Meine Lust am Einzelhandel ist hiermit vorbei.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterrabatte sind top teilweise, da kann man sich normalerweise eher weniger beschweren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich? Alles.
Von schlechtem Umgang mit den Kollegen, bis hin zu unmoralischem Verhalten in Einzelgesprächen ist alles dabei.
Verbesserungsvorschläge
Auf die Kollegen eingehen, jedoch mehr mit Respekt. Hier und da mal ein Lob aussprechen würde die Arbeitsatmosphäre deutlich anheben und niemandem Schaden. Auch mal Eigeninitiative beweisen, denn nur ab und zu mal irgendeinen Kunden mit Fehlinformationen vollzulabern beweist nicht, dass man Plan von dem hat, worüber man redet.
Arbeitsatmosphäre
Lässt dem ganzen enstprechend sehr zu wünschen übrig. Leider war ich nicht der einzige, der ein Problem mit der Filialleitung hatte und dadurch entsteht nun mal eine sehr ekelhafte Atmosphäre. Morgens mit Tränen in den Augen zu überlegen, ob man nicht doch lieber hinschmeißt, führt denke ich mal schnell zu einem nicht allzu schönen Arbeitsplatz.
Karrierechancen
Naja, bis auf vielleicht irgendwann WGRV werden, gibt es nicht wirklich viel, wie man aufsteigen könnte. Dafür kannst du als Allzweckmitarbeiter aufsteigen. Denn wenn du zuviel weißt, wird auch genau das von dir abverlangt, wobei ich mich ja nie zum Service oder als Lagerist beworben habe.
Arbeitszeiten
10-19 Uhr regulär und Samstags von 09-18 Uhr war anfangs schwierig aber man kommt finde ich ganz okay da rein und mit klar. Was meiner Meinung nach ein wenig viel ist, sind die Arbeitszeiten zu Weihnachten. Von 08-20 Uhr arbeiten bockt nicht so sehr, vorallem wenn alle anderen in deiner Abteilung früher gehen oder später anfangen als du selbst, macht es einfach keinen spaß mehr.
Ausbildungsvergütung
War anfangs recht niedrig aber was soll man auch erwarten. Ab dem 2. und 3. Lehrjahr konnte man sich gut was dazuverdienen, wenn man sich denn auch auf den Druck von oben eingelassen hat, so viele Garantien und Dienstleisungen zu verkaufen wie nur möglich, weil sie ja "was gutes" für einen selber sind.
Die Ausbilder
Mein sogenannter Ausbilder (Filialleiter) hat so gut wie gar nicht dazu beigetragen, mich in der Ausbildung zu unterstützen. Ich musste mir das meiste Wissen über die Ware und dem Verkauf selbst aneignen bzw. durchs erfragen der Kollegen erlernen. Bis auf die negativen Kommentare zu all meinen Fehlern gab es auch nie eine Rückmeldung. Wenn man mal etwas gut gemacht hat, konnte man sich freuen, wenn man wenigstens von den Kollegen gelobt wurde, mehr aber auch nicht. Mit mir selber wurde auch nie gesprochen, sondern immer alles an den Warengruppenverantwortlichen weitergegeben, der dies mir weitergeben musste. Weder wurde mir zu meiner Prüfung etwas gesagt, noch wurde ich dabei unterstützt, diese zu Absolvieren.
Spaßfaktor
Naja was soll ich sagen, es ist eben der Einzelhandel. Von sehr eintönigen Tätigkeiten wie Ware verräumen und Kunden beraten gab es nicht viel Abwechslung und mir wurde der Spaß daran so oder so genommen, indem man konstant beobachtet wird und nur auf seine Fehler reduziert wird. Einzige Sache, die diesen Punkt ein wenig anhebt, ist der Spaß den man mit den Kollegen hatte, sofern Chef nicht da war.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie grade schon erwähnt, übliche Einzelhandelsaufgaben wie Ware verräumen, Kunden beraten und hier und da mal was bestellen und mit wem telefonieren. Nichts atemberaubendes aber auch nichts, was den Kopf zum explodieren bringt. Klar musste man als Azubi auch mal hier und da was putzen und aufräumen aber auch das gehört nunmal dazu oder sowas.
Variation
Wie auch grade schon erwähnt, man hat so gut wie jede Woche die selben Aufgaben. Zu gewissen Jahreszeiten und Feiertagen gabs dann mal irgendeine Aktion wo man speziell was aufbauen musste, aber auch das wars dann schon. Schön wärs, wenn man sich an die "regelmäßigen Firmenfeiern" gehalten hätte, von denen etwa keine einzige Stattgefunden hat. Tolle Sache.
Respekt
Kein einziger Funken davon. Solang du nicht die Füße des Filialleiters küssen würdest, kannst du auch nicht damit rechnen, dass er dir mit Respekt kommt. Unter den Kollegen sahs leider auch manchmal ähnlich aus, wobei da alles noch recht human war. Mit Chef jedoch ging es so gar nicht. Wenn du mal im Gespräch mit ihm warst und er dich zuballert mit Vorwürfen und sonstiges, musst du mal zusehen auch nur eine Sekunde an Sprechzeit zu bekommen, denn Ausreden lassen wird er dich nicht. Nachdem er dir zum tausendsten mal an den Kopf geworfen hat, dass du lügst, gibst du auch ab irgendeinem Punkt auf, dagegen anzukämpfen. Sehr sehr schade, hatte mir das alles ein bisschen besser und mehr "auf der Erde" vorgestellt.