Starke Produkte, schwache Rahmenbedingungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einzigartige, interessante Produkte und eine gute Bezahlung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine klare Organisation, fehlende Strukturen und Standards, keine strukturierte Einarbeitung, mangelhafter Informationsfluss, wenig Transparenz, wenig Mitsprache, wenig Vertrauen, starke Kontrolle, geringe Eigenverantwortung, kaum Entwicklungsmöglichkeiten, Überstunden erwartet, Homeoffice nicht möglich, geringe Arbeitszeitflexibilität, intransparente Zeiterfassung, Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit, hohe Mitarbeiterfluktuation, angespannte Arbeitsatmosphäre, wenig persönliche Wertschätzung, häufig wechselnde Vorgaben, mündliche statt dokumentierte Absprachen, fehlende Rückkopplung, wiederholte Nacharbeit.
Verbesserungsvorschläge
Eine nachvollziehbare, regelmäßig aktualisierte Ablage würde Wissen und neue Erkenntnisse für zukünftige Projekte sichern. Verbindlichere Entscheidungen und eine frühzeitige Abstimmung bei Änderungen könnten unnötige Mehrarbeit vermeiden und die Planungssicherheit für Mitarbeiter deutlich erhöhen. Mehr Vertrauen, echtes Zuhören, Mitsprache und persönliche Wertschätzung wären besonders wichtig – gerade weil die einzigartigen Produkte aus meiner Sicht eigentlich hervorragende Voraussetzungen für einen attraktiven Arbeitsplatz bieten.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe die Arbeitsatmosphäre als hierarchisch und wenig wertschätzend erlebt, mit begrenzter Mitsprache und Transparenz.
Kommunikation
Die interne Kommunikation habe ich als wenig transparent und häufig unzureichend empfunden; Informationen und Veränderungen wurden aus meiner Sicht nicht zuverlässig weitergegeben. Absprachen und Vorgaben erfolgten zudem häufig mündlich, während systematisches Feedback und Rückkopplung weitgehend fehlten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war grundsätzlich vorhanden, insbesondere durch gegenseitige Unterstützung im Arbeitsalltag. Dieser Eindruck variierte aber stark von Kollege zu Kollege. Gleichzeitig habe ich den informellen Umgang und die häufige personelle Fluktuation teilweise als belastend für die Teambildung empfunden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich aufgrund erwarteter Überstunden, gleichzeitig wenig gewünschter Möglichkeit zum Abbau von Überstunden und nicht ermöglichtem Homeoffice als belastet empfunden. Dadurch gab es aus meiner Sicht wenig Flexibilität bei der Gestaltung von Arbeitszeit und Privatleben.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als stark kontrollierend und von wenig Vertrauen in die eigenständige Arbeit der Mitarbeiter geprägt empfunden. Häufig hatte ich den Eindruck, dass letztlich vor allem die Meinung der Vorgesetzten maßgeblich war und bei vielen Arbeitsschritten enge Rücksprache erwartet wurde. Entscheidungen und Vorgaben konnten sich aus meiner Sicht sehr kurzfristig ändern, ohne dass vorher eine erneute Abstimmung erfolgte. Dadurch entstand teilweise erheblicher Mehraufwand, da bereits fertiggestellte Arbeiten nach kurzer Zeit grundlegend überarbeitet oder neu erstellt werden mussten. Die Erreichbarkeit der Geschäftsführung war aus meiner Sicht nicht zuverlässig planbar; notwendige Abstimmungen führten dadurch teilweise zu langen Wartezeiten und unnötigem organisatorischem Aufwand für die Mitarbeiter.
Änderungen von Arbeitsbedingungen wurden aus meiner Sicht teilweise ohne echte Gesprächs- oder Kompromissbereitschaft vermittelt. Bei unterschiedlichen Vorstellungen hatte ich keinen Spielraum für eine gemeinsame Lösung. Desweiteren würde ich aus meiner persönlichen Erfahrung Mitarbeitern empfehlen, über eine Rechtsschutzversicherung nachzudenken.
Interessante Aufgaben
Die Produkte sind aus meiner Sicht wirklich einzigartig und technisch sehr interessant, wodurch die eigentliche Arbeit viel Freude gemacht hat. Wenn konzentriertes Arbeiten möglich war, hat die Tätigkeit trotz organisatorischer Hürden und mancher Rückschläge sehr viel Spaß gemacht.
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung habe ich im Arbeitsalltag nicht immer als einheitlich und transparent empfunden. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass für verschiedene Mitarbeiter unterschiedliche Maßstäbe bei Entscheidungen, Gehältern und im Umgang miteinander angewendet wurden.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kollegen habe ich insgesamt als unterschiedlich erlebt und weniger von der Zugehörigkeit zum Unternehmen als von der jeweiligen persönlichen Situation abhängig wahrgenommen. Eine pauschale Bewertung fällt mir daher schwer.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich trotz grundsätzlich guter technischer Ausstattung insgesamt als wenig zeitgemäß und teilweise unnötig umständlich empfunden. Die Einarbeitung war wenig strukturiert und stark von der Unterstützung einzelner Kollegen abhängig; hinzu kamen eine für mich nicht transparente Arbeitszeiterfassung, ein sehr kleiner Pausenraum und weitere organisatorische Hürden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch die hochwertigen und langlebigen Produkte sehe ich grundsätzlich einen positiven Aspekt im Bereich Nachhaltigkeit. Beim sozialen und ökologischen Engagement des Unternehmens habe ich im Arbeitsalltag jedoch wenig konkrete Maßnahmen oder transparente Kommunikation dazu wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt habe ich als gut empfunden, allerdings waren für mich kaum Entwicklungsmöglichkeiten oder zusätzliche Leistungen erkennbar. Gleichzeitig habe ich die Vergütung innerhalb des Unternehmens als teilweise sehr unterschiedlich wahrgenommen, während die vorhandenen Benefits eher wenig umfangreich und hinsichtlich ihrer verknüpften Bedingungen nicht ausreichend transparent kommuniziert wurden.
Image
Das Unternehmen vermittelt durch seine besonderen Produkte und den professionellen Außenauftritt grundsätzlich ein positives Bild. Im Arbeitsalltag hatte ich jedoch teilweise den Eindruck, dass Kunden je nach Größe, Bedeutung oder möglicher weiterer Zusammenarbeit unterschiedlich viel Aufmerksamkeit und Betreuung erhielten.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich während meiner Tätigkeit kaum bzw. nicht strukturiert wahrgenommen. Klare Entwicklungsperspektiven oder nachvollziehbare Karrierewege waren für mich nicht erkennbar.