Ein System der falschen Hoffnungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt nur die Bezahlung, was anderes fällt mir nicht ein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den Menschen falsche Hoffnungen machen, bezüglich einer Übernahme durch VW. Das passiert leider nur sehr selten, man ist 3 Jahre Leiharbeiter. Das ist eine echt lange Zeit. Die mögliche Vertragsverlängerung bis zum letzten Tag zurückhalten und wenn man verlängert werden soll, muss man so schnell es geht zum Unterschreiben kommen, sonst ist man raus. Der ein oder andere Kollege wurde so aus seinem Urlaub geholt, wäre Er im Ausland gewesen wäre es für ihn vorbei gewesen. 3 Tage vor Ablauf des Vertrages bis Ende der Woche MUSSTE Er unterschrieben haben. Ist sowas fair?
Die Menschen werden ständig unter Druck gesetzt. Sollte man Krank werden wird unterschwellig den Leuten klar gemacht, dass man seine Chance auf eine Übernahme verliert, die sowieso nicht stattfindet. Man hält die Leute hin und vertröstet diese bis ins ultimo. Das ganze System der Zeitarbeit darf in dieser Form nicht mehr existieren.
Verbesserungsvorschläge
Verbessern wird sich nichts, da VW der AutoVision vorschreibt wie es läuft. Es heißt immer der Kunde Volkswagen und man tut so, als bestehe keine Verbindung über Gesellschaften zu einander, doch letztlich wissen alle, dass VW mit der Stadt Wolfsburg die AutoVision ins Leben gerufen hat. Ja, rechtlich gesehen ist man getrennt, doch das ist nur auf Papier.
Arbeitsatmosphäre
Kommt auf die Abteilung bei VW an
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AutoVision hat keinen guten Ruf unter der Mehrheit der „AuVis“ also den Zeitarbeitern bei VW. Diese Mehrheit ist oft sehr still und will nicht negativ auffallen. Sie würden sich auch nie trauen VWs-System und AutoVision hier auf Kununu zu bewerten. Bei AutoVision zu arbeiten, egal welcher Standort ist eher ein Mittel zum Zweck. Man erträgt AutoVision um zu VW reinzukommen, ohne kommt man nicht zu VW rein.
Man lebt mit dem Traum und der Hoffnung nach 3 Jahren den befristeten Arbeitsvertrag bei VW zu bekommen und beruflich anzukommen.
Work-Life-Balance
Kommt auf das Schichtmodel bei VW an.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt keine. 3 Jahre ist man Zeitarbeiter bei VW. Danach 2 Jahre befristet über VW. Also 5 Jahre lang kann man keine Karriere machen. Man pausiert seine Karriere sozusagen.
Gehalt/Benefits
Man kommt schnell auf das Lohnniveau der Stammwerker, bekommt aber auch die ganzen Benefits nicht, wie eine Schmutzzulage. Dennoch ist man immer eine Lohngruppe unter dem Stammwerker eingruppiert. Bedeutet wenn der Stammwerker die 9 hat, bekommt man selbst die 8 weil man ja als Zeitarbeiter die gleiche Arbeit macht, aber nicht das gleiche Geld wert.
Vorgesetztenverhalten
Mal hat man super tolle Meister, die dich unbedingt behalten wollen damit man zum Stammwerker wird. Mal hat man das Pech und Jemanden dem es nicht passt das du existierst.
Arbeitsbedingungen
Man merkt das VW in einer Art Luftschloss hängt durch die Transformation. Manche Abteilungen sind komplett neu und in manchen wurde das letzte Mal in den 90ern was gemacht. Neue Abteilungen sind super ausgestattet, mit Werkzeug, Messinstrumenten etc. in alten Abteilungen muss man den Dienstweg mehrfach angehen, wenn man was für die Arbeit benötigt.
Manche Abteilungen werden als die Zukunft von VW verkauft und dann wird die Abteilung nach kurzer Zeit, doch verkleinert und man fängt wieder von vorne an, in einer anderen Abteilung, mit neuem Meister und einem schon bestehenden Team. So muss man sich wieder neu einfügen und den Anschluss finden, nicht jedes Team ist direkt offen für neue Kollegen. Der Prozess kann zermürbend sein, da man vorher in einem Team gearbeitet hatte, wo alles eingespielt war.
Gleichberechtigung
Als „AuVi“ oder „Zaki“ ist man nie die erste Wahl. Pure 2. Klassengesellschaft.
Interessante Aufgaben
Viele spannende Bereiche im Konzern, die mein Interesse und mein Potenzial durch meinen technischen Hintergrund voll ausgeschöpft hat. Doch auch viel monotone Arbeiten, die man 8h lang ertragen muss.