Die Hoffnung bleibt, dass sich was ändert - auch wenn "Hoffnung" eben keine Strategie ist.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Durch die mangelnde Klarheit in der Organisation, ist jedem Mitarbeiter erlaubt, das Beste in seinem Arbeitsbereich herauszuholen.
Informationsbeschaffung und Austausch wird gefördert oder zumindest nicht durch Grabenkriege verhindert.
Wenig Grabenkriege auf der Ebene, in die ich Einblick habe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sicherlich gilt: schlimmer geht immer.
So richtig schlecht finde ich nichts,
wenn man gefühltes Chaos, ausbleibende (Entwicklungs-) Projektergebnisse und häufige Reorganisation, wechselnde Zuständigkeiten und unklare oder wechselnde Erwartungen an die eigenen Aufgaben/Rolle gut abhaben kann. Braucht man mehr Klarheit, ist dieses Firma derzeit eher nicht so geeignet als Arbeitgeber.
Die Hoffnung bleibt, dass sich was ändert.
Verbesserungsvorschläge
Reduktion von Komplexität nicht der Technik sondern der Prozesse und des Reportings durch Reduktion von Schnittstellen, Klärung von Schnittstellen und Klärung von Verantwortlichkeiten bei gleichzeitigem Empowerment (Durchgriff) der Verantwortlichen. Im Kleinen würde das Arbeitsorganisation genannt.
Einführung eines gelebten Risikomanagements.
Stärkung einer Quality Abteilung
Projekt Controlling stärken
(Auch wenn die Worte "einführen" und "stärken" mit zusätzlichen Kosten verbunden sind)
Arbeitsatmosphäre
Atmosphäre durch den wiederholten Abbau von 270 Stellen in RnD recht gedrückt
Image
Das Image von aumovio kennt noch keiner und wirkt ein wenig wie die Resterampe von ehemals Continental, in die Conti das Vertrauen verloren hatte und deswegen ausgegliedert hat.
Ansonsten wäre auch die Meinung von Aktionären interessant
Work-Life-Balance
Eigentlich OK, wenn man den geschaffenen emotionalen Stress durch Stellenabbau und ungeklärte Aufgaben ausblenden kann oder möchte.
Karriere/Weiterbildung
Derzeit ganz mau. Man darf sich zur Weiterbildung / Fortbildung LinkedIn Videos ansehen und YouTube.
Karriere eher schwierig in Zeiten von so vielen Abgängen. Mancher vermeintliche Karriere-Schritt hat den Anschein, vergiftet zu sein und kann zum Schleudersitz werden.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist gut, Betriebsrente eher am unteren Ende.
Es gibt den obligatorischen Obstkorb,
subventionierten mittelmäßigen Automatenkaffee und Well Pass
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wollen (noch) betriebsbedingte Kündigungen vermeiden
Kollegenzusammenhalt
Trotz gedrückter Stimmung immer noch sehr gut, auch zwischen denen, die gehen und denen die bleiben (müssen/dürfen)
Umgang mit älteren Kollegen
In Zeiten leerer Kassen gibt es 58+ Angebote. Eine aktive Förderung von älteren Kollegen erkenne ich nicht, aber auch nicht von jüngeren.
Vorgesetztenverhalten
Viele müssen umsetzen, was das Management vorgibt, ohne selbst ins Bild gesetzt zu werden. Dafür eigentlich OK und meist fair.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüro. Wenn viele da sind, recht laut.
IT Ausstattung passt.
Höhenverstellbare Schreibtische.
Shared Desk.
Derzeit bis zu 2 Tage Home-Office möglich, wenn es die Aufgabe zulässt.
Kommunikation
Mittlerweile sehr taktische Kommunikation des Management.
Strategie und Agenda zum Stellenabbau wird in Salamitaktik kommuniziert.
Häufig ist interessanter, was nicht gesagt wird oder wer nicht (mehr) sprechen (darf), als der verbal kommunizierte Inhalt selbst.
Gleichberechtigung
Mir ist keine Ungleichbehandlung aufgefallen
Interessante Aufgaben
Wenn es interessante Aufgaben gibt in der Entwicklung, dann werden sie derzeit von Reorganisation und Prozessunsicherheit überlagert.

