Stetige Integration in US Konzern veränderte alles. Man muss damit umgehen können ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bezahlung, Kollegen, Campus, meinen lokalen Vorgesetzten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitgeber ist okay, die einzelnen Personen an den Schaltstellen machen hier den Unterschied. Amerikanische Karriereplanung sorgt für viel Wechsel. Auch ist die Bezeichnung als Kostentreiber, im Vergleich zu z.b. Kollegen aus Indien, Philippinen oder Polen, nicht so passend bzw. wertschätzend.
Verbesserungsvorschläge
Keine, da der US Konzern weit weg ist und Deutschland nichts zu sagen hat.
Arbeitsatmosphäre
Kommt immer auf diese Abteilung an. Diese muss allmählich als transnationales Konstrukt begriffen werden. Da gibt es Manager aus aller Herren Länder, meist aus dem angloamerikanischen Raum.
Kommunikation
Kommuniziert wird viel, sehr viel. Vor lauter Meetings und Firmen Verlautbarungen das relevante herauszufinden und sich von dem, was man weder wissen will noch muss, abzuschotten, kostet Kraft, die in Excellence besser investiert wäre. Der Inhalt der Kommunikation entspricht einer amerikanischen Kultur die sehr viel mit geprahle und Selbstdarstellung zu tun hat. Da zu erkennen wie das alles einem Ziel dienen soll ist nicht ganz einfach.
Kollegenzusammenhalt
Am Standort sehr gut, auch international, mit einigen Ausnahmen, auch gut.
Work-Life-Balance
Hier bewertet man sich auch selbst. Man kann natürlich Dienst nach Vorschrift machen, jedoch ist das in einem internationalen Projekt nicht immer, oder nur selten, möglich.
Die Akzeptanz wenn man mal ein Tag nicht da ist, ist aber durchaus gegeben. Gerät das Projekt in Schieflage, dann scheint das US Management kein Halten zu erkennen und Überstunden, weit über das erlaubt Maß, werden zwar nicht angeordnet, aber ist gibt auch andere Wege Druck auszuüben.
Vorgesetztenverhalten
Menschlich aktuell sehr schwer. Wie in anderen Firmen auch, kann man and karriereorientierte Mikromanager (fachlich) geraten. Auch den Typ gibt es. Und auch der geht wieder, und zwar hoffentlich bald. Innerhalb der Matrixorganisation, US und GB besetzt, ist das Verhalten durchaus fragwürdig. Da ist von passiv-agressiv bis bis offen angreifend alles dabei.
Das lokale Engineering Management (disziplinarisch) könnte kaum besser sein.
Interessante Aufgaben
Die Technik an sich ist Technik wie jede andere. Das Branchenumfeld macht es interessant. Dass Projektmanagement macht es ... außergewöhnlich.
Gleichberechtigung
Eine amerikanische Staatsbürgerschaft hilft ungemein. Oder irgendetwas Englisch muttersprachliches.
Arbeitsbedingungen
Homeoffice, im Büro zu laut da Stützwände für Lärmschutz nur brusthoch. Im Sommer auch mal gerne deutlich über 30°C. Oft sehr laut aufgrund der vielen Videokonferenzen und Telefonate.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dank starker Konzernrichtlinien ist hier wenig Raum zum Schludern. Klarer Punkt für einen großen Konzern.
Gehalt/Benefits
Ich persönlich kann mich nicht beklagen. Ist, so glaube ich, aber nicht für jeden so. Haustarif ist in der Endphase des Entstehens.
Image
Als Marktführer ist wenig Vergleich da. Die Wahrnehmung des Kunden orientiert sich an unseren Produkten und an den Dienstleistungen. Die Ware ist hochwertig und sicher. Bei anderen Dingen werden hinter der Hand und abseits der politischen Ebenen gerne mal die Augen gerollt, immer nur auf mein Umfeld bezogen. Bei einer differenzierten Selbstbewertung würde es allerdings eng werden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung durch Selbststudium. Die Qualität der US Unterlagen ist allerdings gut. Eine wirkliche Förderung von Innovation, sowohl technisch wie auch in Führungsstilen, ist nicht sichtbar. Alles dreht sich im Wesentlichen um die Standardisierung von Durchschnitt und Mittelmaß.