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Bewertung

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Expotentieller Abwärtstrend

3,2
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf in Chemnitz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich denke mit einer großen und radikalen Besprechung kann man hier das Schiff noch vorm Sinken bewahren. Ich bin früher einmal sehr gerne auf Arbeit gekommen, allerdings macht es das stetig von oben gefütterte Dessinteresse sehr schwiwierg.

Verbesserungsvorschläge

Besprechungskultur
Die Verkäuferbesprechungen erinnern eher an eine Seifenoper mit wechselnden Hauptdarstellern und garantiertem Unterhaltungswert. Besonders spannend wird es, wenn der große Chef höchstpersönlich dabei ist und seinen Verkaufsleiter ununterbrochen mustert – allerdings weniger aus Bewunderung als aus dem verzweifelten Versuch, drohendes Unglück noch irgendwie abzuwenden. Eigentlich könnte man hier mal anfangen, gemeinsam einen roten Faden in der Führung zu spinnen – denn wenn schon oben Uneinigkeit herrscht, wie soll das erst im Team ankommen?

Einheitliche Führungslinie entwickeln
Wäre ja schon hilfreich, wenn sich die Führungskräfte vorher darauf einigen könnten, wohin die Reise gehen soll. Wenn schon oben die Uneinigkeit zur Schau gestellt wird, braucht man sich über Chaos im Team wirklich nicht wundern.

Kommunikation für alle – nicht nur für Eingeweihte
Arbeitsanweisungen könnte man durchaus auch mal allen mitteilen, statt sie auf Zuruf exklusiv für eine ausgewählte Zielgruppe rauszuhauen. So würden immerhin alle gleichzeitig verwirrt sein – und nicht nur die Hälfte.

Teamübergreifendes Arbeiten als Konzept einführen
Vielleicht könnte man die Idee streuen, dass Service und Verkauf theoretisch zusammenarbeiten dürfen. Zumindest mal reden wäre ja ein Anfang – das könnte sogar helfen, Missverständnisse und Grabenkämpfe zu reduzieren.

Verkaufsstrategie mit Sinn und Verstand
Eine nette Idee wäre, Autos zu beschaffen, die sich tatsächlich verkaufen lassen. Aktuell ist der Hof ja mehr Kunstinstallation als Verkaufsfläche. Ein Plan zum Lagerabbau? Klingt gewagt, könnte aber wirken.

Digitale Möglichkeiten auch nutzen
Die Systeme sind ja da – man müsste nur noch auf die Idee kommen, sie richtig zu bedienen und die Infos auch zu teilen. So könnte man vielleicht das eine oder andere finanzielle Fiasko schon vor dem Entstehen erkennen.

Mitarbeitermotivation
Weihnachtsfeier 2024? Aber sicher, die war sogar terminiert – unser Verkaufsleiter hatte sie höchstpersönlich geplant. Allerdings scheint er sich die Erinnerung dafür direkt auf 2025 gelegt zu haben, denn der Termin wurde erfolgreich verpasst. Weihnachtsfeier? Fehlanzeige.

Spontan wurde dann eine Ersatzfeier für Januar aus dem Boden gestampft. Immerhin sehr mitarbeiterfreundlich: Man hat sich direkt das nächste Wochenende dafür freigeplant. Mit beeindruckender Vorausschau von einer ganzen Woche wurde das Event dann auch wieder abgesagt – vermutlich war gerade ein Reimport unter Wasser verkauft worden und das Budget plötzlich weg.

Letzte Woche stand dann das große Sommerfest auf dem Zettel. Eventuell wieder vom Verkaufsleiter geplant? Diesmal kam nicht einmal eine Absage. Lustigerweise hat im Team auch niemand mehr ernsthaft nachgefragt – vermutlich ahnte man das Organisationstalent der Führungsebene schon oder hatte ohnehin keine Ambitionen auf einen weiteren Glanzauftritt.

Ich freue mich jedenfalls schon sehr aufs nächste vergeigte Event. Popcorn steht bereit – so eine Vorführung sollte man schließlich nicht verpassen.

Arbeitsatmosphäre

Kollegenzusammenhalt
Manche Kolleginnen und Kollegen machen den Arbeitsalltag erträglich – mit ihnen klappt die Zusammenarbeit reibungslos und menschlich angenehm. Andere wiederum erinnern eher an Einzelkämpfer im Tarnmodus. Teamarbeit? Ja, aber bitte nur auf dem Papier.

Verkaufsleitung
Unser Verkaufsleiter überzeugt vor allem durch eines: konsequente Inkompetenz in Sachen Teamführung. Menschlich völlig überfordert, gelingt es ihm zuverlässig, jede Art von Zusammenhalt im Keim zu ersticken. Die Kommunikation mit anderen Abteilungen ist ein eigenes Kapitel – hier dominiert ein beeindruckendes Ego, das sich deutlich wohler im Rampenlicht fühlt als im Teamgedanken. Wer wissen will, wie man Motivation effizient verhindert: Hier wird es täglich vorgemacht.

Work-Life-Balance

Wer sich für den Verkauf entscheidet, sollte sich keine Illusionen machen: Erfolg und Freizeit sind hier selten beste Freunde. Das liegt weniger am Arbeitgeber als an der Natur der Sache selbst. Wer also auf einen entspannten 9-to-5-Job mit geregeltem Feierabend hofft, wird hier garantiert nicht enttäuscht – sondern eines Besseren belehrt.

Kollegenzusammenhalt

Mit den meisten Kolleginnen und Kollegen in meiner eigenen Abteilung läuft es wirklich eng und vertrauensvoll – hier hält man zusammen. Sobald man allerdings über die Abteilungsgrenzen hinaus schaut, wird’s sportlich. Besonders im Service scheint Teamwork eher als optionales Hobby verstanden zu werden. Jeder arbeitet brav für sich, Dienst nach Vorschrift wird hier zur Kunstform erhoben und die Stechuhr ist gefühlt die wichtigste Kollegin im Raum. Überblick über die Aufgaben der anderen? Wozu auch – man gönnt sich schließlich auch mal Überraschungen im Alltag.

Vorgesetztenverhalten

„Wir müssen keine Freunde werden“ – so wurde ich damals vom neuen Verkaufsleiter begrüßt. Ein Satz, der wirklich alles gesagt hat und dem die folgende Fluktuation nur konsequent gefolgt ist. Probleme? Werden hier nicht gelöst, sondern mit beeindruckender Gelassenheit ignoriert. Stattdessen erfindet man lieber kreative, sinnfreie Aufgaben, damit niemand auf die Idee kommt, sich mit echten Themen zu beschäftigen.

Altersbedingt tut sich unser Verkaufsleiter mit den Systemen im Autohaus sichtbar schwer – das führt dann regelmäßig zu grandios falschen Interpretationen und mitunter auch zu finanziellen Totalschäden. Arbeitsanweisungen? Gibt es, klar – allerdings häufig spontan auf Zuruf und gerne abhängig von der aktuellen Laune. Wer dann informiert wird, scheint eher dem Zufallsprinzip zu unterliegen.

Auch strategisch glänzt man mit bemerkenswerter Weitsicht: Statt sich auf solide, markenkonforme Fahrzeuge zu konzentrieren, setzt man lieber auf möglichst viele Reimporte, die sich kaum vermarkten lassen. Das Ergebnis? Seit einem dreiviertel Jahr stapeln sich die Autos derart auf dem Hof, dass sprichwörtlich kein Apfel mehr zu Boden fallen kön

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind okay. Im Sommer ist es sehr heiß im Winter sehr kalt. Im Schnitt passt das alles. Aber hey, dass ist ein Autohaus und keine Wellnessoase.

Ich würde mir einen Laptop wünschen, um auch Themen von zu Hause zu bearbeiten, leider führt hier kein Weg ran.

Auch wünsche ich mir klare und für jeden einheitliche Strukturen.

Kommunikation

Hier sind wir wirklich vorbildlich digital aufgestellt. Theoretisch könnte man jederzeit und überall bestens informiert sein – praktisch bleibt es oft beim frommen Wunschdenken. Informationen gibt es zwar in Hülle und Fülle, man müsste sie halt nur sinnvoll teilen oder nutzen wollen.

Gehalt/Benefits

Das Grundgehalt bzw. Fixum ist aus der Zeit gefallen, hier ist man auf dem Stand von vor 15 Jahren. Mittlerweile verdient jede Serviceassistentin das 4 bis 5 fache. Die Provision ist ganz okay, aber auch nicht so der Reißer. Ohne Vereinbarung wird das System auch mal ganz schnell geändert und man muss dies so hinnehmen. Ich wusste gar nicht, dass dies rechtlich erlaubt ist. Man hält sich nicht an geschlossene Vereinbarung und bekommt bei Lösungsvorschlägen von seinem Verkaufsleiter nur die Abfuhr "Der Chef will das so".

Gleichberechtigung

Junge, erfolgslose Kollegen erhalten die besten Benefits und dürfen die größten und teuersten Autos fahren. Mit steigender Betriebszugehörigkeit wird man scheinbar immer gläserner und unbedeutender.

Interessante Aufgaben

Vertrieb ist immer sehr individuell und interessant, jeden Tag lernt man neue Menschen kennen und steht vor neuen Herausforderungen.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.