Jugendamt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt dort viele nette Kolleg:innen, sinnstiftende und wichtige Aufgaben.
Ich werde fair und zuverlässig bezahlt, habe einen sicheren Job.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
S.o.. Altertümliches Hierarchiegebaren, das an Altem festhält und Innovation und Effektivität verhindert.
Basis muss dauernd Fehler der Leitungsebene ausbügeln, Frustration und Krankenstand ist hoch.
Verbesserungsvorschläge
Innovation und Effektivität fördern, evtl. externe Beratung zulassen. Abbau von Hierarchien, bessere und reale Einbeziehung der Basis.
Mehr Wertschätzung und offenes Ohr für die Basis. Transparente, tragfähige Entscheidungen.
Arbeitsatmosphäre
In den Teams habe ich tolle Menschen kennen gelernt, dort hat mir die Grundatmosphäre gut gefallen. Allerdings sind die Besten oft unter dem Druck zusammen gebrochen. Auf oberer Leitungsebene werden oft intransparente, u nachvollziehbare und auf Sympathie beruhende Entscheidungen getroffen. Die dadurch entstehenden Probleme muss die Basis ausbaden und ggü. den Bürger:innen vertreten.
Image
Der Ruf ist vielleicht besser als die Realität, weil die Basis vieles rettet.
Work-Life-Balance
Probleme im Dienst belasten mein Privatleben, insbesondere den Schlaf, mein Familienleben und meine Gesundheit. Viele Kolleg:innen berichten davon, schlecht abschalten zu können.
Karriere/Weiterbildung
Karriere machen vor allem die, die sich bei Vorgesetzten anbiedern und nichts verändern wollen. Das ist ein grundsätzliches Problem! Ich konnte allerdings viele Fortbildungen besuchen.
Gehalt/Benefits
Ich fühle mich gut bezahlt. Allerdings gibt es viele Ungerechtigkeiten, z.B. Eingruppierung am Anfang, Bewertung von Arbeitsbereichen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus Parkplatznot werden der ÖPNV oder die Radnutzung propagiert. Sozialbewusstsein gibt es vor allem in den geschaffenen Bereichen (Inklusion, Vielfalt, Armut, Umwelt, Antisemitismus etc.), sind aber m.E. nicht von allgemeinem Interesse. Habe den Eindruck, Leitung denkt, wenn Stelle geschaffen wurde, ist das "Problem" gelöst, Strahlkraft in alle Bereich fehlt.
Kollegenzusammenhalt
Der Druck und die Ungerechtigkeit schweißt zusammen. Ich habe viel Unterstützung und Verständnis erlebt. Leider gibt es, insbesondere unter den sehr ambitionierten Kolleg:innen Ausnahmen, weil für sie unsolidarisches, nach oben orientiertes Gebahren förderlich ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere (leistungsfähige) Kolleg*innen geben oft den Takt vor, sie unterbinden Innovation und Veränderungen. Alte Verbindungen sind oft entscheidend und können nicht aufgebrochen werden.
Vorgesetztenverhalten
Auf Teamleiter:innenebene meist okay, je höher man guckt, desto mehr Ungereimtheiten und Respektlosigkeiten habe ich beobachtet. Es gibt aber auch dort ein paar wirklich ehrenhafte Menschen.
Arbeitsbedingungen
Veraltet und nicht auf Bedarfes der MA ausgerichtet.
Kommunikation
Zwischen den Hierarchieebenen werden wichtige Informationen nicht weitergegeben. Formelle Wege werden nicht eingehalten. Innerhalb der Teams funktioniert es besser.
Gleichberechtigung
Arbeite in einem Bereich mit vielen klugen Frauen, interessanterweise sind dennoch oft unfähige, selbstherrliche Männer in der Führung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich interessant und sinnhaft, die konkreten Ausführungen sind allerdings oft ineffizient und frustrierend.