Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Bezahlung
- Hygienebewusstsein in der Einrichtung
- Wundversorgungen (keine Materialien, kein aseptisches Arbeiten)
- Fachkräfte- und allgemeine Personalnot
- eigentlich alles
- Umgang mit Kritik (bei vielen Kritikpunkten wird die Dame des Betriebsrats eingeschaltet, die auch fast täglich im Haus ist. Kritik wird immer schöngeredet und wenig ernst genommen)
Verbesserungsvorschläge
Bauliche Mängel beseitigen
- Im Stationsbad darf kein Wasser durch den Abfluss fließen, weil es sonst im unteren Wohnbereich tropft
- Die Badezimmer sind nicht barrierefrei, zu klein, man kommt gerade so mit einem Rollstuhl ins Bad, aber dann ist dort kein Platz mehr für die Pflegekraft
- Weil die Toiletten zu tief sind, befinden sich darauf Aufsätze. Jedoch werden diese nach meinen Beobachtungen beim Reinigen nie abgenommen, sodass sich darunter viel Schmutz befindet
- noch vieles mehr
Arbeitsatmosphäre
Wenn man gut damit zurecht kommen, wenig fachlich und nach Vorgaben zu arbeiten, wird man die Atmosphäre in der Altenwohnanlage Rastede sehr genießen.
Karrierechancen
Zu meiner Zeit dort hat die Pflegedienstleitung auch gleichzeitig als Wohnbereichsleitung und Pflegefachkraft gearbeitet. Die Karrierechancen sind hoch, weil viele Stellen unbesetzt sind. Ob die Arbeit dort dann gefällt, sei mal dahingestellt.
Arbeitszeiten
Normale Arbeitszeiten, die man aus anderen Einrichtungen kennt.
Ausbildungsvergütung
Da ich lediglich in meinem Außeneinsatz dort war, werde ich entsprechend nicht von der AWO selbst sondern von meinem eigenen Arbeitgeber bezahlt.
Die Mitarbeiter dort haben sich jedoch sehr erstaunt und neidisch über die Zahlungen nach TVÖD-P, Weihnachtsgeldhöhe und Höhe der Zuschläge gezeigt.
Die Ausbilder
Ich habe meinen Mindestsatz an Praxisanleiterstunden nicht erreicht, weil keine ausgebildeten Praxisanleiter vor Ort waren bzw. aufgrund von Personalmangel keine Zeit für angemessene Praxisanleitung war.
Arbeiten, wie es in der Berufsschule gelehrt wird, ist dort nicht möglich, weil selbst die „besten“ Fachkräfte oft damit überfordert sind, Aufgaben wie Katheterlegen/Wundversorgungen schulisch durchzuführen.
Spaßfaktor
Durch Personalmangel und die Einstellung, dass jeder Bewohner jeden Morgen gründlich gewaschen werden müssen auch ohne dass sie es wollen, geht jeglicher Spaß bei der Arbeit verloren. Mundpflege und das Reinigen der Beine/Füße wird oft nicht durchgeführt. Geduscht werden Bewohner wenig, weil zum Teil die Badezimmer nicht ausreichend barrierefrei sind und es ein Mehraufwand ist, Bewohner in einem fremden Bewohnerzimmer/Stationsbad zu duschen. Angemessene Arbeit ist aufgrund fehlender Materialien und mangelnder Zeit oft nicht möglich
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie Fließbandarbeit. Viel Waschen, viele Toilettengänge. Mahlzeiten anreichen, zum Teil Wundversorgungen, auch hier fehlt oft Material. Viele Pflegeassistenten, die gar keine offizielle Ausbildung dazu absolviert haben, wissen nicht, was Prophylaxen sind.
Variation
Täglich oft immer das Gleiche.
Respekt
Das Team untereinander versteht sich gut und ist freundlich zu neuen Auszubildenden. Der Ton dort ist jedoch wenig von Fachsprache und viel von Schimpfwörtern oder Unzufriedenheit geprägt.