BASF Erfahrungsbericht nach vielen Jahren Zugehörigkeit! - Ich hätte 5Jahre früher gehen sollen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Guter sicherer Arbeitsplatz wenn man in einer guten Abteilung landet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eingefahren, Personal ist eben nur eine Ware, eine Nummer, jeder ersetzbar.
Das wollte ich nicht mehr.
Arbeitsatmosphäre
Es kommt immer darauf an wo man landet. Unsere Abteilung wurde von Angst geführt.
Schnelle Abmahnungen, keine Kompromisse, alle haben auf andere Jobs gelauert falls was es was besseres gab.
Image
Sehr gut in der Region.
Work-Life-Balance
Schlecht, es gab immer Theater wegen Sommerurlaub, man war der Ansicht weil ich keine Kinder hatte dürfte ich auch nie im Sommer Urlaub haben. Einzelne Tage schwierig. Da macht man lieber stillschweigend ein Tag Krank.
Überhaupt soviel krank wie in der Zeit in der BASF habe ich nie wieder gemacht. Es hat auch niemanden interessiert. In den letzten 13 Jahren danach vielleicht 3-4 krank gewesen.
Da sollte man sich fragen warum? Die Atmosphäre hat mich krank gemacht. Wenn Ma morgens auf den Weg zur Arbeit an jeder Ampel überlegt ob man nicht krank ist. Höhepunkt war dann auf dem BASF Parkplatz gewendet, angerufen und mich krankgemeldet.
Das ist nicht pauschal so in der BASF kenne genug Leute die dort arbeiten und weiß dass es auch anders geht in anderen Abteilungen..
Karriere/Weiterbildung
Leider gab es so gut wie keine Aufstiegsmöglichkeit. Hunderte Bewerbungen
Innerhalb des Konzern über das Intranet versendet. Meiner Meinung nach sind die Jobs schon verteilt, werden nur ausgeschrieben um den Schein zu wahren.
BASF förderte das Studium bei der VWA aber erkannte den Abschluss nicht.
Gehalt/Benefits
Das war ok, immer pünktlich. Nur wenn man auf einem Job in der Endstufe ist dann ist das so. Da war ich schon mit 26-27
Und dann? Nichts!!!
Ich habe mal gefragt ob was möglich wäre, da war ich 29 und man sagt mir dass ich in der gleichen Entgeltgruppe bis zur Rente bleiben werde. Und es war unabhängig ob man gut oder schlecht war.
Ab da habe ich abgeschaltet und mir was anderes gesucht.
Es gab einen extra Topf
um gute Mitarbeiter zu belohnen. Da wurde mir 10minuten lang gesagt wie toll ich bin und dass man mich braucht usw. Als ich den Umschlag öffnete waren da 17€/monatlich drin auf meinen normales Gehalt. Brutto!!!! Lächerlich!!!
Keine Wertschätzung, das wollte ich nicht mehr und habe für mich einen innhabergeführten Mttelständer
Als Arbeitgeber gesucht. Besser bezahlt, direkter Draht. Besser für mein Leben, besser für meine Gesundheit und konnte Karriere
machen. Heute bin ich in einer Position die ich in der BASF nie bekommen hätte. Auch keine Möglichkeit dazu.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wurde im Gesamtkonzern groß geschrieben.
Kollegenzusammenhalt
Das war ok, und hat mich solange da gehalten.
Umgang mit älteren Kollegen
Damals war man ab Ende 40 auf dem Abstellgleis. Andere Zeit. Da gingen die
Kollegen mit 58 in Altersteilzeit.
Vorgesetztenverhalten
Direkt Vorgesetzte waren größtenteils ok, ab mittlerem Managment schlecht, einfach schlecht. Da wurde immer mit zweierlei Maß gemessen. Einfache Mitarbeiter wurden für
kleine vergehen abgemahnt, entlassen ewig ermittelt durch den Werkschutz, bei schwerwiegenden Verfehlungen durch
Vorgesetzte oder noch höher wurde es unter den Teppich gekehrt weil es ja peinlich wäre wenn das rauskommt. Da wurde gestohlen, sexuell belästigt, Arbeitszeitbetrug begangen und es verlief alles im Sand.
Arbeitsbedingungen
Je nachdem wo man eingesetzt war gut oder entsprechend schlecht.
Kommunikation
Als Gesamtkonzern - gut, transparent
Gleichberechtigung
Ja und nein, je nachdem wie man zum Vorgesetzten Stand.
Interessante Aufgaben
Ja, die Abteilung hatte viele verschiedene Stellen. Zum Teil abwechslungsreich.

