Systematische Nichtberücksichtigung von Teilen der Arbeitszeit bei Leiharbeitern
What I dislike about the employer
Während meines Einsatzes als Leiharbeitnehmer habe ich eine aus meiner Sicht systematische Praxis erlebt, bei der ein Teil der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit nicht berücksichtigt wurde. Konkret ging es u. a. um Umkleide-, Wasch- und Wegzeiten, deren Anrechnung mir im Vorfeld ausdrücklich mündlich zugesagt wurde. In der praktischen Umsetzung fand diese Berücksichtigung jedoch nicht statt.
Direkte Nachfragen hierzu wurden von den zuständigen Ansprechpartnern vor Ort wiederholt ignoriert. Statt einer klaren Klärung erhielt ich ausschließlich über meinen Arbeitgeber teilweise widersprüchliche und unvollständige Informationen. Eine transparente, verbindliche Auskunft oder nachvollziehbare Begründung blieb aus – selbst nachdem ich mehrfach auf die Problematik und Widersprüchlichkeiten hingewiesen hatte.
Besonders kritisch ist, dass dieses Vorgehen nicht den Eindruck eines Einzelfalls vermittelte, sondern wie ein etablierter Prozess wirkte. Für Leiharbeitnehmer entsteht dadurch ein strukturelles Ungleichgewicht: Zusagen werden nicht eingehalten, Arbeitszeiten sind schwer überprüfbar und berechtigte Einwände verlaufen ins Leere.
Wer als externer Mitarbeiter eingesetzt wird, sollte sich darauf verlassen können, dass zugesagte Regelungen eingehalten und Arbeitszeiten vollständig erfasst werden. Fehlende Transparenz, ignorierte Rückfragen und widersprüchliche Informationen untergraben dieses Vertrauen nachhaltig.
Diese Bewertung basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen während eines mehrmonatigen Einsatzes.


