Gut am Arbeitgeber finde ich
Mit etwas Abstand sehe ich meine Ausbildungszeit heute differenzierter als direkt nach meinem Abschluss. Fachlich habe ich dort sehr viel gelernt und viele Grundlagen mitgenommen, die mir bis heute im Berufsleben helfen. Dafür bin ich rückblickend dankbar.
Auch menschlich hat mich diese Zeit nachhaltig geprägt und auf viele Situationen im Berufsleben vorbereitet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritisch habe ich vor allem den Umgang mit Auszubildenden, die Führungskultur und die teilweise fehlende Wertschätzung erlebt. Dadurch passte das Bild, das ich im Arbeitsalltag wahrgenommen habe, nicht immer zu dem modernen und offenen Außenauftritt des Unternehmens.
Ich hoffe, dass sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren in diesen Bereichen weiterentwickelt hat und heutige Auszubildende andere Erfahrungen machen dürfen als ich damals.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen hat aus meiner Sicht großes Potenzial. Nach außen vermittelt es das Bild einer modernen, kreativen Agentur mit flachen Hierarchien und einer offenen Unternehmenskultur. Ich würde mir wünschen, dass sich dieses Bild auch im Arbeitsalltag – insbesondere im Umgang mit Auszubildenden – noch stärker widerspiegelt.
Wenn Führung, Kommunikation und Wertschätzung konsequent weiterentwickelt werden, kann das Unternehmen das starke Bild, das es nach außen vermittelt, auch im Arbeitsalltag noch konsequenter leben.
Arbeitsatmosphäre
Der Zusammenhalt unter den Auszubildenden war sehr gut. Gleichzeitig hätte ich mir von einigen erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mehr Rückhalt gewünscht. Rückblickend hatte ich manchmal das Gefühl, dass schwierige Situationen zwar wahrgenommen, aber selten angesprochen wurden. Gerade während einer Ausbildung können Unterstützung und ein offenes Wort einen großen Unterschied machen.
Karrierechancen
Fachlich bietet die Ausbildung eine gute Grundlage für den weiteren Berufsweg. Beim Thema Übernahme hätte ich mir jedoch deutlich mehr Transparenz und frühzeitigere Kommunikation gewünscht. Trotz mehrerer Gespräche blieb für mich lange unklar, wie meine Zukunft im Unternehmen aussehen würde.
Arbeitszeiten
Mit den Arbeitszeiten war ich insgesamt zufrieden. Sie waren gut planbar und für eine Ausbildung angemessen.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung empfand ich als fair und branchenüblich. In diesem Bereich hatte ich keine negativen Erfahrungen.
Die Ausbilder
Mit meiner direkten Betreuung während der Ausbildung war ich grundsätzlich zufrieden. Fachlich wurde ich gut begleitet und hatte Ansprechpartner, an die ich mich wenden konnte. Die Ausbildung selbst war strukturiert und ich konnte viel lernen.
Was mir jedoch gefehlt hat, war mehr Wertschätzung und sichtbares Interesse der Führungsebene an den Auszubildenden. Gerade in einer Ausbildung prägen nicht nur die fachlichen Inhalte, sondern auch Anerkennung, Kommunikation und ein respektvoller Umgang die persönliche Entwicklung.
Spaßfaktor
Die kreativen Projekte und die Arbeit an sich haben mir Spaß gemacht. Überschattet wurde dies für mich jedoch durch die zwischenmenschliche Atmosphäre. Dadurch habe ich meine Ausbildungszeit insgesamt weniger unbeschwert erlebt, als ich es mir gewünscht hätte.
Aufgaben/Tätigkeiten
Fachlich habe ich in meiner Ausbildung sehr viel gelernt. Ich konnte mir ein breites Fundament aufbauen, von dem ich heute noch profitiere. Rückblickend hätte ich mir allerdings gewünscht, früher mehr Eigenverantwortung übernehmen zu dürfen und stärker in kreative Projekte eingebunden zu werden.
Variation
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und boten einen guten Einblick in viele Bereiche des Berufsbildes. Gerade fachlich konnte ich dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln und mich vielseitig weiterentwickeln.
Respekt
Hier sehe ich den größten Verbesserungsbedarf. Als Auszubildende hätte ich mir einen wertschätzenderen Umgang und mehr Anerkennung gewünscht. Kritik gehört zu einer guten Ausbildung dazu – sie sollte jedoch konstruktiv sein und junge Menschen fördern, anstatt sie zu verunsichern.
Teilweise hatte ich außerdem das Gefühl, dass schulische Leistungen einen sehr hohen Stellenwert hatten. Dadurch entstand bei mir ein Leistungsdruck, bei dem Noten zeitweise wichtiger erschienen als die persönliche Entwicklung oder das Engagement im Arbeitsalltag.