Enttäuschend
Verbesserungsvorschläge
Liebe Bauerntüte GmbH,
schön dass auch ihr euch die Zeit genommen habt, meine Bewertung zu kommentieren. Das liest sich beim ersten Mal ganz nett und offen. Die permanenten Versuche, realistisches Feedback zu unterdrücken spricht jedoch eine ganz andere Sprache.
Kleiner Tipp: statt ständig gegen negative Kritik vorzugehen, einfach mal zuhören und ernstnehmen.
Würdet ihr umsetzen, was ihr vorgebt, wäre es vermutlich auch ein vernünftiger Betrieb.
Ein erster Schritt wäre beispielsweise, die Entschuldigung bei euren (Ex-) Mitarbeiter*innen.
Bei mir hätte vermutlich die proaktive Zusendung eines vernünftig korrigierten Arbeitszeugnisses einen Teil der Wogen geglättet.
Euren Umgang mit herausfordernden Situationen habe ich eher als impulsiv, infam und kindisch empfunden.
Schade eigentlich ..
Arbeitsatmosphäre
Das Kennenlerngespräch und das Onboarding in der ersten Woche waren ganz in Ordnung. Danach empfand ich die Atmosphäre als zunehmend absurd & toxisch. Als jemand der mit gewaltfreier Kommunikation und wertschätzender Mitarbeiterentwicklung vertraut ist, fühlte ich mich hier eher unwohl. Wer auf enge Kontrolle und sehr regelmäßige Berichterstattung steht, ist hier vermutlich gut aufgehoben.
Image
"Wir sind Testsieger!" Das hört man hier bei jeder Gelegenheit. Man kann sich fragen warum?
Ob die Aussage "Obst & Gemüse von über 40 heimischen Bio-Höfen" der Realität entspricht, kann ich nach 6-monatiger Mitarbeit nicht ausreichend einschätzen.
Mir erschien es eher wie ein Obst & Gemüse Lieferando.
Für mich leider in allen ausschlaggebenden Bereichen enttäuschend.
Work-Life-Balance
Bei mir als Teilzeitkraft sehr ausgeglichen. Ich brauchte allerdings auch noch einen Zweitjob, um über die Runden zu kommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ok - aber weniger als ich erwartet hatte.
Kollegenzusammenhalt
Ich konnte während meiner Betriebszugehörigkeit keine Förerdung kollegialen Zusammenhalts feststellen. Sachliche Kritik an der GF schien mir manchmal mit persönlich abwertenden Kommentaren und kurzer betrieblicher Verweildauer der jeweiligen Person einherzugehen.
Vorgesetztenverhalten
Manche Menschen sollten meiner Meinung nach keine Personalverantwortung übernehmen.
Als gleichgestellte Kolleg*innen wären sie vermutlich erträglich.
Die korrekte Abwicklung meines Austritts habe ich - sowohl bei mir und der GF - als emotional herausfordernd wahrgenommen.
Mir wurde unaufgefordert ein Arbeitszeugnis ausgestellt. Dieses fiel leider deutlich schlechter aus, als von mir erwartet. Es hat mich jedoch weniger überrascht, als amüsiert.
Ebenfalls nicht wirklich gewundert hat mich dann auch, eine gefühlt recht späte Zahlung meines Abschlussgehalts.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung meines Arbeitsplatzes war zweckmäßig
Kommunikation
Den Kommunikationsstil habe ich als recht launisch und teilweise übergriffig empfunden. Tagesform und Besetzung schienen mir einen wesentlichen Einfluss auf auf das Wohlbefinden anderer nehmen. Gespräche im privaten und auf Augenhöhe fand ich meist in Ordnung.
Gehalt/Benefits
"Alle Mitarbeiter sind gleich viel wert." Schönes Konzept! Tatsächlich schienen mir aber alle Mitarbeiter eher gleich wenig wert. Die Distanz zum Mindestlohn kam mir recht klein vor. Ich bin allerdings auch recht groß.
Bei Vertragsunterzeichnung sollte man grundsätzlich darauf achten, das alles mit den besprochenen Konditionen übereinstimmt.
Interessante Aufgaben
Ich konnte recht schnell verschiedene Aufgaben übernhemen. Die Prozessbeschreibungen erschienen mir dazu ganz in Ordnung. Manche Aufgaben lösten bei mir allerdings Gefühle der Fremdscham aus. Das ist jedoch Ansichtssache.