Der Arbeitgeber ist nach meinen persönlichen Erfahrungen nicht weiterzuempfehlen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv fand ich insbesondere die Möglichkeit, während der Ausbildung verschiedene Abteilungen und Unternehmensbereiche kennenzulernen. Dadurch konnte man einen guten Einblick in die unterschiedlichen Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens erhalten.
Besonders die IT-Abteilungen haben mir gefallen. Die Aufgaben waren abwechslungsreich, interessant und für jemanden mit Interesse an Computertechnik sehr passend. Die Kollegen waren hilfsbereit und haben Fragen gerne beantwortet.
Auch die Kollegialität und der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern waren aus meiner Sicht sehr gut. Die Firmenveranstaltungen waren ebenfalls eine angenehme Abwechslung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Am meisten kritisiere ich die aus meiner Sicht unzureichende Kommunikation und Planungssicherheit bezüglich der beruflichen Zukunft nach der Ausbildung. Die zunächst in Aussicht gestellte und später kurzfristig abgesagte Übernahme war für mich persönlich eine große Belastung.
Ebenfalls negativ empfand ich die verspätete Ausstellung meines Ausbildungszeugnisses, das erst nach einer schriftlichen Mahnung mit Fristsetzung ausgestellt wurde.
Die Ausbildungsvergütung empfand ich als zu niedrig, da lediglich der Mindestlohn für Auszubildende gezahlt wurde.
Darüber hinaus sehe ich Verbesserungsbedarf bei der praktischen Vermittlung elektrotechnischer Inhalte. Wer die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker absolviert, sollte meiner Meinung nach ausreichend Gelegenheit bekommen, auch praktische Erfahrungen im Bereich Elektrotechnik zu sammeln.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte insbesondere die Kommunikation mit den Auszubildenden verbessert werden. Aussagen über eine mögliche Übernahme sollten erst dann verbindlich vermittelt werden, wenn diese auch tatsächlich realistisch und intern abgestimmt sind. Eine frühzeitige und transparente Kommunikation über die berufliche Perspektive nach der Ausbildung würde den Auszubildenden deutlich mehr Planungssicherheit geben.
Auch die Organisation der Ausbildungszeugnisse sollte verbessert werden. Diese sollten zum Ende der Ausbildung vollständig vorbereitet und zeitnah ausgehändigt werden.
Darüber hinaus würde ich empfehlen, die praktische Vermittlung elektrotechnischer Inhalte stärker in die Ausbildung einzubinden. Gerade beim Ausbildungsberuf IT-Systemelektroniker ist es aus meiner Sicht wichtig, neben den IT-Kenntnissen auch praktische Erfahrungen im elektrotechnischen Bereich sammeln zu können.
Außerdem wäre eine angemessenere Ausbildungsvergütung aus meiner Sicht wünschenswert.
Die Ausbilder
Die Qualität der Ausbilder war je nach Abteilung sehr unterschiedlich. Positiv hervorheben möchte ich insbesondere die Ausbilder in den IT-Abteilungen. Diese waren fachlich kompetent, hilfsbereit und haben sich bei Fragen Zeit genommen, Sachverhalte verständlich zu erklären.
Spaßfaktor
In den IT-Abteilungen hat mir die Ausbildung durchaus Spaß gemacht. Die Aufgaben waren interessant und insbesondere für jemanden, der sich gerne mit Computertechnik beschäftigt, gab es viele Tätigkeiten, die den eigenen Interessen entsprochen haben. Die gute Kollegialität und Arbeitsatmosphäre unter den Mitarbeitern haben ebenfalls dazu beigetragen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Während meiner Ausbildung konnte ich verschiedene Unternehmensbereiche kennenlernen und dort auch praktisch mitarbeiten. Besonders die Tätigkeiten in den IT-Abteilungen waren für mich interessant und lehrreich. Allerdings gab es auch Bereiche, in denen die Qualität und Betreuung während der Ausbildung deutlich unterschiedlich ausfielen.
Variation
Die Ausbildung bot grundsätzlich eine gute Abwechslung, da man verschiedene Abteilungen durchlaufen und unterschiedliche Tätigkeiten kennenlernen konnte. Besonders positiv empfand ich die Möglichkeit, in verschiedenen IT-Bereichen praktische Erfahrungen zu sammeln.
Respekt
Der Umgang mit den Mitarbeitern und Auszubildenden war aus meiner persönlichen Erfahrung ganz gut. Unter den Kollegen herrschte überwiegend eine gute und kollegiale Atmosphäre. Gleichzeitig gab es aus meiner Sicht Situationen, in denen ich mir seitens des Arbeitgebers einen professionelleren und wertschätzenderen Umgang gewünscht hätte.
Karrierechancen
Die Karriere- und Übernahmemöglichkeiten empfinde ich als einen der größten Kritikpunkte. Mir wurde bereits im November, also deutlich vor dem Ende meiner Ausbildung, eine Stelle im Unternehmen angeboten, die ich gerne angenommen hätte. Im Februar wurde mir dies in einem weiteren Gespräch nochmals bestätigt. Im Mai, weniger als einen Monat vor meinem Ausbildungsende, wurde mir dann jedoch mitgeteilt, dass eine Übernahme aus betrieblichen Gründen nicht möglich sei.
Die Art und Weise, wie dieser Prozess abgelaufen ist, empfand ich als unseriös und unprofessionell. Für mich persönlich war die kurzfristige Absage eine erhebliche Belastung, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer Übernahme gerechnet hatte und mich entsprechend spät um eine andere Arbeitsstelle kümmern konnte.
Ein weiterer Kritikpunkt war das Ausbildungszeugnis. Dieses wurde mir erst nach über einem Monat Wartezeit und nachdem ich eine schriftliche Mahnung mit Fristsetzung eingereicht hatte, ausgestellt. Aus meiner Sicht sollte ein solches Dokument zum Ende der Ausbildung vorbereitet und zeitnah ausgehändigt werden, insbesondere wenn bereits feststeht, dass keine Übernahme erfolgt.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre unter den Mitarbeitern war überwiegend sehr gut. Die Kollegialität und der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft waren für mich einer der positiven Aspekte der Ausbildung. Man hat sich gegenseitig unterstützt und bei Problemen geholfen.
Allerdings hatte ich den deutlichen den Eindruck, dass der starke Zusammenhalt unter den Mitarbeitern auch durch eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber verstärkt wurde.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung war aus meiner Sicht ein deutlicher Kritikpunkt. Sie entsprach lediglich dem Mindestlohn für Auszubildende und bot aus meiner Sicht keinen besonderen Anreiz.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten waren je nach Abteilung unterschiedlich. Grundsätzlich begann die Arbeit spätestens um 9 Uhr. Gleichzeitig sollte man bereit sein, bei Bedarf Überstunden zu leisten. In meinem Fall haben sich zeitweise rund 30 Überstunden angesammelt.