Überarbeitung des Ausbildungsverlaufs nötig
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Unterstützung über die gesamte Ausbildung
• Fahrzeugleasing
• eigene Kantine
• neue Arbeitsmittel (iPad, Laptop, etc.)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Urlaub ist größtenteils durch Werksferien reserviert
• kaum Karrierechancen
Verbesserungsvorschläge
• Konzeptüberarbeitung der Versetzungstellen
• evtl. Azubis länger im Bildungswesen lassen und Versetzungstellen kürzer gestalten
Arbeitsatmosphäre
1-2. Lehrjahr:
Man ist unter den gleichaltrigen Azubi Kollegen.
Gleich zu Beginn der Ausbildung gibt es zudem ein Teamtraining, bei dem man sich untereinander besser kennenlernt und so vielleicht auch aus seiner Komfortzone unter neuen Leuten herauskommen kann.
Man absolviert die Kurse meist als Duo und geht die Aufgaben gemeinsam an. Wenn man sich mit allen gut versteht, ist es eine angenehme Atmosphäre.
3-4. Lehrjahr:
Man ist in den Versetzungstellen unter älteren Kollegen. Die Atmosphäre ist locker und man kann sich auch nett mit ihnen unterhalten. Wenn man motiviert ist und auch auf Störungen mitläuft, wird gerne auch mal was erklärt.
Karrierechancen
Nach der Ausbildung wird man unbefristet übernommen, solange man sich nichts zu Schulden kommen lassen hat.
Die Karrierechancen sehen jedoch aktuell sehr schlecht aus. Hier spielt natürlich die wirtschaftliche Lage eine Rolle, allerdings finde ich es schade, dass man guten und ambitionierten Azubis keine Chance gibt.
Leider hört man dann auch, dass Söhne/Töchter dann doch den ein oder anderen Platz in der Abteilung / Fachabteilung der Eltern finden, während die anderen am Band in der Produktion landen und auf eine freie Stelle hoffen müssen.
Arbeitszeiten
1-2. Lehrjahr:
7:00-15:10 Uhr
3-4. Lehrjahr (Versetzungstellen):
Frühschicht 6:00-14:00 Uhr
Spätschicht 14:00-22:00 Uhr
*kann nur nach Versetzungstelle leicht variieren
Ausbildungsvergütung
Das Gehalt ist gut. Man bekommt die tarifliche Vergütung. Ebenso sind Prämien des Öfteren enthalten.
Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld gibt es auch.
Die Ausbilder
Die Ausbilder sind alle sehr nett und unterstützen einen sehr, wenn es um das Thema Prüfung geht oder man allgemeine Fragen hat. Es wird alles so erklärt, bis auch der letzte es verstanden hat.
Spaßfaktor
Zu Beginn hat die Ausbildung sehr viel Spaß gemacht. Wir haben verschiedenste Kurse gemacht, bei denen wir die jeweiligen Grundlagen erlernt haben. So gab es beispielsweise zu Beginn die Elektrogrundbildung, mehrere SPS-Kurse, aber auch Kurse bezüglich Netzwerktechnik, Robotertechnik etc. Hier kann man, wenn man ambitioniert ist, sehr viel mitnehmen. Jedoch musste ich leider feststellen, dass die Versetzungsstellen sehr „ruhig“ sind. Man sitzt mittlerweile nur noch den Tag ab und hat auch keine Aufgaben mehr. Hier wäre ein neues Konzept dringend nötig!
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben sind sehr beschränkt. Man hat als Azubi keine Möglichkeit sein Können unter Beweis zu stellen. Vorallem in den Versetzungstellen, welche zu Beginn der 3. Lehrjahres starten, hat man als Auszubildender keinerlei Befugnisse und ist lediglich nur Zuschauer. Ich finde der Lerneffekt und die Motivation sinkt hierdurch sehr stark. Man fühlt sich nicht wertgeschätzt und ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wieso man hier nur „Zuschauer“ ist… denn sonst ist das Motto auch immer "Learning by doing"…
Variation
In den Kursen zu Beginn der Ausbildung bis hin zum Ende des 2. Lehrjahres war es sehr abwechslungsreich. Die Kurse wurden ständig rotiert. Das heißt man hatte nicht nur 3 Monate lang Elektrogrundbildung, dann 2 Monate SPS, sondern es wurde immer gewechselt. Mal hatte man 2 Wochen Elektrogrundbildung, dann 2 Wochen SPS, dann einige Zeit wieder mal VDE, dann wieder SPS, etc.
Ab dem 3. Lehrjahr ist es leider nicht mehr so abwechslungsreich.
Respekt
Unter gleichaltrigen Kollegen herrscht ein Verhalten wie in der Schule. Ich denke es ist abhängig von Person zu Person, wie man hier Respekt definiert…
In den Versetzungstellen ist man unter den älteren Kollegen. Hier wird man respektvoll behandelt.

