Rückschritt statt Fortschritt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Offene Diskussionskultur
Verbesserungsvorschläge
Perpektiven schaffen. Wenn nirgends klare Aufstiegs- und Entwicklungschancen gezeigt werden, wundert es nicht, wenn die besten und jungen schnell wieder gehen.
Teambuilding muss dringen optimiert werden. Ein Unternehmen, dass seinen Mitarbeitern so viel Verantwortung und Kompetenz abverlangt kann es sich nicht leisten, auf Events wie ordentliche Sommer- und Weihnachtsfeste zu verzichten.
Arbeitsatmosphäre
Alle sind meistens freundlich, außer Personen kommen an ihr persönliches Limit, dann kann der Ton auch schonmal strenger werden. Leider häufiger der Fall, als ich von anderen Arbeitgebern gewohnt bin. Fairness ist definitv da, da jeder gleich auf der Stelle tritt. Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht zu erkennen. Schalldämmung in den Stockwerken mangelhaft, man hört durch die dünnen Abtrennungswände jedes Wort der Nachbarn. Durch teilweise 3-Mann Besetzung in den Einzelbüros (ohne Türen) zum Teil extreme Lautstärke bei parallelen Telefonaten
Image
Gerneikaunternehmen XY. In der Branche keinerlei Auftritt. Nicht bei Events, Messen, Weiterbildungen vertreten. Kein Interesse nach außen als Innovationstreiber aufzutreten. In keinen Verbänden aktiv
Work-Life-Balance
Es existierte eine großzügige Home-Office Regelung, eine der wenigen Benefits, die positiv herausstach. Diese wird auf Widerstand der Konzernmutter auf max. 2 Home Office Tage beschränkt mit deutlichem Einschnitt der zusätzlichen Flexibilität der Angestellten z.B. "kurz mal zum Arzt" oder "Kind muss von Kita abgeholt werden" "abends noch kurz was am Rechner erledigen" nur durch zusätzliche Freigabe der Vorgesetzten oder durch Inanspruchnahme der nun verknappten Home Office Tage
Karriere/Weiterbildung
Es gibt interne Weiterbildungs- und Schulungsprogramme aus dem Mutterkonzern und man ist teilweise verpflichtet daran teilzunehmen. Diese helfen, die eigenen Komoetenzen und Fähigkeiten zu erweitern, belohnt wird das mit mehr Aufgaben. Externe Weiterbildungsevent können nur ab und zu auf Nachfrage und Verargumentation der Sinnhaftigkeit besucht werden. Meist ist dafür aber im Tagesgeschäft keine Zeit. Es gibt keine offiziellen Aufstiegspfade. Höhere Titel werden meist nur aus politischen Gründen vergeben oder wenn man erkannt hat, dass man eine unersetzliche Position einnimmt und man Druck ausüben kann.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist für Augsburg echt okay. Im Vergleich zur Branchenkonkurrenz im Münchner Raum und Aufgabenfeldern, die man abbildet eher lächerlich.
BAV gibt es und einen 50€ Wertgutschein, wie überall. Zusätzliche finanzielle Leistung, wie eine Lebensversicherung, Sabbaticals, Reduktion der 40h Woche bei vollem Lohnausgleich, Fahrtkostenzuschüsse o.ä., Dienstwagen für Mitarbeiter, die nicht im Außendienst tätig sind, Gesundheitsvorsorge, extra Rentenpakete, finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten fehlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Übliches CS. Irgendwelche Umweltprojekte, die finanziell unterstützt werden und die Wiese vor dem Haus wird nur teilweise gemäht, damit Insekten und Kleintiere profitieren. Fuhrpark besteht aus verbrennern. Keine Solaranlage. Es gibt kein Mitarbeiter Bike-Leasing. Mitarbeiter unter einem gewissen Autoritätslevel sind verpflichtet, für Dienstreisen im In- und nahem Ausland mit der Bahn zu fahren.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt einen harten Kern, der seit Jahrzehnten agiert. Ansonsten gerade bei jungen Kollegen hohe Fluktuation wegen der veralteten und unstrukturierten
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt fast nur ältere Kollegen. Und mit Ihnen wird umgegangen, ja...
Eine offizielle Beförderung konnte noch nicht beobachtet werden. Wenn dann unter der Hand und inoffiziell, damit das restliche Team sich nicht benachteiligt fühlt. Dass Positionen aber für jeden einsehbar sind, wird stillschweigend hingenommen.
Führungskräfte werden ausschließlich von extern eingestellt, interne Aufstiege sieht man selten.
Vorgesetztenverhalten
Haben kaum Handlungsspielraum, da die Konzernmutter sowohl Headcount, Budgets oder Sonderregelungen bestimmt. Das Verhalten ist demnach erklärend und delegierend also Top down. Bottom up kommt so gut wie nicht vor.
Arbeitsbedingungen
Stand der Technik ist ausreichend. Sogar eine Unternehmens-KI im Einsatz, die zur Hilfestellung dient.
Büros sind klimatisiert, was man wirklich positiv erwähnen muss.
Kommunikation
Geschäftszahlen werden regelmäßig offen kommuniziert. Firmenpolicies, Einstellungen oder Kündigungen werden tlw. erst am letzten Tag angekündigt. Viele relevante Infos nur via Flurfunk/Gerüchteküche. Teilweise werden wichtige Entscheidungen der Konzernmutter überhaupt nicht kommuniziert, hierüber erfährt man oft nur in den Medien.
Gleichberechtigung
Frauenanteil sehr hoch, Alter im Schnitt Ü45. Durch die neuen Einschränkungen der Home Office Regelungen für junge Mütter leider unattraktiv
Interessante Aufgaben
Arbeitsbelastung ist gerecht aufgeteilt, jeder arbeitet über dem Limit und übernimmt fachfremde Aufgaben, um Themen am Laufen zu halten. "Es wird einem als tolle Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung verkauft, Beförderungsaussichten, Teamerweiterungen oder Gehaltsanpassungen finden aber nicht deswegen statt. Wer mehr kann, darf mehr tun und so wird darf der Marketing Manager plötzlich für die Buchhaltung einspringen, wenn diese im Urlaub ist...