„Führung durch Druck und Manipulation statt Wertschätzung“
Arbeitsatmosphäre
Leider herrscht hier keine Kultur des Vertrauens. Man hat das Gefühl, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Durch dieses ausgeprägte Micromanagement der Führungskraft entsteht eine Atmosphäre der Angst, in der man sich nicht wohlfühlen kann. Fehler werden gesucht statt Lösungen
Image
Der Schein trügt leider gewaltig. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern und attraktiv. Doch die Realität, die ich erlebt habe (Druck, Angstkultur, Manipulation), steht dazu im krassen Widerspruch. Man sollte sich vom glänzenden Außenauftritt nicht blenden lassen – intern herrscht ein ganz anderer Wind
Work-Life-Balance
Hier kann ich nichts Schlechtes sagen. Die Arbeitszeiten waren fair und geregelt. In diesem Punkt gab es nichts auszusetzen – das war einer der wenigen positiven Aspekte
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten scheinen hier nicht erwünscht zu sein. Mein Eindruck war: Man soll funktionieren, aber nicht wachsen. Statt gefördert zu werden, wurde ich eher kleingehalten. Wer Ambitionen hat und sich weiterentwickeln möchte, wird hier vermutlich schnell an Grenzen stoßen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist durchschnittlich und erfolgt pünktlich. Sozialleistungen sind im üblichen Rahmen vorhanden. Finanziell gibt es wenig zu meckern, das Problem liegt eindeutig im menschlichen Bereich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein sollte immer bei den eigenen Mitarbeitern anfangen. Während vielleicht auf Mülltrennung oder Papiersparen geachtet wird, fehlt es komplett an sozialer Verantwortung gegenüber dem Personal. Wer Mitarbeiter unter Druck setzt und manipuliert, handelt meiner Meinung nach nicht sozial nachhaltig.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war stark gespalten. Ein riesiger Dank geht an die erfahrenen Kolleginnen, die mich herzlich aufgenommen und toll unterstützt haben – sie waren der einzige Lichtblick. Leider habe ich das von meinem zugewiesenen 'Buddy' und dessen direktem Umfeld ganz anders erlebt: Hier herrschte Distanz und Kälte. Ich hatte oft das Gefühl, dass in diesem Teil des Teams eher gegen mich als mit mir gearbeitet wurde.
Vorgesetztenverhalten
Menschlich extrem enttäuschend. Kommunikation auf Augenhöhe habe ich nie erlebt. Stattdessen wurde ich mit einseitigen Vorwürfen konfrontiert, gegen die man sich kaum wehren konnte. Die Führung wirkt unselbstständig und lässt sich stark von anderen Mitarbeitern beeinflussen. Das Verhalten während der Trennungsphase (massiver Druck zur Eigenkündigung) hat mir gezeigt, dass ich hier nicht arbeiten möchte
Arbeitsbedingungen
Die räumlichen Gegebenheiten und die technische Ausstattung sind absolut in Ordnung und modern. Daran scheitert es nicht. Es ist bedauerlich, dass die guten physischen Arbeitsbedingungen durch den enormen psychischen Druck in den Hintergrund geraten. Ein schönes Büro nützt nichts, wenn man sich darin unwohl fühlt.
Kommunikation
Regelmäßige Meetings fanden zwar statt, dienten aber leider fast nur der Kontrolle. Statt Problemlösungen oder Unterstützung anzubieten, wurden wöchentlich Zahlen präsentiert, um die Leistung zu kritisieren. Man ging aus diesen Gesprächen nicht motiviert, sondern gestresst und eingeschüchtert heraus
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert hier leider nur auf dem Papier. In der Realität herrscht ein starkes 'Nasen-Prinzip'. Wer nicht zum engen 'Inner Circle' der dominierenden Kollegin/Führungskraft gehört, hat schlechte Karten. Leistung zählt weniger als persönliche Sympathie. Wer nicht passt, wird ausgegrenzt
Interessante Aufgaben
Eigentlich interessante Tätigkeiten, die aber durch fehlendes Onboarding zur Qual werden. Man wird allein gelassen und muss nach dem Prinzip 'Versuch und Irrtum' arbeiten. Wer eine strukturierte Einarbeitung erwartet, wird hier bitter enttäuscht.

