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Bewertung

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Autokratischer Führungsstil und mangelnder Handlungsspielraum

2,6
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen macht auf den ersten Blick ein sehr aufgeräumten und Modernen Eindruck.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Aufgrund des autoritären Führungsstils und der mangelnden Delegation von Verantwortung stockt die Entwicklung im Unternehmen in allen Bereichen in der Regel – Innovation und Fortschritt werden dadurch erheblich gebremst.

Verbesserungsvorschläge

Geschäfts- bzw. Verbesserungs¬vorschläge, die in einem Unternehmen mit stark autokratischem Führungsstil und begrenztem Handlungsspielraum für Mitarbeitende helfen könnten. Einige Ideen lassen sich direkt umsetzen, andere benötigen einen kulturellen Wandel vonseiten der Geschäftsführung. Dennoch können sie als Denkanstoß dienen:
1. Strukturierte Delegation von Aufgaben
o Einrichtung klarer Verantwortungs¬bereiche („Rollen und Verantwortungen“), damit Führungskräfte und Mitarbeitende konkrete Entscheidungsspielräume erhalten.
o Regelmäßige Überprüfung dieser Delegation durch Feedback-Gespräche – beispielsweise monatlich.
o Ziel: Reduzierung der Überlastung in der obersten Geschäftsführung und größere Zufriedenheit im Team durch mehr Autonomie.
2. Offene Kommunikationskultur etablieren
o Einführung von regelmäßigen Meetings (z. B. Wochenrückblick oder „Stand-up-Meetings“), in denen offen über Prozesse, Schwierigkeiten und Verbesserungs¬ideen gesprochen werden kann.
o Klare und respektvolle Feedback-Regeln schaffen (zum Beispiel das „4A“-Prinzip: Anerkennen, Ansprechen, Aufzeigen, Anbieten von Lösungen).
o Mitarbeitende ermutigen, auch kritische Punkte ohne Angst vor negativen Konsequenzen ansprechen zu können.
3. Partizipation fördern
o Projektgruppen oder Taskforces zu bestimmten Themen bilden, in denen Mitarbeitende eigenverantwortlich Lösungen erarbeiten dürfen.
o Pilotprojekte zulassen, bei denen Mitarbeitende oder Führungskräfte eigeninitiativ Abläufe oder Angebote testen können (etwa „Mini-Projekte“ mit begrenztem zeitlichen und finanziellen Rahmen).
o Die Ergebnisse dieser Projekte in größeren Runden präsentieren und würdigen.
4. Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung
o Feste Weiterbildungsbudgets und Weiterbildungstage (z. B. pro Quartal) einplanen, damit Fachkräfte ihre Kompetenzen ausbauen können.
o Mentoring-Programme etablieren, bei denen erfahrene Kolleg*innen neue Mitarbeitende oder Nachwuchsführungskräfte begleiten.
o Erfolgreiche Teilnahme an Weiterbildungen sollte sichtbar anerkannt werden (z. B. Zertifikate, interne Newsletter, Erwähnung in Teammeetings).
5. Transparente Entscheidungsfindung
o Bei relevanten Entscheidungen kurz erklären, warum die Geschäftsführung eine bestimmte Richtung vorgibt.
o Größere Entscheidungen ankündigen (z. B. „Wir wollen nächste Woche über X sprechen; bitte bereitet Fragen/Ideen vor.“).
o Regelmäßige „Fragerunden“ anbieten, in denen die Geschäftsführung Rede und Antwort steht, um Gerüchten oder Unklarheiten früh entgegenzuwirken.
6. Kulturelle Integration stärken
o Gemeinsame Aktivitäten (Teamevents, Workshops) fördern, die nicht rein geschäftsbezogen sind. Das kann helfen, Verständnis und Vertrauen aufzubauen.
o Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede: Interkulturelle Trainings können Missverständnisse zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher Herkunft reduzieren.
o Kommunikationstrainings, bei denen die Geschäftsführung selbst lernt, wie sie konstruktiver und partizipativer führen kann.
7. Klare Führungsleitlinien definieren
o Ein Leitbild oder eine „Führungsphilosophie“ verfassen, die beschreibt, wie Führungskräfte agieren sollen (z. B. Respekt, Förderung, Vertrauensvorschuss).
o Diese Leitlinien sollten nicht nur auf dem Papier stehen, sondern regelmäßig im Führungsalltag gelebt und überprüft werden (z. B. durch Feedbackgespräche mit Mitarbeitenden).
8. Vertrauensaufbau in der Geschäftsführung
o Kleine, aber konkrete Schritte unternehmen, um Verantwortung Stück für Stück abzugeben und zu sehen, dass Mitarbeitende vertrauenswürdig sind.
o Erfolge, die durch Mitarbeitende erzielt werden, anerkennen und öffentlich machen. Das stärkt den Teamgeist und signalisiert Wertschätzung.
o Externe Beratung (Coachings, Organisationsentwicklung) kann helfen, lange eingeschliffene Muster aufzubrechen und neue Wege aufzuzeigen.
9. Striktere Trennung von Privatleben und Beruf
o Um das Vertrauen zu stärken, könnte die Geschäftsführung auf private Einmischungen verzichten und stattdessen eine klare Grenze ziehen, was betrieblich und was privat ist.
o Politische Ansichten oder weltanschauliche Themen sollten, wenn überhaupt, nur in einem respektvollen, diskussionsoffenen Rahmen auftauchen.
10. Schrittweise Modernisierung
• Wenn Teile des Unternehmens sehr traditionell organisiert sind, können kleine Pilotbereiche (z. B. ein Team mit mehr Handlungsspielraum) als „Modellprojekt“ dienen.
• Die Geschäftsführung kann beobachten, wie sich diese Flexibilität auf Produktivität, Zufriedenheit und die Qualität der Arbeit auswirkt. Bei Erfolg kann das Konzept auf weitere Unternehmensbereiche ausgeweitet werden.
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Fazit:
Die Vorschläge setzen teilweise Veränderungsbereitschaft und Vertrauen der Geschäftsführung voraus. Sie sollen zeigen, wie auch in einem bisher autokratischen Umfeld schrittweise mehr Partizipation, Offenheit und Motivation entstehen kann. Letztlich schaffen solche Initiativen oft ein besseres Klima und binden Mitarbeitende.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre würde ich mit 2,5 Sternen bewerten. Wenn die Führungskräfte die Möglichkeit hätten, selbständig die Arbeitsatmosphäre zu beeinflussen, dann würde ich gleich 3 Sterne vergeben – und nach wenigen Monaten sicherlich sogar 4 Sterne. Das Team untereinander war meist bemüht, sich gegenseitig zu unterstützen und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen.

Image

Das Unternehmen verfügt im Grunde über kein klares Image, da die Geschäftsführung aus Angst vor behördlicher Aufmerksamkeit großen Wert darauf legt, möglichst unauffällig zu bleiben. Dieses dominante Führungsverhalten führt dazu, dass sie sich nur widerwillig bestehenden Systemen oder Regelwerken unterordnet. Deshalb wird innerhalb des Unternehmens deutlich kommuniziert, dass man sich besser im Hintergrund hält.

Infolgedessen wird das Thema „Außenwirkung“ oder „Image“ unter den Mitarbeitenden kaum angesprochen. Die meisten ziehen es vor, sich nicht offen dazu zu äußern oder eine eigene Meinung zu entwickeln, um Konflikte zu vermeiden.

Work-Life-Balance

Trotz des autokratischen Führungsstils war es oft gegeben, dass die Mitarbeitenden eine gute Work-Life-Balance hatten. Die Geschäftsführung belästigte die Belegschaft in der Regel nicht während Urlaubs-, Freizeiten- oder Krankentagen, und nach Dienstende konnte man die Arbeit recht gut hinter sich lassen. Diese positive Bewertung beruht darauf, dass die Geschäftsführung offenbar erkannt hatte, dass es besser sei, außerhalb der Dienstzeit inaktiv zu bleiben – möglicherweise auch, weil sie staatliche Strukturen so weit wie möglich meidet, „wie der Teufel das Weihwasser“.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt im Unternehmen keine klaren Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten, die Mitarbeitende tatsächlich erkennen könnten. Alle bestehenden Maßnahmen oder Strukturen sind ausschließlich gesetzlich vorgeschrieben. Die Geschäftsführung legt offenbar Wert darauf, überwiegend Mitarbeitende ohne weiterführende Qualifikationen zu beschäftigen. Fach- oder Führungskräfte mit höherer Bildung – die aufgrund von gesetzlichen Vorgaben dennoch im Unternehmen beschäftigt sein müssen – sind der Geschäftsführung jedoch stets ein Dorn im Auge.

Gehalt/Benefits

Die Höhe der Gehaltszahlungen ist im unteren Gehaltsniveau anzutreffen, d.h. es ist noch oben noch eine Menge Luft. Die Gehälter werden pünktlich gezahlt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ja, das Unternehmen ist bemüht Umweltbewusst zu sein, wie Mülltrennung.

Kollegenzusammenhalt

Kollegenzusammenhalt: Zu Beginn war dieser durchaus positiv zu bewerten. Dies änderte sich jedoch drastisch, sobald die Geschäftsführung etwas dagegen haben könnte. Eine gute Zusammenarbeit im Team war somit nur dann gegeben, wenn die Mitarbeitenden keine Angriffe seitens der Geschäftsführung befürchten mussten.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt überwiegend nur positive Beobachtungen diesbezüglich, aber es gibt keine Förderung diesbezüglich.

Vorgesetztenverhalten

a) Autokratischer Führungsstil: Die Geschäftsführung agiert meist auf autoritäre Weise und gewährt praktisch keinen Handlungsspielraum.

b) Schlechtes Vorgesetztenverhalten: Die Führungskräfte verhalten sich nicht fachlich versiert in ihrem Führungsstil, sondern dienen lediglich als „Sprachrohr“ der Geschäftsführung. Jegliche eigenständige Aktivität oder Entscheidung seitens der Vorgesetzten wird als überheblich wahrgenommen und unterbunden.
Es gab keinen erkennbaren Raum für Eigeninitiative oder kreative Lösungen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsumgebung ist in der Regel befriedigend, manchmal sogar gut, und lediglich ein Arbeitsplatz ist nach meinem Empfinden ungünstig gestaltet, weil er für die vorhandenen Räumlichkeiten ein Arbeitsplatz zu viel ist. Da sich die Geschäftsführung jedoch wirklich ins Zeug legt und das Beste aus den vorhandenen Räumlichkeiten herausholt, vergebe ich hierfür dennoch volle 5 Sterne.

Kommunikation

Fehlende Offenheit in der Kommunikation: Die Kommunikation war zwar meist mit einem Lächeln und freundlichem Gesicht wahrzunehmen, doch tatsächlich fehlte es an offener Ansprache. Stattdessen kam es zu Drohungen oder dem Versuch, Mitarbeitende und deren Arbeit in ein schlechtes Licht zu rücken. Mitarbeitenden wurde oft vorgegeben, was sie zu denken hätten – dies reichte sogar in das Privatleben hinein. Darüber hinaus wurden politische Ansichten täglich auf eine prorussische Haltung „geeicht“. Wer eine andere Meinung vertrat als die Geschäftsführung, merkte schnell, dass es besser war zu schweigen.

Gleichberechtigung

Ja, es gibt eine große Gleichberechtigung, d.h. es ist kein Unterschied zu erkennen, wie die Mitarbeiter im Unternehmen behandelt werden.

Interessante Aufgaben

Fehlendes Vertrauen: Es gäbe zwar viele interessante Aufgaben, doch diese werden ausschließlich von der Geschäftsführung selbst übernommen, da kein Vertrauen in andere Mitarbeitende besteht. Dies wird zudem dadurch verstärkt, dass unterhalb der Geschäftsführung (Mutter/Vater/Tochter) offenbar ebenfalls kein großes Vertrauen herrscht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.