Spannend, aber sehr speziell
Arbeitsatmosphäre
In den Teams gut, allerdings bleiben die anderen teams für Praktikanten idR eine Black Box. Auch mutet der steife Charakter der Stiftung manchmal befremdlich an, das "Protokoll" sogar wie ein Widerspruch zur modernen Umgebung und Aufgabenstellung. Ich kann nur das Gefühl einiger hier bestätigen, dass man an einer Art "Hof" arbeitet.
Image
Großes Renomee, wobei natürlich auch begleitet von lauter Kritik (Bertelsmann-Republik, neoliberales Weltbild, etc.). Diese "Theorien" werden eher entzaubert.
Work-Life-Balance
Es wurde darauf geachtet, dass ich als Praktikant keine Überstunden o.ä. machen musste.
Karriere/Weiterbildung
Für Praktikanten in der Regel wenig Möglichkeiten zu bleiben oder sich weiterzubilden.
Gehalt/Benefits
Für Praktika in diesem Bereich vermutlich schwer zu toppen (für Geistes-/Sozialwissenschaftler).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viel geht papierlos, ansonsten war ich zu kurz vor Ort um das Thema ganz nachvollziehen zu können. Tolle Angebote in Sachen Sport etc.
Kollegenzusammenhalt
Als Praktikant konnte ich mit meinen direkten Vorgesetzten sehr gut und vertraulich zusammenarbeiten und mich austauschen, Anonymität der anderen teams führt dazu, dass man sehr auf sich gestellt ist, die Stiftung über das eigene Team hinaus kennen zu lernen. Identifikation mit dem Arbeitgeber oder dem Kollegium kann daher kaum entstehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Fehlende Aufstiegschancen bzw. Einstiegschancen für Praktikanten sind wohl eher das Problem.
Vorgesetztenverhalten
Direkte Vorgesetzten top, alles darüber desinteressiert an Praktikanten - daher absurdes Abschlussgespräch mit der Bereichsleitung, der vermutlich weder Gesicht noch Namen kannte.
Arbeitsbedingungen
Stiftungsgebäude/Kantine top, Gütersloh war für mich ein echtes Problem als Standort und undenkbar als Dauerwohnsitz.
Kommunikation
Von Seiten der Geschäftsführung durchaus "hofartig", in den Teams oft auch sehr unkompliziert.
Gleichberechtigung
Konnte nichts negatives feststellen.
Interessante Aufgaben
Spannende Studien, inklusive Auslandsreise für einen Praktikanten, inhaltliche Arbeit aber teilweise extrem bestimmt von der Kommunikationsabteilung ("Was zieht medial?").

