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Engineering 
GmbH
Bewertung

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Fehlende Professionalität. Fachkräfte tragen die Firma, Entscheidungen trifft die Familie

1,5
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv fand ich grundsätzlich die ambitionierten Ziele und die großen Visionen des Unternehmens. Gerade in der Anfangsphase war spürbar, dass viele Projekte mit viel Motivation und dem Wunsch nach Wachstum aufgebaut werden sollten.

Nach meinem Eindruck ging jedoch vieles davon im Laufe der Zeit verloren, da Entscheidungen zunehmend zentral innerhalb der Familie getroffen wurden, anstatt stärker auf die Erfahrung und fachliche Kompetenz langjähriger Mitarbeitender zu setzen. Dadurch wurden aus meiner Sicht viele ursprünglich gute Ansätze und funktionierende Teamstrukturen geschwächt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Aus meiner Sicht hat sich das Unternehmen zunehmend von einer fachlich geführten Firma hin zu einer familienintern geprägten Struktur entwickelt. Verantwortungsvolle Entscheidungen wurden teilweise von Personen getroffen, deren beruflicher Hintergrund nach meinem Eindruck nicht ausreichend zu den Anforderungen komplexer Infrastruktur- und Ingenieurprojekte passte.

Dadurch entstanden aus meiner Sicht häufig fachlich fragwürdige Entscheidungen, unklare Prioritäten und organisatorische Probleme im Projektalltag. Kompetenz und Erfahrung spielten nach meinem Empfinden nicht immer die entscheidende Rolle bei Verantwortung und Einfluss innerhalb des Unternehmens.

Insgesamt fehlte mir eine professionelle, transparente und fachlich stabile Führungsstruktur. Gerade bei technisch anspruchsvollen Projekten habe ich dies als sehr problematisch wahrgenommen.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht sollte das Unternehmen stärker auf fachliche Kompetenz, Erfahrung und transparente Entscheidungsstrukturen setzen, anstatt zentrale Entscheidungen überwiegend innerhalb der Familie zu bündeln. Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse sollten stärker an qualifizierte und erfahrene Mitarbeitende delegiert werden, insbesondere in technisch anspruchsvollen Projekten.

Wichtig wäre außerdem eine verlässlichere und ehrlichere Kommunikation. Zusagen und Versprechen sollten realistisch formuliert und anschließend auch eingehalten werden, da wiederholte Änderungen oder nicht umgesetzte Ankündigungen langfristig das Vertrauen der Mitarbeitenden beeinträchtigen.

Am wichtigsten wäre aus meiner Sicht jedoch eine stärkere Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Viele Mitarbeitende haben über lange Zeit deutlich mehr Einsatz gezeigt, als eigentlich erwartet werden konnte. Dieses Engagement sollte anerkannt, respektiert und entsprechend behandelt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als sehr angespannt und wenig wertschätzend empfunden. Nach meinem Eindruck wurden Mitarbeitende teilweise eher gegeneinander ausgespielt, anstatt den Teamgedanken zu fördern. Zudem hatte ich das Gefühl, dass vergleichbare Entwicklungsmöglichkeiten oder Positionen mehreren Personen gleichzeitig in Aussicht gestellt wurden, ohne ausreichend Transparenz über die tatsächlichen Entscheidungen zu schaffen.

Erfolge wurden häufig als selbstverständlich angesehen und dem gesamten Team zugeschrieben, während bei Fehlern aus meiner Sicht eher einzelne Mitarbeitende öffentlich kritisiert wurden. Besonders den Umgangston seitens der Geschäftsführung empfand ich teilweise als unangenehm.

Außerdem hatte ich persönlich den Eindruck, dass Zusagen und Kommunikation nicht immer klar oder nachvollziehbar waren. Insgesamt fehlte mir Offenheit und Transparenz in verschiedenen Themenbereichen.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht eines der größten Probleme im Unternehmen. Wichtige Entscheidungen wurden häufig hinausgezögert oder gar nicht klar getroffen. Gerade in kritischen Situationen hatte ich mehrfach den Eindruck, dass sich die Führungsebene eher zurückgezogen hat, anstatt Verantwortung zu übernehmen und klare Entscheidungen transparent zu vertreten. Am Ende wurden Probleme oder Fehlentwicklungen häufig auf einzelne Mitarbeitende übertragen.

Teilweise entstand bei mir außerdem der Eindruck, dass die Komplexität der Projekte und die tatsächlichen Anforderungen im technischen sowie organisatorischen Bereich unterschätzt wurden. Dadurch kam es aus meiner Sicht immer wieder zu realitätsfernen Erwartungen, widersprüchlichen Vorgaben und kurzfristigen oder emotional wirkenden Entscheidungen.

Zusagen wurden nach meiner Erfahrung häufig nicht eingehalten oder später anders dargestellt. Insgesamt fehlten mir eine offene, ehrliche und verlässliche Kommunikation sowie eine klare fachliche Orientierung innerhalb der Führungsebene.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war für mich einer der wenigen wirklich positiven Punkte im Unternehmen. Besonders in der Anfangsphase hatten viele Mitarbeitende die Motivation und gemeinsame Vision, die Firma erfolgreich aufzubauen und die typischen Schwierigkeiten eines jungen Unternehmens gemeinsam zu bewältigen.

Viele Kolleginnen und Kollegen gingen dabei aus meiner Sicht deutlich über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus, um fehlende Strukturen, organisatorische Probleme und mangelnde Unterstützung seitens der Führungsebene auszugleichen. Der Zusammenhalt im Team war deshalb zeitweise sehr stark.

Leider hatte ich später den Eindruck, dass diese eigenständige und funktionierende Zusammenarbeit innerhalb des Teams von der Geschäftsführung zunehmend kritisch gesehen wurde und mit der Zeit hat sich die Firma zunehmend von einer teamorientierten Arbeitsweise hin zu einer stärker familiengeführten Struktur entwickelte. Entscheidungen wurden wieder stärker zentralisiert und stärker innerhalb der Führungsebene beziehungsweise der Familie gebündelt. Dadurch gingen aus meiner Sicht viele zuvor funktionierende Abstimmungen und eigenständige Teamentscheidungen verloren.

Work-Life-Balance

Eine wirkliche Work-Life-Balance habe ich in diesem Unternehmen nicht erlebt. Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten wurde aus meiner Sicht häufig als selbstverständlich angesehen. Anrufe auf dem privaten Handy am Abend oder am Wochenende kamen regelmäßig vor – teilweise auch wegen weniger dringender Themen.

Selbst wenn die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit bereits erfüllt war oder man unter der Woche auf Dienstreise war, wurde ein früherer Feierabend teilweise kritisch hinterfragt. Mehrfach entstand bei mir der Eindruck, dass Anwesenheit im Büro stärker bewertet wurde als tatsächliche Arbeitsleistung oder bereits geleistete Stunden.

Auch beim Thema Homeoffice fehlte aus meiner Sicht Vertrauen und Planungssicherheit. Homeoffice-Tage mussten teilweise kurzfristig durch die Geschäftsführung beziehungsweise die Führungsebene genehmigt werden, teilweise erst am selben Tag. Dadurch war eine verlässliche Planung kaum möglich.

Zusätzliche Benefits oder moderne Arbeitgeberleistungen gab es nach meiner Erfahrung kaum beziehungsweise gar nicht. Themen wie betriebliche Altersvorsorge, Kita-Zuschüsse, Gesundheitsangebote oder andere Mitarbeitervorteile spielten keine Rolle

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich insgesamt als wenig professionell und wenig transparent empfunden. Aus meiner Sicht wurde das Unternehmen zunehmend familienintern geführt, wodurch fachliche Kompetenz und praktische Erfahrung nicht immer die entscheidende Rolle bei Führungsverantwortung spielten.

Besonders schwierig empfand ich, dass Mitarbeitende mit langjähriger technischer und projektspezifischer Erfahrung teilweise von Personen geführt wurden, deren beruflicher Hintergrund nach meinem Eindruck nicht ausreichend zu den Anforderungen komplexer Infrastruktur- und Ingenieurprojekte passte. Dadurch entstanden aus meiner Sicht häufig fachlich fragwürdige Entscheidungen, Unsicherheiten und unnötige Konflikte im Arbeitsalltag.

In problematischen Situationen hatte ich außerdem mehrfach den Eindruck, dass Verantwortung eher auf Mitarbeitende übertragen wurde, anstatt klare Entscheidungen zu treffen und diese auch zu vertreten. Kritik wurde dagegen teilweise schnell nach unten weitergegeben.

Zusätzlich wurden die Gehaltsthemen und finanzielle Entscheidungen gelegentlich auch als Druckmittel genutzt, was das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeitenden und Führungsebene belastet.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben und Projekte an sich waren durchaus interessant. Durch den Fokus auf Infrastruktur- und Großprojekte bestand die Möglichkeit, an technisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Themen mitzuarbeiten. Gerade fachlich konnte man dadurch in einigen Bereichen wertvolle Erfahrungen sammeln.

Allerdings hatte ich den Eindruck, dass zusätzlich zur eigentlichen Projektarbeit auch die Akquise neuer Projekte und die Gewinnung von Aufträgen stark auf Mitarbeitende übertragen wurde. Anerkennung oder ein entsprechender Ausgleich für zusätzlichen Einsatz blieben dabei aus meiner Sicht häufig aus.

Wenn Projekte oder Aufträge nicht gewonnen wurden, wurde dies dagegen teilweise schnell kritisch hinterfragt oder auf Mitarbeitende zurückgeführt, obwohl viele Faktoren außerhalb des direkten Einflussbereichs lagen.

Gleichberechtigung

Beim Thema Gleichberechtigung hatte ich persönlich nicht den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von Herkunft oder persönlichem Verhältnis zur Führungsebene gleich behandelt wurden. Teilweise entstanden aus meiner Sicht innerhalb des Unternehmens klare Präferenzen und Vorbehalte gegenüber bestimmten Nationalitäten oder Personengruppen, auch wenn dies nicht immer offen ausgesprochen wurde.

Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass Themen wie Gehalt, Entwicklungsmöglichkeiten oder Vertrauen nicht ausschließlich nach Leistung, Erfahrung oder Verantwortung bewertet wurden. Persönliche Nähe zur Führungsebene schien aus meiner Sicht teilweise einen größeren Einfluss zu haben, was innerhalb des Teams wiederholt zu Unzufriedenheit und einem Gefühl von Ungerechtigkeit geführt hat.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als wenig modern und wenig mitarbeiterorientiert empfunden. Zusätzliche Leistungen oder Benefits gab es aus meiner Sicht praktisch nicht, während selbst grundlegende Themen wie Homeoffice regelmäßig zu Diskussionen oder kurzfristigen Genehmigungen führten.

Auch bei der Arbeitsausstattung wurde nach meinem Eindruck stark gespart. Teilweise war die bereitgestellte Ausstattung sehr einfach oder nicht ausreichend für den täglichen Arbeitsalltag, sodass einige Mitarbeitende eigenes Zubehör wie Kopfhörer, Mäuse oder weiteres Equipment privat angeschafft haben.

Ähnlich empfand ich den Umgang mit Diensthandys und Dienstwagen. Aus meiner Sicht wurde hier vor allem auf minimale Kosten geachtet, unabhängig davon, ob die Ausstattung für die tatsächlichen Anforderungen im Arbeitsalltag sinnvoll oder angemessen war. Gerade bei häufigen Dienstreisen und Projektarbeit hätte ich deutlich professionellere Rahmenbedingungen erwartet.

Zusätzlich entstand bei mir häufig der Eindruck, dass Einsatz und Flexibilität der Mitarbeitenden als selbstverständlich angesehen wurden, ohne dass dies entsprechend wertgeschätzt oder ausgeglichen wurde.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

vergiss es

Gehalt/Benefits

Beim Thema Gehalt hatte ich den Eindruck, dass es innerhalb des Unternehmens keine wirklich klare oder nachvollziehbare Struktur gab. Während einige Mitarbeitende aus meiner Sicht angemessen bezahlt wurden, lagen die Gehälter insbesondere bei neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen teilweise deutlich unter dem, was ich für die Anforderungen und Verantwortung der Positionen erwartet hätte.

Gehaltserhöhungen mussten nach meinem Empfinden häufig stark erkämpft werden und waren oft an sehr hohe zusätzliche Erwartungen oder Leistungen geknüpft. Zudem hatte ich den Eindruck, dass vereinbarte Entwicklungen oder angekündigte Gehaltsschritte nicht immer vollständig umgesetzt wurden beziehungsweise später anders ausfielen als ursprünglich besprochen.

Sozialleistungen oder zusätzliche Benefits gab es nach meiner Erfahrung kaum bis gar nicht. Insgesamt entstand bei mir außerdem teilweise das Gefühl, dass Gehaltsthemen auch als Druckmittel eingesetzt wurden, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet hat.

Image

Das Image des Unternehmens habe ich persönlich im Laufe der Zeit zunehmend kritisch wahrgenommen. Besonders auffällig war für mich die hohe Fluktuation sowie die vielen Personalwechsel innerhalb laufender Projekte, was nach meiner Erfahrung auch außerhalb des Unternehmens wahrgenommen wurde.

Im Infrastruktur- und Projektumfeld entstand aus meiner Sicht dadurch kein besonders stabiles oder professionelles Bild. Gerade die häufigen Wechsel von Ansprechpartnern und Mitarbeitenden wirkten sich meiner Meinung nach negativ auf das Vertrauen und die Außenwirkung aus.

Auch die Bewertungen auf Plattformen wie kununu spiegeln für mich teilweise diese Entwicklung wider. Dabei entstand bei mir persönlich der Eindruck, dass sehr positive Bewertungen häufig unmittelbar nach kritischen Bewertungen erschienen, wodurch die Gesamtbewertung künstlich ausgeglichener wirkte. Unabhängig davon empfinde ich das allgemeine Image des Unternehmens innerhalb der Branche insgesamt eher als kritisch.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden aus meiner Sicht zwar regelmäßig angesprochen, in der Praxis jedoch nur sehr eingeschränkt umgesetzt. Viele Zusagen oder Perspektiven blieben nach meinem Eindruck eher unverbindlich oder wurden später relativiert.

Weiterbildungen standen häufig unter der Voraussetzung, dass die Kosten direkt einem Projekt zugeordnet oder die Ausfallzeiten vollständig wirtschaftlich kompensiert werden konnten. Selbst dann wurden Schulungen nach meiner Erfahrung oft nur teilweise genehmigt oder nur einzelne Bestandteile übernommen.

Teilweise entstand zudem der Eindruck, dass Weiterbildungen zwar grundsätzlich unterstützt werden sollten, gleichzeitig aber weiterhin eine vollständige Auslastung in den Projekten erwartet wurde. Dadurch hätten Schulungen oder Qualifizierungen faktisch überwiegend in der Freizeit oder an Wochenenden stattfinden müssen, ohne dass sich die reguläre Arbeitsbelastung entsprechend reduziert hätte.

Insgesamt empfand ich die tatsächliche Förderung von Weiterbildung und langfristiger Entwicklung daher als eher gering.


Umgang mit älteren Kollegen

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