Nicht alles Gold was glänzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Mittagessen wird subventioniert und es gibt einen monatlichen Betrag auf die Eden-Red-Karte.
Kaffee, Wasser sowie die Arbeitssachen werden gestellt.
Man hilft sich untereinander und wenn man Fragen oder Probleme mit bestimmten Tätigkeiten oder Maschinen hat kann einem immer jemand helfen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt bzw. der Lohn ist leider deutlich zu niedrig für die Arbeit die man leistet.
Der Kontrollzwang bestimmter Personen schwächt die Moral und tut dem Arbeitsklima nicht gut. Man sollte sich auch als Führungskraft mal an die eigene Nase fassen und sich mal selbst mal hinterfragen. Natürlich gilt das für jeden Mitarbeiter.
Zu viele veraltete Werkzeuge die nicht vernüftig funktionieren.
Verbesserungsvorschläge
Wenn schon Mitarbeiterbefragungen (alle 2 Jahre) gemacht werden, sollte man auch mal drauf eingehen und die Dinge auswerten und verbessern die einfach schlecht bewertet wurden.
Ein vernünftiger und angemessener Lohn wäre sehr hilfreich. Lohnanpassungen die man auch mal merkt. Denn von einem großen Dankeschön und vielen Grüßen kann man sich nunmal nichts kaufen. Die Moral und Motivation stärken.
Schnellstmöglich die maroden Werkzeuge ersetzen. Die Mitarbeiteranzahl in manchen Schichten ist nicht optimal und sollte verbessert werden.
Transparenter werden und die Mitarbeiter mit einbeziehen.
Arbeitsatmosphäre
Leider hat die Arbeitsatmosphäre und das Betriebsklima in letzter Zeit stark gelitten. Nicht umsonst fehlen die meisten Mitarbeiter bei Betriebsfeiern.
Image
Die Würth-Fahne wird schon alles richten.
Work-Life-Balance
Nun, was will man verlangen. 40 Stunden Stundenwoche, mittlerweile 30 Urlaubstage. Bis vor ca 2 Jahren mußte man noch "freiwillig" mindestens einmal pro Monat Samstags im Metallbereich arbeiten bzw auch ganze Wochenenden im Kunststoffbereich bis Mittag.
Gibt ein Stundenkonto wo höchstens 20 Überstunden stehen bleiben können. Alles was drüber ist wird ausbezahlt. Man kann aber auch mal die Schicht (Früh- und Spätschicht) tauschen oder mal kurzfristig Urlaub nehmen. Was natürlich gut ist.
Karriere/Weiterbildung
Man wird nicht gefördert und das ist leider auch so gewollt. Weiterbildungen, Lehrgänge, Entwicklungsmöglichkeiten oder Aufstiegschancen gibt es im Grunde genommen leider nicht in der Produktion. Was auch leider für sich spricht.
Gehalt/Benefits
Der Stundenlohn ist leider viel zu niedrig für diese Arbeit.
Letztes Jahr gab es für ein paar langjährige, verdiente Mitarbeiter nur die Hälfte der Lohnerhöhung die sonst alle bekommen haben. Das sagt schon viel über die Umgangsmethoden und Wertschätzung aus.
Da sieht man wie man über die Mitarbeiter und deren Arbeit denkt.
Ansonsten gibt es einen kleinen Festbetrag als Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie einen monatlichen Zuschuß zum Spritgeld.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Solaranlage auf dem Dach und der Müll wird getrennt.
Baumpflanzaktion
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist überwiegend recht gut. Gibt natürlich ab und zu mal kleinere Problemchen aber die sind dann auch wieder schnell gelöst.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen genießen keinen besonderen Umgang.
Vorgesetztenverhalten
Unterschiedlich. Wenn der ein oder andere Vorgesetzte etwas schnell will und man erledigt das, ist man natürlich der Beste. Wenn es aber nicht so glatt läuft und es vielleicht mal Probleme oder Fehler gibt, die selbstverständlich mal passieren, dann ist man schnell wieder in Ungnade gefallen. Die Fehler die in der Büroetage gemacht werden, werden natürlich nicht großartig kommuniziert.
Die Moral hat auch sehr stark gelitten. Besonders wenn Führungskräfte denken die Mitarbeiter machen alles außer zu arbeiten und diese müßten dann auch noch kontrolliert werden. Scheinbar denkt man über alle produzierenden Mitarbeiter so. Ist manchmal ein bisschen Kindergarten und schadet der Motivation. Natürlich sollte man sich auch selber hinterfragen und so fair sein und zum Beispiel beim Rauchen ausstempeln. Wenn man Probleme an Werkzeugen oder Maschinen hat, die ja zum Teil stark in die Jahre gekommen sind, und man berät sich mit zwei oder drei Kollegen zwecks Lösungen sollte man das auch mal bedenken und respektieren und nicht gleich interpretieren ist ne Gruppenbildung das muß sofort unterbunden werden.
Arbeitsbedingungen
Unterschiedlich.
Ab und zu fällt im Winter mal die Heizung aus und die Tore stehen zwecks Be und Entladung der LKW`s auf und so steht man schnell in der Zugluft. Im Kunststoffbereich ist es besonders im Sommer sehr warm.
Paar Maschinen haben ihre besten Tage längst hinter sich. Bei den Werkzeugen ist es nicht besser. Da muss dringend was gemacht werden, denn das geht auch zu Lasten der Mitarbeiter.
Ansonsten viel Lärm, Öl, Wärme, schlechte Luft und Schmutz aber das gehört nunmal gezwungenermaßen dazu.
Kommunikation
Eher mäßig. Man muß viel selber erfragen und zum Teil ewig auf Rückmeldungen warten. Manche Dinge kommen garnicht erst bei den Mitarbeitern in der Produktion an.
Gleichberechtigung
Relativ hohe Frauenquote.
Interessante Aufgaben
Sind eigentlich immer die selben Aufgaben. Interessante Aufgaben bekommen leider nur besondere Mitarbeiter.