Stellvertretender Leiter und pädagogische Fachkraft des Autismuszentrums Taunusstein
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gehalt
- Regelmäßige Meetings und Supervisionen
- Guter Zusammenhalt und starkes Vertrauen auf der untersten Hierachieebene
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Kalter und empathieloser Führungsstil
- Große räumliche und arbeitsbezogene Distanz zwischen der Geschäftsleitung und dem Autismuszentrum
- Mangelhafte Auftragsorientierung (das Wohl der autistischen Kinder und Jugendlichen zu steigern) der Führung des Autismuszentrums und des ASB Westhessen
Verbesserungsvorschläge
- Führen mit Auftrag und Vertrauen, statt kontrollierend und misstrauend
- Mehr Präsenz der gesamten Führung in der Therapie, anstatt dass diese sich im Büro versteckt
- Umfangreichere Einarbeitung neuer Arbeitskräfte
Arbeitsatmosphäre
Die Vorgesetzten führten mit Informationsvorbehalt.
Image
Außendarstellung als Autismuszentrum Taunusstein veraltet und mangelhaft. Dadurch keine exzellente Bedarfsdeckung.
Work-Life-Balance
Als neuer stellvertretender Leiter und neue pädagogische Fachkraft wurde ich direkt mit Clearing, Elternberatung, Autismustherapie und administrativen Aufgaben betraut. Auf der einen Seite ein großes Vertrauen in meine Fähigkeiten, auf der anderen Seite mangelnde Einarbeitung und drohende Überforderung in der Arbeit mit einem komplizierten Störungsbild. Regelmäßige Überstunden und in den ersten fünf Monaten 30 Klientenneuaufnahmen mit daran anschließenden wöchentlichen Autismustherapiesitzungen.
Karriere/Weiterbildung
Für mich nicht vorhanden.
Andere durchaus mit Weiterbildungen.
Gehalt/Benefits
Gehalt sehr gut! Zahlungen immer pünktlich. Übernahme von vielen Kosten (z.B. Führungszeugnis, Hygieneschulung und Ersthelferkurs).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Positive Mülltrennung, kostenloses Mineralwasser für die Therapeuten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Therapeuten ist erklassig und vorbildlich. Das gegenseitige Misstrauen zwischen Führung und untergebenen Bereich ist offensichtlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Egal ob alte oder junge Therapeuten: Trotz akademischer oder beruflicher Qualifikation der Therapeuten wurde kontrollierend und misstrauend statt auftragsbezogen und vertrauend geführt.
Vorgesetztenverhalten
Einzige Ergänzung: Obwohl stellvertretender Leiter selten Einbezug in die Entscheidungsfindungsprozesse der Gesamtleitung.
Arbeitsbedingungen
Bereitgestelltes Material in Ordnung. Allerdings empfängt zuerst die Führung (z.B. höhenverstellbare Schreibtische) und dann erst der untergebene Bereich Neuerungen.
Kommunikation
Mir wurde gekündigt, obwohl ich zuvor kein einziges schlechtes Feedback erhalten hatte. Für fünf Monate teilte ich mir mein Büro mit meiner Vorgesetzten (Gesamtleitung des Autismuszentrums), trotzdem nannte diese mir keinerlei beruflichen Gründe für meine Kündigung. Sowohl seitens der Geschäftsleitung als auch seitens meiner Vorgesetzten gab es kein Interesse an meinem Empfinden hinsichtlich der Kündigung und keinerlei Hilfestellung bezüglich meiner weiteren Zukunftsplanung.
Gleichberechtigung
Als augebildeter Offizier der Bundeswehr wurde meinem Führungsverständnis keinerlei Interesse und Verständnis entgegengebracht, obwohl man mich aufgrund dieser Ausbildung eingestellt hatte.
Interessante Aufgaben
Die Autismustherapie als sehr interessantes Aufgabengebiet. Im Autismuszentrum Taunusstein sehr selbstständige Therapiegestaltung. Allerdings mangelnde Qualifizierung seitens des Arbeitgebers führt zu einer Ratlosigkeit bezüglich der Erreichung der Förderziele innerhalb der Autismustherapie.