Interessante Aufgaben, aber deutlicher Verbesserungsbedarf in der IT-Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen bietet grundsätzlich interessante und abwechslungsreiche Aufgaben. Besonders in der IT gibt es viele Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und unterschiedliche technische Themen kennenzulernen.
Positiv hervorzuheben sind außerdem viele hilfsbereite Kollegen und der grundsätzlich vorhandene Zusammenhalt innerhalb des Teams. Wenn die Zusammenarbeit funktioniert, macht die Arbeit durchaus Spaß.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die größten Probleme sehe ich aktuell in der Führungskultur und der Zusammenarbeit innerhalb der IT.
Teilweise entsteht der Eindruck, dass persönliche Interessen und Egos eine zu große Rolle spielen. Einzelne Personen können Aufgaben oder Entscheidungen blockieren und damit die Arbeit anderer erschweren, ohne dass daraus erkennbare Konsequenzen entstehen.
Hinzu kommen teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen und Entscheidungen auf Führungsebene sowie ein Kommunikationsstil, der bei einer bestimmten Führungsebene teilweise deutlich zu belehrend wirkt.
Besonders frustrierend ist, wenn wiederholt Kritik an denselben Problemen geäußert wird, sich anschließend aber kaum etwas verändert.
Verbesserungsvorschläge
Die Probleme innerhalb der IT sollten aus meiner Sicht stärker auf struktureller Ebene betrachtet werden. Wiederkehrende Kritik an Führung und Zusammenarbeit sollte nicht nur als individuelle Unzufriedenheit einzelner Mitarbeiter betrachtet werden.
Insbesondere bei Führungskräften sollte stärker darauf geachtet werden, dass Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet und Entscheidungen nachvollziehbar sowie unabhängig von persönlichen Präferenzen getroffen werden.
Ebenso sollte problematisches Verhalten einzelner Mitarbeiter konsequenter adressiert werden. Wenn jemand Aufgaben oder Prozesse wiederholt blockiert und dadurch die Arbeit anderer behindert, sollte dies nicht einfach folgenlos bleiben.
Außerdem sollte die Diskrepanz zwischen vertraglicher Arbeitszeit und tatsächlicher Arbeitszeitplanung im Support überprüft und transparent gelöst werden.
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass wiederkehrendes Feedback aus der IT ernst genommen und nicht nur als Einzelfall betrachtet wird.
Arbeitsatmosphäre
Die allgemeine Stimmung empfinde ich inzwischen als zunehmend angespannt. Besonders innerhalb der IT gibt es immer wieder Situationen, in denen persönliche Interessen, unterschiedliche Auffassungen und teilweise auch ausgeprägtes Ego-Verhalten die Zusammenarbeit erschweren. Grundsätzlich gibt es viele gute Kollegen und auch einen guten Zusammenhalt, allerdings wird die Arbeitsatmosphäre durch wiederkehrende Konflikte und mangelnde Konsequenz bei problematischem Verhalten belastet.
Kommunikation
Die Kommunikation funktioniert grundsätzlich, ist aber teilweise schwierig. Bei bestimmten fachlichen Themen entsteht der Eindruck, dass einzelne Kollegen ihre eigene Einschätzung aufgrund ihres Fachgebiets als allein maßgeblich betrachten. Andere Meinungen oder alternative Lösungsansätze werden dann teilweise nicht wirklich auf Augenhöhe diskutiert.
Teilweise werden Diskussionen dadurch vermieden, weil man bereits weiß, dass ein konstruktiver Austausch kaum möglich sein wird. Bei bestimmten Themen werden Entscheidungen oder Aufgaben zudem regelrecht blockiert, sodass letztendlich eine Eskalation an die nächsthöhere Ebene notwendig wird.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Teams gibt es viele hilfsbereite Kollegen und grundsätzlich einen guten Zusammenhalt. Gerade deshalb ist es schade, dass einzelne Personen durch ihre Art der Zusammenarbeit immer wieder für zusätzliche Reibung sorgen.
Work-Life-Balance
Die vertragliche Arbeitszeit und die tatsächliche Planung passen aus meiner Sicht nicht immer zusammen. Bei einer täglichen Planung von 8:00 bis 16:30 Uhr inklusive 30 Minuten Pause ergeben sich 40 Stunden pro Woche, obwohl vertraglich 38,5 Stunden vorgesehen sind.
Damit entsteht faktisch die Notwendigkeit, entweder regelmäßig mehr als die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zu leisten oder die Differenz über das Arbeitszeitkonto bzw. Überstunden auszugleichen. Hier würde ich mir eine klare und einheitliche Regelung wünschen.
Vorgesetztenverhalten
Bei einer bestimmten Führungskraft empfinde ich den Umgangston gegenüber den eigenen Mitarbeitenden teilweise als sehr belehrend – eher wie eine Zurechtweisung von Schülern als eine Kommunikation auf Augenhöhe unter erwachsenen Kollegen. Auch bei kleineren Fehlern oder Abweichungen entsteht teilweise der Eindruck, dass eher gemaßregelt als konstruktiv nach einer Lösung gesucht wird. Besonders kritisch finde ich dabei, dass diese Art der Kommunikation aus meiner Wahrnehmung nicht zum ersten Mal kritisiert wird. Umso unverständlicher ist für mich, dass sich an diesem Eindruck bislang wenig zu ändern scheint.
Hinzu kommt, dass Entscheidungen teilweise stark von persönlichen Vorstellungen einzelner Führungskräfte geprägt wirken. Dadurch entsteht nicht immer der Eindruck, dass Entscheidungen anhand einheitlicher und nachvollziehbarer Kriterien getroffen werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben in der IT sind grundsätzlich interessant und bieten viele Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln. Es gibt spannende Themen und Projekte. Leider wird dieses Potenzial teilweise durch organisatorische und zwischenmenschliche Probleme ausgebremst.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich habe ich hier keine größeren Probleme festgestellt. Es gibt allerdings Situationen, in denen der Eindruck entsteht, dass persönliches Standing oder die eigene Position innerhalb der IT mehr Einfluss auf Entscheidungen hat als eine einheitliche sachliche Bewertung.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich erlebe ich den Umgang als respektvoll. Hier sehe ich im Vergleich zu anderen Bereichen keinen wesentlichen Kritikpunkt.
Arbeitsbedingungen
Die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung. Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere bei der Arbeitszeitplanung, bei klaren Zuständigkeiten und bei einer einheitlichen Handhabung von Regeln innerhalb der IT.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier kann ich persönlich nur eingeschränkt beurteilen, wie gut das Unternehmen insgesamt aufgestellt ist. Daher eine eher durchschnittliche Bewertung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist insgesamt in Ordnung, liegt aus meiner Sicht jedoch nicht über dem, was man für vergleichbare Tätigkeiten und die teilweise hohe Verantwortung erwarten könnte. Auch bei den Benefits sehe ich kein außergewöhnliches Gesamtpaket, das sich deutlich vom Markt bzw. anderen Arbeitgebern abhebt. Gerade bei zusätzlichen Verantwortlichkeiten und fachlicher Weiterentwicklung würde ich mir eine entsprechend stärkere finanzielle Anerkennung wünschen.
Image
Das Unternehmen hat grundsätzlich einen guten Namen und nach außen ein positives Image. Die internen Probleme, insbesondere innerhalb der IT, passen aus meiner Sicht allerdings nicht immer zu dem Bild, das nach außen vermittelt wird.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sind grundsätzlich vorhanden. Allerdings hängt aus meiner Sicht viel davon ab, in welchem Bereich und unter welcher Führungskraft man arbeitet. Ein einheitlicherer Umgang mit Entwicklungsmöglichkeiten wäre wünschenswert.

