Man kann sich hier ganz auf die aktuellen Aufgaben konzentrieren, ohne von Aufstiegschancen abgelenkt zu werden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Engagement der Inhaber, Gleichberechtigung, nette Kollegen, Social Media Präsenz
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Geschäftsmodell ist auf die Entsendung von Mitarbeitenden in Kundenprojekte auf Stundenbasis ausgerichtet. Keine Aufstiegschancen, der Schwerpunkt liegt weniger auf der Akquise neuer, umfassender Projekte, keine interne Vorbereitung auf neue Aufgaben/Aufträge. Die Organisationsstruktur ist so konsolidiert, dass eine individuelle Entwicklung in höhere Positionen kaum gegeben ist.
Verbesserungsvorschläge
Die in der Außendarstellung vermittelten Eindrücke und Werte auch intern realisieren und umsetzen. Das Laufbahnmodell leben und nachhaltig auf Mitarbeiterentwicklung setzen. Statt Konzentration auf Body-Shopping und Arbeitnehmerüberlassung mehr Projekte akquirieren.
Es lässt sich feststellen, dass trotz des erkennbaren Engagements der Inhaber eine Lücke in den essenziellen Vertriebs- und Verkaufsfähigkeiten besteht, die für die Akquise attraktiver Projekte notwendig wären.
Bei On- und Offboarding gibt es noch viel "Luft nach oben".
Arbeitsatmosphäre
Wird im wesentlichen von der Projektkultur des Kunden definiert. Intern gibt es weniger Berührungspunkte, es wird Wert auf eine unkomplizierte Zusammenarbeit gelegt.
Image
Wird gepflegt, allerdings gibt es eine Diskrepanz zwischen Außendarstellung, zum Beispiel auf Social Media, und Realität.
Work-Life-Balance
Im Prinzip befriedigend, allerdings je nach Kunde aufwändige Reisezeiten.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein Laufbahnmodell, welches aber kaum zur Anwendung kommt. Weiterbildung richtet sich nicht nach der angestrebten/vereinbarten Laufbahn, sondern nach aktuellen Bedürfnissen. Der Einstieg in neue Tätigkeitsfelder erfolgt direkt in der Praxis beim Kunden, ohne vorgeschaltete strukturierte interne Vorbereitung. Hier wird ein hohes Maß an Selbstorganisation und Eigeninitiative bei der Einarbeitung in neue Aufgaben erwartet.
Kollegenzusammenhalt
Überwiegend gutes Verhältnis unter den Kollegen. Office Days und Events geben Gelegenheit zum Austausch.
Umgang mit älteren Kollegen
Befremdlich, langjährige Mitarbeiter werden im Unternehmen gehalten solange sie beim Kunden untergebracht sind. Wenn kein passender Auftrag vorliegt wird eine Trennung angestrebt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung zeichnet sich durch einen pragmatischen und direkten Stil aus, der von formalen Strukturen oder vorgegebenen Werten abweichen kann.
Es wird Wert auf eine unkomplizierte Zusammenarbeit gelegt, was unter Umständen zu weniger formellen Prozessen in der Mitarbeiterführung führt.
Arbeitsbedingungen
Abhängig vom Kunden. Firmen-Notebook veraltet und wenig leistungsfähig, keine NR-Kopfhörer für Videokonferenzen z.B. aus dem Zug oder in lauten Umgebungen.
Dienstreisen: Bahncard 2. Klasse und preiswertere Hotels, branchenüblich ist 1. Klasse reisen und bessere Hotels. Homeoffice-Ausstattung ist Privatsache (2. Bildschirm, ergonomischer Arbeitsstuhl, höherverstellbarer Tisch).
Kommunikation
Viele Ankündigungen, wenig Substantielles.
Gehalt/Benefits
Es gibt ein Laufbahn- und Vergütungsmodell, welches aber kaum zur Anwendung kommt.
Gleichberechtigung
ok
Interessante Aufgaben
Man wird direkt gefordert und lernt 'on the job', was ungemein spannend sein kann. Nach der Umstellung von Projektgeschäft auf Body-Shopping bleibt man zu lange an Aufgaben gebunden, was die Weiterentwicklung behindert und mittel- bis langfristig zu erheblichen Skill-Defiziten und Fluktuation führen kann bzw. auch geführt hat.


