Überlastung und fehlende Wertschätzung bei AWO Bayern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsumgebung ist gepflegt und ordentlich – zumindest die Räumlichkeiten sind in einem guten Zustand, auch wenn die Arbeitsbedingungen selbst leider nicht mithalten können.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden, ständige Überlastung durch bewusst aufrechterhaltenen Personalmangel und eine einseitige Kommunikation – nur Kritik, kein Lob. Die Führungsebene besteht häufig aus Personen mit geringer Qualifikation und ohne Empathie. Viele Dokumentationen werden im eigenen Interesse manipuliert oder geschönt, anstatt ehrlich und transparent zu sein.
Die Löhne liegen deutlich unter dem Branchendurchschnitt, der Tarifvertrag wird nicht eingehalten. Selbst grundlegende Dinge wie kostenloses Trinkwasser werden den Mitarbeitenden nicht bereitgestellt.
Verbesserungsvorschläge
Die AWO Bayern sollte stärker auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingehen. Eine offene Kommunikation, faire Entlohnung nach Tarifvertrag und echte Wertschätzung würden das Betriebsklima deutlich verbessern. Auch kleine Maßnahmen wie kostenlose Getränke oder flexible Pausen könnten viel bewirken.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark belastet. Durch den dauerhaft bestehenden Personalmangel herrscht ständiger Druck und Überforderung. Viele Mitarbeitende fühlen sich erschöpft und kaum wertgeschätzt. Lob oder Motivation gibt es nicht, was die Stimmung zusätzlich verschlechtert. Vertrauen und gegenseitige Unterstützung fehlen weitgehend
Image
Falsches Bild – nichts ist so, wie es nach außen gezeigt wird!
Work-Life-Balance
Durch die permanente Überlastung und die ständigen Vertretungen bei Urlaubs- oder Krankheitsausfällen muss das bestehende Personal alles auffangen. Dadurch verringert sich die Zahl der tatsächlichen Ruhetage erheblich. Die Manipulation der Dienstzeiten zum Nachteil der Mitarbeitenden scheint eine bewusste Praxis des Arbeitgebers zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden – keine Förderung oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Beim Start des neuen digitalen Dokumentationssystems gab es weder Schulungen noch Informationsmaterial, wodurch die Dokumentation oft ohne tatsächliche Nachvollziehbarkeit geführt wird.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt – teils bis zu 45 % weniger. Der Tarifvertrag wird nicht eingehalten, vereinbarte Lohnerhöhungen bleiben aus. Für die hohe Arbeitsbelastung ist die Vergütung absolut unangemessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen gibt sich die AWO sozial und engagiert, intern ist davon jedoch wenig zu spüren. Der Umgang mit Mitarbeitenden steht im klaren Widerspruch zu den eigenen sozialen Werten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen auf gleicher Ebene ist gut – man unterstützt sich gegenseitig, um den stressigen Alltag überhaupt bewältigen zu können. Zwischen den Hierarchieebenen sieht es jedoch anders aus: Fachkräfte delegieren viele Aufgaben an die Pflegehilfskräfte und entlasten sich selbst, was zu zusätzlicher Belastung und Unzufriedenheit im Team führt.
Umgang mit älteren Kollegen
Selbst bei einem zehnjährigen Dienstjubiläum gab es von der Leitung weder eine Anerkennung noch eine einfache Dankeskarte – das spricht Bände über die Wertschätzung im Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist oft respektlos und wenig professionell. Viele Führungskräfte verfügen weder über ausreichende fachliche Qualifikation noch über Empathie im Umgang mit Mitarbeitenden. Kritik wird von oben herab geäußert, Lob oder Unterstützung gibt es kaum. Entscheidungen werden ohne Rücksprache getroffen, Verantwortung wird nach unten abgegeben. Menschlichkeit und Fairness fehlen völlig.
Kommunikation
Kommunikation findet kaum statt. Informationen werden oft zurückgehalten oder nur an ausgewählte Personen weitergegeben. Die PDL grüßt Mitarbeitende teilweise nicht einmal, was den respektvollen Umgang stark infrage stellt. Offene Gespräche oder konstruktives Feedback gibt es so gut wie nie – es werden lediglich Anweisungen erteilt.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert in der Theorie, aber nicht in der Praxis. Mitarbeitende in höheren Positionen werden bevorzugt, während Pflegehilfskräfte deutlich schlechter behandelt werden. Meinung oder Vorschläge von „unteren Ebenen“ werden kaum ernst genommen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich ist sinnvoll und könnte interessant sein, da man mit Menschen arbeitet und Verantwortung trägt. Leider bleibt dafür im stressigen Alltag kaum Raum – zu wenig Personal, zu viel Druck und kaum Zeit, um die Aufgaben wirklich gut zu machen.