Kein gesicherter Arbeitsplatz - Kündigungen an der Tagesordnung
Arbeitsatmosphäre
Es wird permanent Leistungsdruck ausgeübt. Es wurden mehrfach Leute gekündigt, weil das Management nicht mit der erbrachten Leistung zufrieden war. Da es sich hier um ein Kleinunternehmen handelt, können sie das ohne Probleme machen. Das führt dazu, dass man sich ständig selbst Druck macht, alles richtig zu machen und man Angst bekommt, wenn man irgendetwas falsch gemacht haben könnte (falsch kann hier schon sein, dass man 15 Minuten länger gebraucht hat, um ein Ticket zu bearbeiten oder alternativ die 15 Minuten nicht gebucht zu haben).
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Aufgrund der schlechten Meinungen der Mitarbeiter über das Unternehmen, wurde das mit Sicherheit auch außerhalb privat so kommuniziert. Kunden haben teilweise auch deutlich gemacht, dass sie mit der Leistung des Unternehmens nicht zufrieden waren.
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. Frühster Arbeitsbeginn: 07:30 Uhr, Service-Zeiten von 8 bis 18 Uhr, die von wenig Personal abgedeckt werden müssen. Länger als 8 Stunden darf nur auf Anweisung gearbeitet werden, somit können keine Überstunden angesammelt werden, um mal früher zu gehen, um private oder Arzttermine wahrnehmen zu können. Es ist somit quasi nie möglich, mal vor 16:00 Uhr Feierabend zu machen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wurde teilweise angeboten, sollte aber in der Freizeit durchgeführt werden.
Kollegenzusammenhalt
War abseits des Managements gut, da alle der gleichen Meinung waren, dass dort viel schiefläuft und sich so verstanden gefühlt hat.
Vorgesetztenverhalten
Man hatte das Gefühl, die Mitarbeiter sind den Chefs vollkommen egal. Hauptsache, der Kunde ist zufrieden. Wenn er das nicht ist, wurde die Schuld den Mitarbeitern gegeben. Sie übten permanent Druck auf alle aus. Psychisch war das meinerseits kaum zu ertragen.
Arbeitsbedingungen
Es gab zeitweise nur einen Kugelschreiber im ganzen Büro und nichts für Notizen. Das hat sich irgendwann gebessert.
Kommunikation
Teilweise wurden Leute in internen Vermerken von Tickets runtergemacht, sodass das jeder lesen konnte. Alternativ bekam man E-Mails oder Teams-Nachrichten, in denen man kritisiert wurde. Wenn ich eine Nachricht vom Führungskreis hatte, habe ich schon immer Panik bekommen und mich gefragt, was ich jetzt wieder falsch gemacht habe - auch wenn es am Ende eine normale Information o. ä. war. Aber allein, dass man die Gedanken hat, hat mich psychisch fertig gemacht.
Gehalt/Benefits
War okay.
Interessante Aufgaben
Die Entwicklung von Bots hat teilweise Spaß gemacht, das Arbeiten im Service (Monitoring der Bots und Fehlerbehebung bzw. Fehlersuche) eher weniger.