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BF-Commerce 
GmbH
Bewertung

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Toxische und ungerechte Führung

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einmal im Monat wurde eine Sammelbestellung für Getränke, Obst und Snacks organisiert. Es gab eine einfache Kaffeemaschine sowie sowohl vegane als auch Kuhmilch zur Auswahl. Eine Küche und ein Essbereich standen zur Verfügung. Gelegentlich wurden After-Work-Feiern veranstaltet. Einige Kolleg:innen waren wirklich tolle Menschen – hilfsbereit, freundlich und menschlich sehr angenehm im Umgang.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Führungsstil war geprägt von Ungleichbehandlung, mangelnder Wertschätzung und hoher Kontrolle. Einer der Vorgesetzten pflegte zwar eine oberflächlich höfliche, aber nicht authentisch respektvolle Kommunikationsweise. Die andere Führungskraft fiel häufiger durch herablassendes und respektloses Verhalten auf. Es fehlte an strukturierter Einarbeitung, was zu Überforderung bei neuen Mitarbeitenden und Unmut im Team führte. Entwicklungsmöglichkeiten gab es kaum, Eigeninitiative wurde nicht gefördert. Die technische Ausstattung war inkonsequent: moderne Rechner, aber veraltete Peripherie. Gehälter wurden manchmal verspätet ausgezahlt – ohne nachvollziehbare Gründe. Die Arbeitsatmosphäre war angespannt und durch ständige Beobachtung belastet. Zudem gab es eine spürbare Fluktuation im Team, was auf ein dauerhaft instabiles Arbeitsumfeld hindeutete.

Verbesserungsvorschläge

Ein respektvoller und fairer Umgang mit allen Mitarbeitenden – unabhängig von Sympathie oder Erfahrung – sollte oberste Priorität haben. Klare Strukturen für Einarbeitung, Kommunikation und Weiterentwicklung würden nicht nur die Arbeitsqualität steigern, sondern auch die Zufriedenheit und Loyalität im Team fördern. Eigeninitiative sollte nicht als Bedrohung, sondern als Potenzial betrachtet werden. Zudem wäre es wichtig, mehr Transparenz in Entscheidungsprozesse zu bringen und Mitarbeitende ernsthaft in diese einzubeziehen – nicht nur zum Schein.

Arbeitsatmosphäre

Trotz vorhandener Sportmöglichkeiten und Ruhezonen (z. B. Fitnessraum, Sofas) herrschte keine wirklich entspannte Arbeitsatmosphäre. Wer diese Angebote während der Arbeitszeit zur kurzen Erholung nutzte, musste mit schiefen Blicken oder Kommentaren seitens der Führung rechnen.

Eine große Glaswand zwischen dem Büro der Geschäftsführung und dem Arbeitsbereich sorgte für ein dauerhaft angespanntes Gefühl. Es entstand der Eindruck, ständig beobachtet zu werden, was das Arbeitsklima zusätzlich belastete.

Kommunikation

Die sogenannte Einbeziehung der Mitarbeitenden in Produktentscheidungen wirkte oft nur oberflächlich – Fragen nach Meinungen schienen eher formell als ernst gemeint. Einer der beiden Vorgesetzten kommunizierte häufig in einem herablassenden und unhöflichen Ton. Besonders in der Einarbeitungszeit herrschte ein hoher Druck, obwohl man sich noch im Lernprozess befand. Fehler wurden selten als Lernchance betrachtet, sondern eher zum Anlass für spitze Bemerkungen und öffentlichen Druck genommen.

Kollegenzusammenhalt

Es gab keine strukturierte oder systematische Einarbeitung für neue Mitarbeitende. Dadurch wurden erfahrene Kolleg:innen zusätzlich belastet, was oft zu Überforderung und gereizter Stimmung führte. Zwischenmenschlicher Austausch im Team wurde weder aktiv gefördert noch besonders geschätzt. Einige Kolleg:innen waren zwar freundlich und hilfsbereit, doch das Grundklima litt unter dem ständigen Druck und der fehlenden Unterstützung von oben.

Work-Life-Balance

Nach außen wurde Verständnis für persönliche Lebenssituationen kommuniziert, in der Praxis herrschten jedoch hohe Anforderungen und geringe Flexibilität. Besonders problematisch war der deutliche Unterschied im Umgang mit verschiedenen Mitarbeitenden: Während einige sogenannte „Lieblinge“ von großzügigen Freiheiten profitierten, wurde anderen selbst kleinste Abweichung oder Bitte negativ ausgelegt. Diese Ungleichbehandlung führte zu Frust und einem Gefühl von Ungerechtigkeit.

Vorgesetztenverhalten

Von den Vorgesetzten wurde selbst bei Neueinsteiger:innen ohne Vorerfahrung sofort volle Leistung erwartet. Geduld oder Verständnis für die Einarbeitungszeit fehlten weitgehend. Statt Unterstützung oder klarer Anleitung gab es Druck, Kritik und unrealistische Erwartungen. Fehler wurden eher als Schwäche denn als Lernprozess betrachtet.

Interessante Aufgaben

Im Bürobereich waren die Aufgaben größtenteils monoton und wiederholend – vor allem am Computer. Auf dem Lager hingegen gab es mehr Abwechslung durch körperlich unterschiedliche Tätigkeiten und wechselnde Anforderungen im Tagesverlauf.

Gleichberechtigung

Die Führung zeigte eine klare Bevorzugung bestimmter Mitarbeitender, während andere dauerhaft unter besonders strenger Beobachtung und höheren Erwartungen standen. Entscheidungen wirkten oft intransparent und nicht nachvollziehbar. Ein faires, gleichwertiges Miteinander war so kaum möglich.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen wurden vom Vorgesetzten-Team oft überproportional stark belastet. Es kam zu einer offensichtlichen Ausnutzung ihrer Verlässlichkeit und Erfahrung. Darüber hinaus wurden ihnen regelmäßig Aufgaben zugewiesen, die nicht zu ihrem eigentlichen Tätigkeitsbereich gehörten – wie z. B. das Reinigen von Räumen oder das Zubereiten von Mahlzeiten. Dieses Verhalten wirkte diskriminierend und sorgte für Unmut im Team.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsplätze waren mit leistungsstarken, modernen Rechnern ausgestattet, jedoch wurden an vielen Arbeitsplätzen veraltete Monitore mit grober Auflösung sowie billige, ergonomisch ungeeignete Mäuse verwendet – ein deutlicher Nachteil bei der täglichen Arbeit mit Zahlen, Tabellen und Texten. Die Augen ermüdeten dadurch schneller als üblich. Bemerkenswert: Die Führungsebene verfügte über hochwertige 4K-Monitore.

Zudem wurde strikt vorgegeben, wie bestimmte Aufgaben zu erledigen sind – selbst dann, wenn Mitarbeitende nachweislich bessere und effizientere Lösungen vorschlugen. Eigeninitiative und Verbesserungen wurden nicht geschätzt oder zugelassen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wurde überwiegend mit Importware aus China gearbeitet, bei der Umweltstandards kaum eine Rolle spielten. Der Einsatz von viel Plastik und die Menge an Verpackungsmüll waren auffällig hoch. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen oder ein Bewusstsein für ökologische Verantwortung war nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Zum damaligen Zeitpunkt war das Gehalt grundsätzlich in Ordnung. Allerdings kam es immer wieder zu verspäteten Auszahlungen – teils bis zu einer Woche –, ohne nachvollziehbare Begründung. Das sorgte für Unsicherheit und Unmut unter den Mitarbeitenden. Besondere Sozialleistungen wurden nicht angeboten.

Karriere/Weiterbildung

Es gab keine erkennbare Hierarchiestruktur oder klare Entwicklungsperspektiven. Weiterbildungen oder berufliches Wachstum wurden weder angeboten noch aktiv gefördert. Insgesamt wirkte die Position eher wie eine Übergangslösung für Personen, die mittelfristig beruflich mehr erreichen wollen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.