenzial, aber wenig Perspektive für erfahrene Fachkräfte

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Produktion bei AS Strömungstechnik GmbH in Ostfildern gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen hat aus meiner Sicht durchaus das Potenzial, ein sehr guter Arbeitgeber zu sein. Es gibt interessante Aufgaben, eine saubere Produktion und grundsätzlich gute Voraussetzungen. Leider wird dieses Potenzial meiner Erfahrung nach durch die derzeitigen Führungsstrukturen und die Art der Unternehmensführung nicht ausgeschöpft. Mit den richtigen Veränderungen könnte sich das Unternehmen deutlich positiver entwickeln.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die wichtigsten Kritikpunkte habe ich bereits in den einzelnen Kategorien beschrieben. Zusammenfassend waren dies für mich vor allem die aus meiner Sicht unzureichende Führungskultur, mangelnde Transparenz und Kommunikation, eine uneinheitliche Behandlung von Mitarbeitenden sowie das Arbeitsklima. Diese Punkte haben meine insgesamt negative Erfahrung im Unternehmen maßgeblich geprägt.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht sollte das Unternehmen stärker auf fachlich und persönlich geeignete Führungskräfte setzen. Führungspositionen sollten mit Personen besetzt werden, die sowohl über fundierte Fachkenntnisse als auch über Kompetenz in der Mitarbeiterführung verfügen.

Außerdem würde ich den hohen Einsatz von Leiharbeitskräften kritisch hinterfragen. Nach meiner Erfahrung führte dies teilweise zu zusätzlichem Aufwand und erschwerte stabile Abläufe im Team. Langfristig wäre es sinnvoller, stärker in qualifizierte Stammmitarbeitende zu investieren und diese durch gute Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Wertschätzung dauerhaft an das Unternehmen zu binden. So ließe sich vermeiden, dass gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen.

Arbeitsatmosphäre

Auf den ersten Blick wirkt das Arbeitsumfeld angenehm und kollegial. Mit der Zeit entsteht jedoch der Eindruck, dass viel hinter dem Rücken anderer gesprochen wird. Tratsch und Gerüchte scheinen zum Arbeitsalltag zu gehören. Zudem hatte ich das Gefühl, dass viele Mitarbeitende aus Angst um ihre eigene Position oder ihren Status handeln, anstatt offen und konstruktiv miteinander zu kommunizieren. Das hat die Zusammenarbeit und das Vertrauen innerhalb des Teams aus meiner Sicht deutlich beeinträchtigt.

Image

Nach außen macht das Unternehmen zunächst einen guten Eindruck. Mit zunehmender Betriebszugehörigkeit habe ich jedoch erlebt, dass sich viele der positiven ersten Eindrücke relativieren. Aus meiner Sicht klaffen Außendarstellung und tatsächliche Arbeitskultur teilweise auseinander.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance entspricht dem, was man von einem Schichtbetrieb erwarten kann. Es gab aus meiner Sicht weder besondere Vor- noch Nachteile. Die Schichtarbeit bringt die üblichen Herausforderungen mit sich, ohne dass sich der Arbeitgeber dabei besonders positiv oder negativ hervorgehoben hat.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen bietet grundsätzlich Weiterbildungen an und investiert in Schulungen für Mitarbeitende. Dabei hatte ich den Eindruck, dass insbesondere interne oder externe Kurzschulungen genutzt werden, um fehlende fachliche Kenntnisse auszugleichen. Das ist grundsätzlich positiv.

Aus meiner Sicht reichen die Weiterbildungsangebote jedoch nicht aus, insbesondere für Mitarbeitende mit einer abgeschlossenen Fachausbildung und entsprechender Berufserfahrung. Wer sich fachlich auf einem höheren Niveau weiterentwickeln oder spezialisieren möchte, findet nach meiner Erfahrung nur begrenzte Möglichkeiten. Dadurch sind die langfristigen Karriere- und Entwicklungschancen für qualifizierte Fachkräfte eher eingeschränkt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt hängt meiner Erfahrung nach stark von den individuellen Verhandlungen ab. Da im Unternehmen viele Mitarbeitende mit sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergründen tätig sind, fallen auch die Gehälter entsprechend unterschiedlich aus. Wer über die erforderliche Ausbildung und das passende Fachwissen verfügt, kann bei AS grundsätzlich ein angemessenes Gehalt erzielen.

Kritisch empfand ich jedoch, dass Gehaltszahlungen teilweise verspätet erfolgten. Gerade bei einem so wichtigen Thema sollte eine pünktliche Auszahlung selbstverständlich sein.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zu diesem Punkt kann ich keine fundierte Bewertung abgeben. Mir sind während meiner Tätigkeit keine besonderen Maßnahmen oder Initiativen im Bereich Umwelt- oder Sozialbewusstsein aufgefallen, sodass ich dies weder positiv noch negativ beurteilen kann.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt einige Kolleginnen und Kollegen, die ehrlich, hilfsbereit und wirklich kollegial sind. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Eindruck, dass ein Teil der Belegschaft Informationen an die Schichtleitungen weitergibt. Dadurch entstand aus meiner Sicht ein Klima des Misstrauens, in dem sich viele Mitarbeitende nicht trauten, offen ihre Meinung zu äußern oder Probleme anzusprechen. Das hat den Zusammenhalt im Team deutlich erschwert.

Umgang mit älteren Kollegen

Nach meiner Erfahrung wurden Mitarbeitende nicht immer gleich behandelt. Ich hatte den Eindruck, dass für einige Beschäftigte deutlich mehr Freiheiten galten, während andere bereits bei kleineren Abweichungen oder Fehlern mit Konsequenzen rechnen mussten. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass Entscheidungen nicht immer nach einheitlichen Maßstäben getroffen wurden, sondern teilweise von der jeweiligen Person abhängig waren.

Vorgesetztenverhalten

Mein Eindruck vom Führungsverhalten war insgesamt sehr negativ. Probleme wurden aus meiner Sicht häufig ignoriert oder nicht konsequent angegangen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende je nach persönlicher Sympathie unterschiedlich behandelt wurden, wodurch Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar wirkten. Auch die Kommunikation und der Umgang mit den Beschäftigten ließen aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Insgesamt fehlte es meiner Erfahrung nach sowohl an fachlicher Führung als auch an den notwendigen Kompetenzen in der Mitarbeiterführung.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Die Produktionshalle war sauber und ordentlich, und es war eine Klimaanlage vorhanden, was insbesondere an warmen Tagen positiv war. In diesem Bereich hatte ich insgesamt wenig Anlass zur Kritik.

Kommunikation

Die interne Kommunikation empfand ich als sehr langsam und wenig effizient. Selbst einfache Anliegen oder organisatorische Themen brauchten oft sehr lange, bis sie geklärt wurden – wenn überhaupt. Besonders bei Themen rund um Gehalt oder Personalangelegenheiten (HR) waren die Bearbeitungszeiten aus meiner Sicht unzureichend. Dadurch entstanden häufig Unsicherheiten und unnötige Verzögerungen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und es gab immer wieder interessante Projekte, bei denen neue Bauteile entwickelt oder gefertigt wurden. Das hätte die Arbeit eigentlich sehr spannend gemacht. Allerdings fehlten aus meiner Sicht häufig die passenden Werkzeuge und die notwendige Unterstützung im Bereich der Werkzeugplanung. Dadurch konnten viele Arbeiten nicht effizient umgesetzt werden. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für diesen Bereich nicht über ausreichende Erfahrung in der Zerspanung verfügten, was die tägliche Arbeit unnötig erschwerte und den Spaß an den interessanten Aufgaben deutlich reduzierte.


Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Andreas SzeteliGeschäftsführer

Liebe ehemalige Mitarbeiterin, lieber ehemaliger Mitarbeiter,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für eine sehr ausführliche Bewertung genommen hast.

Zunächst freut mich, dass Du trotz Deiner insgesamt kritischen Einschätzung auch einige Stärken unseres Unternehmens hervorhebst. Dazu gehören die interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben, unsere saubere Produktion, die Arbeitsbedingungen sowie unsere Investitionen in Schulungen und Weiterbildung.

Viele Deiner weiteren Aussagen zeichnen allerdings ein Bild unseres Unternehmens, das ich in dieser Form nicht vollständig teile. Natürlich respektiere ich, dass Du Deine Zeit bei uns persönlich so erlebt hast.

Gerade beim Thema Führung und Zusammenarbeit ist mir wichtig zu betonen, dass fachliche Qualifikation für uns einen hohen Stellenwert hat. Gute Zusammenarbeit besteht für mich jedoch aus mehreren Komponenten: Fachwissen, Zuverlässigkeit, gegenseitigem Respekt, konstruktiver Kommunikation und der Bereitschaft, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Das gilt für Mitarbeiter ebenso wie für Führungskräfte.

Auch die Aussage, erfahrene Fachkräfte hätten bei uns grundsätzlich wenig Perspektive, sehe ich anders. Wir investieren regelmäßig in Weiterbildung, neue Technologien und die Entwicklung unserer Mitarbeiter. Gleichzeitig bedeutet Entwicklung nicht automatisch eine bestimmte Position oder Funktion. Entscheidend sind für uns die Anforderungen der jeweiligen Aufgabe sowie die fachliche und persönliche Eignung.

Deine Kritik an unserer Vergütungsstruktur möchte ich ebenfalls aufgreifen. Hier haben wir inzwischen mit der Einführung und weitgehenden Umsetzung des ERA-Systems einen wichtigen Schritt gemacht. Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten werden dadurch systematischer bewertet und Eingruppierungen nachvollziehbarer gestaltet.

Dass Du unsere Kommunikation und Führung so negativ wahrgenommen hast, bedauere ich. An diesen Themen arbeiten wir kontinuierlich, und selbstverständlich gibt es auch bei uns Situationen, die rückblickend besser gelöst werden können.

Bei aller Kritik freut mich Deine Einschätzung, dass AS Strömungstechnik grundsätzlich das Potenzial hat, ein sehr guter Arbeitgeber zu sein. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden und entwickeln unser Unternehmen deshalb kontinuierlich weiter.

Für Deinen weiteren beruflichen Weg wünsche ich Dir alles Gute.

Herzliche Grüße

Andreas Szeteli
Geschäftsführender Gesellschafter

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