Zwei Jahre Engagement, null Wertschätzung zum Abschluss
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation und den Umgang mit den Personen an der „Front“
Verbesserungsvorschläge
Legal Operations Manager einstellen um rechtlich alles sauber zu lösen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeit am Frontdesk hat mir grundsätzlich Spaß gemacht. Als einer der ersten Anlaufpunkte für Mitglieder war man ein wichtiges Gesicht des Studios – das hat man in der täglichen Arbeit auch gespürt.
Work-Life-Balance
Schichten konnte man flexibel planen
Gehalt/Benefits
Man arbeitete auf Mindestlohnbasis. Eine Gehaltserhöhung ab einem Jahr Betriebszugehörigkeit wurde intern groß gefeiert, die Höhe allerdings im Team nicht kommuniziert. Es handelte sich um einen ganzen Euro pro Stunde mehr. Wertschätzung sieht anders aus
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren alle super nett
Vorgesetztenverhalten
Besonders kritisch: Der Umgang mit Urlaubsansprüchen entsprach nicht dem Bundesurlaubsgesetz. Mitarbeitenden wurde vermittelt, sie müssten sich Urlaubstage erst „erarbeiten” und könnten immer nur die Tage nehmen, die sich im laufenden Jahr bereits „angesammelt” hätten. Das ist falsch: Der gesetzliche Jahresurlaubsanspruch entsteht bei einem Jahresvertrag von Anfang an – auch für Minijobber, die anteilig denselben Anspruch haben wie Vollzeitkräfte.
Dazu kam eine widersprüchliche Handhabung, die in sich nicht rechtens ist: Einerseits wurden die Urlaubstage für Minijobber anteilig reduziert, andererseits musste für eine freie Woche trotzdem eine komplette Kalenderwoche von Montag bis Sonntag eingetragen werden, also auch Tage, an denen man gar nicht gearbeitet hätte. Das geht nicht: Wer anteilig weniger Urlaubstage bekommt, darf auch nur die tatsächlichen Arbeitstage abgezogen bekommen. Beides gleichzeitig zum Nachteil der Mitarbeitenden anzuwenden ist unzulässig.
Als ich zu Jahresbeginn meinen Urlaub einplanen wollte und mein Recht mit einer detaillierten, sachlichen Mail zur gesetzlichen Rechtslage eingefordert habe, wurde mir mitgeteilt, dass die Angelegenheit an einen Anwalt weit
Kommunikation
Konflikte wurden nicht sachlich gelöst. Konkret wurde mir ein Mitarbeiterbenefit als Strafe entzogen, weil ich an einem Kurs im Studio teilgenommen hatte obwohl ich die einzige Frontdesk-Kraft zu dem Zeitpunkt war. Ich befand mich allerdings im Kurs und im Zweifelsfall wäre ich also sofort ansprechbar gewesen. Statt das Gespräch in Ruhe zu suchen, wurde ich morgens vor meiner Schicht damit konfrontiert. Das wirkte weniger wie Führung und mehr wie Bestrafung. Meine direkte Führungskraft stellte sich in Konfliktsituationen grundsätzlich nicht hinter mich, sondern schloss sich der Kritik an. Wer Mitarbeitende am Frontdesk als Aushängeschild nach außen einsetzt, sollte sie intern auch entsprechend schützen.