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Azubi Bewertungen

2 von 49 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Auszubildende:r
kununu Score: 3,4Weiterempfehlung: 50%
Score-Details

2 Mitarbeiter:innen, die bei ATS Automation Tooling Systems eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 3,4 von 5 Punkten.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander – Ausbildung ohne Struktur und Wertschätzung

2,4
Nicht empfohlen
Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Keine Angabe bei ATS Automation Tooling Systems in Kirchheim b.München gemacht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Arbeitsbedingungen & Ausstattung:
Die materielle Ausstattung der Ausbildung ist mangelhaft. Werkbänke werden nicht aufgefüllt, sodass viele Auszubildende mit unvollständigem Werkzeug arbeiten müssen, das bereits von Vorgängern verloren wurde. Besonders kritisch ist die ergonomische Situation: Während fest angestellte Mitarbeiter Knieschutzmatten erhalten, müssen Azubis über Monate hinweg ohne diesen Schutz auf dem Boden oder an Maschinentischen arbeiten. Auch bei der Arbeitskleidung wird gespart: Das aktuelle erste Lehrjahr wurde bisher weder mit Arbeitsjacken noch mit Pullovern ausgestattet und verfügt lediglich über eine unzureichende Anzahl an T-Shirts. Dies vermittelt den Eindruck, dass an der Sicherheit und dem Erscheinungsbild der Auszubildenden massiv gespart wird.

Karrierechancen

Die Karrierechancen und die Wertschätzung durch das Management sind enttäuschend. Obwohl man sich im Werk engagiert, bleibt man als Auszubildender weitestgehend unsichtbar; selbst nach Monaten sind den Führungskräften die Namen der Azubis oft nicht bekannt. Ein konstruktives Feedback oder positive Rückmeldungen durch Vorgesetzte oder Lead-Mechaniker fehlen fast völlig, selbst wenn man sich besonders anstrengt. Da Leistung kaum wahrgenommen oder honoriert wird, fehlt jeglicher Anreiz, über das geforderte Mindestmaß hinaus Engagement zu zeigen. Man fühlt sich eher wie eine austauschbare Nummer als wie eine künftige Fachkraft, in die investiert wird.

Arbeitszeiten

Mit einer 40-Stunden-Woche liegt der Betrieb über dem Branchenschnitt (üblich sind 35–38 Stunden), was in Kombination mit der niedrigeren Vergütung sehr unattraktiv wirkt. Da es zudem keine Gleitzeit gibt und das Modell extrem starr ist, hinkt das Unternehmen modernen Standards hinterher.

Ausbildungsvergütung

Die Vergütung liegt mittlerweile spürbar unter dem aktuellen Branchenschnitt. Besonders frustrierend ist die fehlende Dynamik in der Lohnstruktur: So verdienen Auszubildende, die im September 2025 gestartet sind, teilweise das Gleiche wie Azubis aus dem Jahrgang 2023. Eine Honorierung von wachsender Erfahrung und Betriebszugehörigkeit findet somit faktisch nicht statt. Zusatzleistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld fehlen komplett; lediglich ein kleiner Essenszuschuss wird gewährt. Zudem bleibt das Bonussystem für Azubis im Gegensatz zu den Facharbeitern völlig intransparent und kaum erreichbar.

Die Ausbilder

Der zuständige Ausbilder für die technischen Berufe (Mechanik, Mechatronik, Elektrik) wird seiner Rolle leider nicht gerecht. Aufgrund seiner starken Einbindung in andere Betriebsprozesse vernachlässigt er die fachliche Betreuung und individuelle Förderung massiv. Er verharrt bei der Wissensvermittlung in veralteten, monatelangen Routineaufgaben und zeigt wenig Bereitschaft, den Auszubildenden ihrem Leistungsstand entsprechend Verantwortung zu übertragen. Besonders problematisch ist seine mangelnde Wertschätzung: Vorhandene Kompetenzen werden ignoriert und stattdessen wird intern im Werk ein zweifelhaftes Bild über die Leistungsfähigkeit der Auszubildenden kommuniziert, was die Arbeitsatmosphäre erheblich belastet.

Spaßfaktor

Der Spaßfaktor ist stark von den Kollegen und den selteneren Momenten der Abwechslung abhängig. Die Arbeit an sich bereitet Freude, wenn sie fachbezogen ist. Leider wird diese Freude oft durch wochenlange, fachfremde Tätigkeiten getrübt. So müssen Auszubildende im Bereich Mechanik/Mechatronik teils über 1,5 Monate hinweg einfache Hilfsarbeiten wie das Einbauen von Dichtlippen, das Putzen von Blechen oder Verpackungstätigkeiten übernehmen. Diese Routinearbeiten nehmen einen unverhältnismäßig großen Raum ein und stehen einer motivierenden, fachgerechten Ausbildung entgegen.

Aufgaben/Tätigkeiten

Die Aufgabenverteilung ist leider sehr einseitig und wenig fachbezogen. Während Auszubildende für einfache Hilfsarbeiten wie Verpacken, Kehren, Bleche putzen oder das wochenlange Einbauen von Dichtlippen herangezogen werden, fehlt die Einbindung bei technisch anspruchsvollen Projekten. Es entsteht der Eindruck, dass Azubis primär als Unterstützung für unbeliebte Routinetätigkeiten eingeplant sind. Sobald es jedoch um fachlich interessante Aufgaben geht, bei denen man etwas lernen könnte, wird den Auszubildenden die Kompetenz abgesprochen. Das Ziel einer Ausbildung – die Vermittlung von Fachwissen – tritt hier hinter den Bedarf an einfachen Hilfskräften zurück.

Variation

Die Ausbildung ist extrem monoton gestaltet und weist kaum Variation auf. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt in sehr starren, unverhältnismäßig langen Blöcken, die den Lernfortschritt eher bremsen als fördern. So wurden im ersten Lehrjahr volle sechs Monate ausschließlich mit Feilen und Bohren verbracht, gefolgt von weiteren drei Monaten reiner Dreharbeit. Ein kurzer Einblick in die Pneumatik blieb die Ausnahme. Bis zur Zwischenprüfung beschränkten sich die Tätigkeiten fast nur auf das Fräsen. Nach der Zwischenprüfung nahm die Qualität der Aufgaben drastisch ab: Statt einer Vertiefung der Fachkenntnisse folgten Tätigkeiten als Hilfskraft, wie das Verpacken, Putzen oder das reine Zuschneiden von Kabelkanälen. Eine abwechslungsreiche Ausbildung sieht anders aus.

Respekt

Die Ausbildung im technischen Bereich (Mechanik, Mechatronik, Elektrik) wird den Potenzialen der Auszubildenden leider nicht gerecht. Ein strukturierter Ausbildungsplan wurde zwar zu Beginn präsentiert, wird im Alltag jedoch kaum beachtet. Da der zuständige Ausbilder durch viele Zusatzaufgaben zeitlich stark eingeschränkt ist, fehlt die fachliche Betreuung und individuelle Förderung massiv. Statt einer modernen Wissensvermittlung dominieren monatelange, repetitive Aufgaben: So wurden im ersten Lehrjahr sechs Monate lang nur Feilen und Bohren praktiziert, was absolut nicht mehr zeitgemäß ist.


Arbeitsatmosphäre

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Arbeitgeber-Kommentar

Sebastian Baade, Manager HR
Sebastian BaadeManager HR

Sehr geehrte/r Auszubildende/r,

Vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback und dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke zu schildern. Eine gute Ausbildung lebt vom offenen Austausch – daher nehmen wir Rückmeldungen sehr ernst, auch wenn wir nach interner Prüfung einige Ihrer Punkte anders einordnen müssen.

Rückmeldung aus Workshop mit Jugend- und Auszubildendenvertretung und Auszubildenden

Auf Grundlage Ihres Beitrags haben wir gemeinsam mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie mehreren Auszubildenden einen ausführlichen Workshop durchgeführt. Dort wurden sowohl positive Aspekte als auch Kritikpunkte offen besprochen.
Dabei wurde von allen Beteiligten bestätigt, dass ein Großteil der beschriebenen Inhalte nicht der tatsächlichen Ausbildungssituation entspricht. Gleichzeitig haben wir wichtige Hinweise aufgenommen, die wir nutzen, um die Ausbildung weiter zu verbessern.

Ausstattung & Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung der technischen Ausbildung wurde im Workshop einhellig als sehr hochwertig bewertet. Jeder Auszubildende erhält zu Beginn ein eigenes, vollständiges Werkzeugset, das alle erforderlichen Werkzeuge enthält. Dieses Set bleibt über die gesamte Ausbildungszeit hinweg bei der jeweiligen Person und wird bei Bedarf ergänzt oder ersetzt.
Unsere Werkstätten werden regelmäßig überprüft, und wenn es punktuell zu Engpässen gekommen sein sollte, bedauern wir dies ausdrücklich. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Material- und Bekleidungsprozesse noch transparenter zu gestalten, insbesondere was Zeitpunkte der Ausgabe und Bestellzyklen betrifft.

Feedbackgespräche & Betreuung

Ein zentraler Punkt aus dem Workshop war der Wunsch nach regelmäßigeren, verbindlichen Feedbackgesprächen. Diesen Impuls nehmen wir sehr ernst und werden künftig feste Intervalle einführen, damit Rückmeldungen für alle Azubis planbarer und greifbarer werden.
Wichtig ist uns auch klarzustellen, dass der Ausbildungsleiter keine Aufgaben außerhalb der Ausbildung wahrnimmt. Er ist jedoch in verschiedene ausbildungsbezogene Termine eingebunden – darunter Ausbildungsmessen, Schulungen, IHK-Prüfungen und Abstimmungen mit Schulen. Die Azubis wünschen sich mehr Transparenz darüber, wann solche Termine stattfinden. Dies werden wir künftig deutlich sichtbarer kommunizieren.

Aufgaben und Tätigkeiten

Wie in jedem technischen Beruf gibt es auch bei uns spannendere und weniger spannende Aufgaben. Das ist im Ausbildungs- wie im Facharbeiteralltag ähnlich.
Im Workshop wurde bestätigt, dass ab dem zweiten Lehrjahr die Azubis regelmäßig in fachbezogene Tätigkeiten, Projekte und produktionsnahe Arbeiten eingebunden werden. Hilfstätigkeiten in der Montage kommen phasenweise vor und werden üblicherweise mit Facharbeitern gemeinsam oder in Abstimmung durchgeführt, stellen jedoch nicht den Schwerpunkt der Ausbildung dar.

Ausbildungsstruktur & Vielfalt

Grundfertigkeiten wie Feilen, Bohren, Drehen oder Fräsen sind fester Bestandteil der Ausbildungsordnung und dienen dazu, Präzision und Sicherheit zu vermitteln.
Wir prüfen dennoch, wie wir bestimmte Blöcke künftig moderner und abwechslungsreicher gestalten und transparenter kommunizieren können, warum welche Ausbildungsphasen wichtig sind.

Wertschätzung & Umgang

Im Workshop wurde deutlich, dass die Auszubildenden im Allgemeinen ein gutes und respektvolles Miteinander erleben. Sollte jemand persönlich einen anderen Eindruck gewonnen haben, möchten wir das gerne im direkten Gespräch klären und Lösungen finden.

Karrierechancen & Sichtbarkeit

Wir investieren bewusst in unsere zukünftigen Fachkräfte und übernehmen regelmäßig erfolgreich ausgebildete Azubis.
Dass Führungskräfte in den ersten Wochen nicht alle Namen kennen, ist aufgrund der Größe unseres Standortes menschlich – bedeutet aber keine mangelnde Wertschätzung. Wir arbeiten daran, die Sichtbarkeit der Auszubildenden im Werk weiter zu stärken, z. B. durch Präsentationen, Azubi-Projekte oder gemeinsame Veranstaltungen.

Arbeitszeiten & Vergütung

Unsere Arbeitszeiten und Vergütungsmodelle orientieren sich am branchenüblichen Rahmen. Unterschiede zwischen Jahrgängen basieren auf Tarifentwicklungen und Marktanpassungen. Auch hier prüfen wir regelmäßig, wie wir unser Angebot noch attraktiver gestalten können.

Abschließende Worte

Wir bedanken uns nochmals für Ihre Rückmeldung. Auch wenn viele Ihrer Punkte im Austausch mit der JAV und den Auszubildenden nicht bestätigt wurden, hat Ihr Beitrag uns geholfen, wertvolle Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Für ein persönliches Gespräch oder offene Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,
Sebastian Baade
Manager HR

Ausbildung

4,3
Empfohlen
Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur X im Bereich Produktion bei ATS Automation Tooling Systems in Kirchheim b.München gemacht.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man lernt während der Ausbildung sehr viel, da man in verschiedene Bereiche eingebunden wird. Außerdem wird man im Werk gut eingearbeitet und erhält von den Kollegen Unterstützung, sodass man sich schnell zurechtfindet und praktische Erfahrungen sammeln kann.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nix.

Arbeitsatmosphäre

In der Ausbildung ist die Arbeitsatmosphäre insgesamt sehr gut. Im Werk kommt es jedoch gelegentlich zu Kommunikationsschwierigkeiten, und einige wenige Kollegen tun sich manchmal schwer im Umgang mit Auszubildenden.

Karrierechancen

Es ist schade, dass Mechatroniker nach der Ausbildung im Unternehmen gezwungen sind, sich zwischen dem mechanischen oder elektrischen Bereich zu entscheiden, da beide Bereiche für mich sehr interessant sind und ich mir eine Möglichkeit gewünscht hätte, weiterhin in beiden Feldern tätig zu sein. Die Übernahme ist bei mir und wie ich mitbekommen habe bei den meisten befristet.

Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten sind für eine 40-Stunden-Woche extrem gut aufgeteilt und ermöglichen eine gute Work-Life-Balance. Azubis machen keine Überstunden.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings fällt sie im Vergleich zu anderen Unternehmen etwas ab. Viele Betriebe bieten eine 35- oder 38-Stunden-Woche bei gleichzeitig höherer Vergütung sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Leider werden Auszubildende in diesem Unternehmen bei solchen Zusatzleistungen komplett ausgeschlossen, was ich persönlich schade finde. Die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung sind Schätzungsweise 15-20% niedriger als bei gut zahlenden Unternehmen und hier sind es auch bis zu 5 Stunden Arbeitszeit mehr pro Woche.

Die Ausbilder

Zuverlässig. Bei offenen Fachfragen ist der Ausbilder von ATS auch nach der Ausbildung verfügbar.

Die Ausbilder bei Siemens waren auch voll in Ordnung.

Prüfungsvorbereitung war gut.

Aufgaben/Tätigkeiten

Während meiner Ausbildung wurde ich in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, was mir einen sehr umfassenden Einblick in das Unternehmen und die Arbeitsabläufe ermöglicht hat.

Variation

Während meiner Ausbildung wurde ich in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, was mir einen sehr umfassenden Einblick in das Unternehmen und die Arbeitsabläufe ermöglicht hat. Ich durfte unter anderem im Schaltschrankbau mitarbeiten, Verkabelungsarbeiten durchführen und auch mechanische Aufgaben übernehmen. Diese Vielseitigkeit hat nicht nur meine fachlichen Fähigkeiten gestärkt, sondern auch dafür gesorgt, dass die Arbeit nie eintönig wurde.

Respekt

Respektvoller Umgang


Spaßfaktor

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Arbeitgeber-Kommentar

Sebastian Baade, Manager HR
Sebastian BaadeManager HR

Sehr geehrte/r Mitarbeiter/in,

ihre sehr positive Bewertung zu Ihrer Ausbildungszeit bei ATS freut uns sehr. Die Ausbildung ist für uns ein äußerst wichtiger Baustein, um Fachkräfte wie Sie bei ATS zu gewinnen und langfristig zu halten.

In der Tat müssen sich Mechatroniker nach der Ausbildung entscheiden, ob Sie in die Elektrik oder Mechanik gehen. Aus diversen Gründen haben wir bereits vor 2 Jahren entschieden, uns auf die Ausbildungsberufe Industriemechaniker/in sowie Elektriker/in Betriebstechnik zu fokussieren, womit der Fokus schon zu Beginn der Ausbildung eindeutig ist.

Auch Ihre Anmerkungen Ausbildunschancen werden wir in zukünftige, diesbezügliche Diskussionen aufnehmen.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

Sebastian Baade

Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 2 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Azubis wird ATS Automation Tooling Systems durchschnittlich mit 3.5 von 5 Punkten bewertet. 70 der Bewertenden würden ATS Automation Tooling Systems als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Basierend auf 2 Bewertungen schätzen die Auszubildenden besonders die Faktoren Interessante Aufgaben an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Azubis auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 2 Bewertungen sind Auszubildende der Meinung, dass sich ATS Automation Tooling Systems als Arbeitgeber vor allem im Bereich Kommunikation noch verbessern kann.