Viel Verbesserungspotenzial – insbesondere für Frauen. Keine Empfehlung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als eher belastend und wenig wertschätzend erlebt. Es gibt wenig echtes Miteinander, und häufig hat man das Gefühl, dass jede Person vor allem auf den eigenen Bereich und die eigenen Interessen schaut. Viele Prozesse wirken veraltet und unnötig kompliziert. Die hohe Fluktuation verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.
Die Kommunikation empfinde ich als wenig strukturiert und teilweise intransparent. Entscheidungen und Prioritäten sind nicht immer nachvollziehbar, und Informationen werden aus meiner Sicht nicht konsequent und einheitlich weitergegeben.
Der Zusammenhalt ist aus meiner Erfahrung eher schwach ausgeprägt. Durch die hohe Fluktuation geht zudem viel Wissen und Erfahrung verloren. Gerade langjährige und ältere Mitarbeitende haben die Bank in den letzten Jahren verlassen.
Das Führungsverhalten habe ich teilweise als sehr hierarchisch und wenig konsistent erlebt. Aus meiner Wahrnehmung gibt es Personen, die trotz wiederholter Probleme oder schwieriger Verhaltensweisen sehr viel Rückhalt geniessen. Gleichzeitig fehlt mir an manchen Stellen eine konsequente und transparente Führungskultur.
Gehalt/Benefits
Die Bank ist aus meiner Sicht technisch und organisatorisch nicht zeitgemäss. Es wird noch erstaunlich viel mit Papier, Ausdrucken und Kopiergeräten gearbeitet, während die IT-Unterstützung teilweise ungenügend ist. Auch HR und Weiterbildung sind für mich grosse Schwachstellen: Vieles wird zwar konzeptionell angekündigt, im Alltag aber kaum gelebt. Das Gehalt ist ordentlich, kompensiert diese Punkte für mich jedoch nicht.
Arbeitsbedingungen
Als Frau erlebe ich die Bank nach wie vor sehr männerdominiert. Das C-Level wirkt auf mich teilweise wie ein klassischer «Old-Boys-Club», und Frauen werden nicht selten eher als Assistentinnen denn als gleichwertige Gesprächspartnerinnen wahrgenommen. Es gibt positive Ausnahmen, insgesamt sehe ich bei Gleichberechtigung und moderner Führung aber noch grossen Nachholbedarf.
Gleichberechtigung
Die Arbeitsatmosphäre erlebe ich als wenig wertschätzend und stark vom «Jeder schaut für sich»-Prinzip geprägt. Vieles ist unstrukturiert und die Kommunikation nicht immer transparent. Die hohe Fluktuation führt zudem dazu, dass laufend Wissen und Erfahrung verloren gehen. Im Vergleich zu anderen Schweizer Banken, die ich kenne, empfinde ich die Kultur als deutlich weniger modern und professionell.